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Wall Street: Uneinheitlich, Office Depot auf Talfahrt, Pepsi Bottling nach Zahlen gesucht
In einer Rede hat US-Notenbankchef Ben Bernanke weitere Unterstützung für den krisengeschüttelten US-Hypothekenmarkt zugesichert. Demnach werde die US-Notenbank die eingeleiteten Maßnahmen angesichts der anhaltenden Verwerfungen an den internationalen Finanz- und Hypothekenmärkten auch im kommenden Jahr weiter fortsetzen. Dadurch solle die Stabilität der Finanz- und Hypothekenmärkte und das Vertrauen der Marktteilnehmer wieder hergestellt werden. Gleichzeitig begrüßte Bernanke die zuletzt eingeleiteten regulatorischen Reformen bei den beiden halbstaatlichen Hypothekenkreditgebern Fannie Mae und Freddie Mac.
Schlechte Nachrichten kommen von Office Depot. Die Bürohandelskette hat nach wie vor unter den schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen zu leiden und verbuchte im zweiten Quartal bei den vergleichbaren Filialumsätzen in Nordamerika ein Minus von fast 10 Prozent. Zudem dürfte die EBIT-Marge geringer als zuvor erwartet ausgefallen sein. Die Aktie bricht daraufhin um knapp 20 Prozent ein.
Dagegen stehen Pepsi Bottling mit rund 1 Prozent im Plus. Das größte Abfüllunternehmen für Getränke des Softdrink-Konzerns PepsiCo gab zuvor bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Quartal unerwartet deutlich um 7 Prozent gestiegen ist. Die Umsatzentwicklung blieb dabei allerdings hinter den Schätzungen zurück. Titel der Einzelhandelskette Stage Stores rücken nach der Vorlage von Umsatzzahlen um über 9 Prozent vor.
Für Papiere von Ford geht es leicht nach unten, obwohl der Autobauer im ersten Halbjahr deutlich mehr Fahrzeuge in China absetzen konnte. Die Aktie des Aluminiumkonzerns Alcoa, der nach Handelsschluss traditionell die Berichtssaison einläuten wird, verzeichnet einen doch recht deutlichen Abschlag von über 2 Prozent.
Spekulationen um weiteren Kapitalbedarf haben am Vortag massiv auf den Titeln der beiden Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gelastet. Beide Werte setzen heute aber zur Erholung an, aktuell geht es hier um 2,3 bzw. um 1,2 Prozent nach oben. Anteilsscheine des Hypothekenfinanzierers IndyMac, der 3.800 Arbeitsplätze abbauen und die Vergabe der meisten Hypothekenkredite einstellen wird, befinden sich dagegen im freien Fall. Derzeit summiert sich das Minus hier auf knapp 50 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die Bürohandelskette Office Depot Inc. (ISIN US6762201068/ WKN 877247) hat nach wie vor unter den schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen zu leiden. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, verbuchte der Konzern im zweiten Quartal bei den vergleichbaren Filialumsätzen in Nordamerika ein Minus von fast 10 Prozent. Beim Umsatz auf Konzernebene wurde im zweiten Quartal ein leichter Rückgang ausgewiesen. Wie der Konzern weiter ausführte, dürfte die EBIT-Marge im zweiten Quartal um bis zu 200 Basispunkte geringer als zuvor erwartet ausgefallen sein. Für das dritte und vierte Quartal des laufenden Fiskaljahres erwartet der Konzern trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen eine sequentielle Verbesserung der Margen.
Die Pepsi Bottling Group Inc. (ISIN US7134091005/ WKN 919824), das größte Abfüllunternehmen für Getränke der PepsiCo Inc. (ISIN US7134481081/ WKN 851995), gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal unerwartet deutlich um 7 Prozent gestiegen ist, was das Ergebnis von Preiserhöhungen in den USA und Kanada ist. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 5 Prozent und blieb damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem EPS-Ergebnis von 2,30 bis 2,38 Dollar bei einem Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent. Analysten prognostizieren hier aktuell einen Gewinn pro Aktie von 2,35 Dollar.
Der US-Automobilkonzern Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) gab heute bekannt, dass er seinen Absatz in China im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent gesteigert hat. Den Angaben zufolge konnte der Konzern in den ersten sechs Monaten 2008 insgesamt 172.411 Fahrzeuge verkaufen. Dabei wurden 103.698 Pkw und Nutzfahrzeuge der Marke Ford abgesetzt, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. Das Gemeinschaftsunternehmen zwischen Ford, dem japanischen Hersteller Mazda Motor Corp. (ISIN JP3868400007/ WKN 854131) und dem chinesischen Hersteller Changan Automobile Co. konnte 116.903 Fahrzeuge absetzen (+25 Prozent).
Der drittgrößte US-Ölkonzern ConocoPhillips (ISIN US20825C1045/ WKN 575302) gab heute bekannt, dass seine Produktion im zweiten Quartal voraussichtlich um rund 60.000 BOE (Barrels of Oil Equivalent) pro Tag gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen ist. Den Angaben zufolge ist der Produktionsrückgang vor allem auf geplante Wartungsmaßnahmen zurückzuführen. Während die Raffineriemargen im zweiten Quartal gestiegen sind, wurden die Ergebnisse durch die negativen Auswirkungen der Preise für Nebenprodukte belastet, hieß es.
Die amerikanische Einzelhandelskette Stage Stores Inc. (ISIN US85254C3051/ WKN 529981) meldete heute, dass ihre vergleichbaren Umsätze im Juni um 1,2 Prozent gestiegen sind. Der Gesamtumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent. Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen rechnet der Konzern für das zweite Quartal nun damit, das obere Ende der bisherigen Prognose, einen vergleichbaren Umsatzrückgang um 3 Prozent auszuweisen, zu erreichen oder zu übertreffen. Entsprechend erwartet der Konzern beim Ergebnis im zweiten Quartal, den oberen Rand des Plankorridors zu treffen oder zu übertreffen.
Der amerikanische Hypothekenfinanzierer IndyMac Bancorp Inc. (ISIN US4566071001/ WKN 874448) meldete am Montag, dass er 3.800 Arbeitsplätze abbauen und die Vergabe der meisten Hypothekenkredite einstellen wird. Die Kürzungen betreffen 53 Prozent der Konzernbelegschaft über 7.200 Mitarbeiter und erfolgen innerhalb der nächsten Monate. Mit den Maßnahmen sollen die operativen Kosten um 60 Prozent gesenkt werden. (08.07.2008/ac/n/m)
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| 13.05.2008 | Office Depot kaufen | Die Actien-Börse | |
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| 14.02.2008 | Office Depot equal-weight | Lehman Brothers Inc. | |
| 02.01.2008 | Office Depot overweight | JP Morgan Chase & Co. |
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