Goldman Sachs Group Aktie [WKN: 920332 / ISIN: US38141G1040]

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17.06.2008 16:05
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Wall Street: Uneinheitlich, Goldman Sachs übertrifft Erwartungen

New York (aktiencheck.de AG) - Trotz positiv aufgenommener Quartalsergebnisse von Goldman Sachs und rückläufiger Ölpreisnotierungen präsentiert sich die Wall Street am Dienstag kurz nach Handelsstart nur uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average gewinnt aktuell 0,13 Prozent und notiert bei 12.285,12 Punkten. Der marktbreitere S&P 500 legt 0,23 Prozent zu auf 1.363,24 Zähler. Der NASDAQ Composite verzeichnet ein Minus von 0,05 Prozent auf 2.473,65 Punkte.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums sind die Erzeugerpreise im Mai um 1,4 Prozent angezogen. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise legten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent zu. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von 1,0 bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Bei den Wohnbaubeginnen und Baugenehmigungen waren im Mai weitere Rückgänge zu verzeichnen. Wie das Handelsministerium weiter erklärte, wies das Leistungsbilanzdefizit im ersten Quartal einen Anstieg aus. Bei der Industrieproduktion wurde ein unerwarteter Rückgang verzeichnet, so die Federal Reserve Bank.

Anteilsscheine von Goldman Sachs klettern im frühen Handel um rund 1 Prozent. Die Investmentbank hat im abgelaufenen Quartal einen recht deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen, die Erwartungen der Analysten aber klar übertroffen. Dabei konnte der Finanzkonzern insbesondere bei den Bereichen Asset Management sowie Security Services zulegen.

Die Aktie von Best Buy liegt mit knapp 3 Prozent im Minus. Der größte US-Elektronikhändler hat im abgelaufenen Quartal trotz gestiegener Umsätze weniger verdient. Aber auch hier hatten Analysten im Vorfeld mit Schlimmeren gerechnet. Für Adobe Systems geht es um 1,4 Prozent nach unten. Wie der Software-Hersteller am Vorabend mitteilte, hat er im abgelaufenen Quartal einen Anstieg bei Umsatz und Gewinn verzeichnet und die Erwartungen des Marktes übertroffen. Allerdings hat der Umsatzausblick etwas enttäuscht.

Rohm and Haas geben mehr als 1 Prozent ab. Um den schlechter werdenden Marktbedingungen in den USA zu begegnen, wird der Chemiekonzern Arbeitsplätze abbauen und seine Kapazitäten reduzieren. Die Restrukturierungen werden das Ergebnis belasten.

Unternehmensmeldungen:

Die US-Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) präsentierte heute die Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Demnach sank der Nettogewinn im Berichtszeitraum um 35 Prozent. Dabei konnte der Finanzkonzern trotz des schwierigen Umfelds an den internationalen Kapitalmärkten insbesondere bei den Bereichen Asset Management sowie Security Services zulegen. Rückgänge verbuchte Goldman Sachs hingegen im Investment Banking sowie im Handelsgeschäft. Beim Gesamtumsatz wurde ein Rückgang von rund 7 Prozent ausgewiesen. Die Erwartungen der Analysten wurden damit klar geschlagen.

Der größte US-Elektronikhändler Best Buy Co. Inc. (ISIN US0865161014/ WKN 873629) verbuchte im ersten Quartal einen Ergebnisrückgang. Besonders der starke Absatz bei Flachbildschirmen, Videosielkonsolen und Notebook-Computern hat den Angaben zufolge zu der deutlichen Umsatzsteigerung von rund 13 Prozent beigetragen. Beim Nettoergebnis wurde Rückgang um rund 7 Prozent verzeichnet. Die Erwartungen der Analysten wurden aber übertroffen. Für das laufende Fiskaljahr wurde die Ergebnisprognose von 3,25 bis 3,40 Dollar je Aktie bestätigt, wobei hier keine Ergebnisse aus dem neuen Joint Venture in Europa mit CPW berücksichtigt werden. Analysten gehen für das laufende Geschäftsjahr von einem EPS von 3,26 Dollar sowie einem Umsatz von 43,90 Mrd. Dollar aus.

Die Adobe Systems Inc. (ISIN US00724F1012/ WKN 871981) meldete am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2007/08. Dabei konnte der amerikanische Software-Hersteller abermals einen Anstieg bei Umsatz und Gewinn verzeichnen und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Dank guter Verkaufszahlen in allen Bereichen stieg der Umsatz um 19 Prozent. Der Nettogewinn verbesserte sich um 41 Prozent. Für das laufende dritte Fiskalquartal erwarten Analysten ein EPS von 45 Cents bei Umsatzerlösen von 877,9 Mio. Dollar. Adobe selbst erwartet einen Umsatz von 855 bis 885 Mio. Dollar sowie ein bereinigtes EPS von 45 bis 47 Cents.

Der amerikanische Chemiekonzern Rohm and Haas Co. (ISIN US7753711073/ WKN 852156) gab heute bekannt, dass er 925 Arbeitsplätze abbauen und seine Kapazitäten reduzieren wird, um den schlechter werdenden Marktbedingungen in den USA zu begegnen. Die Kürzungen werden voraussichtlich eine Sonderbelastung von 35 Cents pro Aktie im zweiten Quartal zur Folge haben. In 2010 erwartet man Einsparungen in Höhe von rund 110 Mio. Dollar vor Steuern. Wie der Konzern weiter mitteilte, rechnet er in Zusammenhang mit der Restrukturierung mit einer Reduzierung beim Ergebnis aus dem laufenden Geschäft um 11 Cents pro Aktie im zweiten Halbjahr 2008.

Der amerikanische Süßwarenhersteller Hershey Foods Corp. (ISIN US4278661081/ WKN 851297) hat heute die Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Demnach soll der Gewinn je Aktie im Gesamtjahr im Bereich von 1,85 bis 1,90 Dollar je Aktie liegen. Die Umsatzerlöse sollen im Vergleich zum Vorjahr um 3 bis 4 Prozent gesteigert werden. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 1,82 Dollar sowie einem Umsatz von 5,08 Mrd. Dollar aus.

Der amerikanische IT-Dienstleister Computer Sciences Corp. (CSC) (ISIN US2053631048/ WKN 855862) meldete heute, dass er mit der kanadischen Bombardier Inc. (ISIN CA0977512007/ WKN 866671), einem Anbieter von Verkehrslösungen, Regionalflugzeugen, Businessjets und Schienenverkehrstechnik, ein Abkommen zum IT-Outsourcing geschlossen hat. Den Angaben zufolge hat CSC mit der Sparte Bombardier Transportation einen IT-Outsourcing-Vertrag im Wert von 1,2 Mrd. Dollar und einer Laufzeit von sieben Jahre unterzeichnet. Mit dem Kontrakt werden Services aus einem im Jahr 2002 geschlossenen Abkommen verlängert und ausgebaut. (17.06.2008/ac/n/m)

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