United Parcel Service Aktie [WKN: 929198 / ISIN: US9113121068]

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09.04.2008 15:56
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Wall Street: Uneinheitlich, UPS unter Druck, Boeing deutlich fester

New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street findet am Mittwochmorgen keine einheitliche Richtung. Aktuell kann der Dow Jones 0,26 Prozent zulegen und notiert bei 12.609,34 Punkten. Der S&P 500 rückt um 0,10 Prozent vor auf 1.366,94 Zähler. Der NASDAQ Composite verliert dagegen 0,10 Prozent auf 2.346,39 Indexpunkte.

Anteilsscheine von UPS knicken im frühen Handel um knapp 3 Prozent weg. Angesichts höherer Treibstoffkosten, eines schwächer werdenden Dollars und verringerter Paketvolumina in den USA hat der Paketdienst seine Ergebnisprognose für das erste Quartal am Vorabend nach unten korrigiert. Dagegen stechen Circuit City Stores mit einem satten Plus von rund 8 Prozent hervor. Der Elektronikhändler hat im vergangenen Quartal entgegen den Erwartungen einen Gewinn ausgewiesen. Titel des Ingenieur- und Baukonzerns Shaw gewinnen über 1 Prozent, obwohl die heute vorgelegten Quartalszahlen schlechter als erwartet ausfielen.

Die Aktie von Boeing ist ebenfalls einen Blick wert. Der Flugzeughersteller hat heute angekündigt, dass sich die Auslieferung des 787 Dreamliners erneut verzögert. Ungeachtet dessen bekräftige das Unternehmen seinen Ausblick. Der Titel steigt aktuell um annähernd 4 Prozent. Anteilsscheine des Mischkonzerns Honeywell profitieren unterdessen von einem Milliardenauftrag des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer und ziehen um 1,5 Prozent an.

Auch die geplante Übernahme von Yahoo durch Microsoft birgt neuen Gesprächsstoff. Einem Pressebericht zufolge ist der Vermögensverwalter und Yahoo-Großaktionär Legg Mason bereit, die Bestrebungen des Internet-Medienkonzerns, unabhängig zu bleiben, zu unterstützen, sollte Microsoft sein Übernahmeangebot senken. Die Microsoft-Aktie gewinnt aktuell 0,2 Prozent, Yahoo geben indes leicht ab.

Unternehmensmeldungen:

Der US-Paketdienst United Parcel Service (UPS) (ISIN US9113121068/ WKN 929198) gab am späten Dienstag bekannt, dass er seine Ergebnisprognose für das erste Quartal aufgrund höherer Treibstoffkosten, eines schwächer werdenden Dollars und verringerter Paketvolumina in den USA nach unten korrigiert hat. Demnach rechnet der Logistikkonzern nun mit einem Gewinn von 86 bis 87 Cents pro Aktie, im Vergleich zu den ursprünglich erwarteten 94 bis 98 Cents pro Aktie. Analysten stellen für das erste Quartal derzeit ein EPS-Ergebnis von 93 Cents in Aussicht. Die Jahresplanung wurde indes nicht aktualisiert.

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) musste für seinen neuen Langstrecken-Jet 787 Dreamliner erneut monatelange Verzögerungen ankündigen. Unternehmensangaben von heute zufolge wird der Erstflug auf das vierte Quartal des laufenden Jahres verschoben. Mit der Auslieferung der ersten Maschine, die ursprünglich für Mai 2008 vorgesehen war, wird nun erst im dritten Quartal 2009 gerechnet. Verantwortlich hierfür sind vor allem Zulieferprobleme. Trotz drohender Umsatzausfälle und Strafzahlungen hält Boeing an seinen Gewinnzielen für 2008 fest.

Die Circuit City Stores Inc. (ISIN US1727371080/ WKN 863207) konnte im vierten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Wie der Elektronikeinzelhandelskonzern heute erklärte, war der Gesamtumsatz im vierten Quartal rückläufig. Beim Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft wurde ein Gewinn verbucht, nachdem im Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis ein Verlust angefallen war. Der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn je Aktie verringerte sich deutlich. Allerdings hatten Analysten sogar einen Verlust erwartet.

Der amerikanische Ingenieur- und Baukonzern Shaw Group Inc. (ISIN US8202801051/ WKN 888988) legte heute die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Dabei konnte man die durchschnittlichen Markterwartungen nicht erfüllen. Demnach wurde ein Nettogewinn ausgewiesen, nach einem Nettoverlust im Vorjahresquartal. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten in Zusammenhang mit der Konzernsparte Westinghouse lag der Nettogewinn unter den Erwartungen der Analysten. Der Konzernumsatz verbesserte sich deutlich.

Der US-Mischkonzern Honeywell International Inc. (ISIN US4385161066/ WKN 870153) meldete am späten Dienstag, dass er einen Auftrag zur Lieferung von Triebwerken für die mittelgroßen Business Jets des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer-Empresa Brasileira de Aeronáutica S.A. (ISIN US29081M1027/ WKN 940680) erhalten hat. Den Angaben zufolge sind die Triebwerke (HTF7500-E) für die neuen Embraer-Maschinen vom Typ MSJ und MLJ vorgesehen. Die Triebwerke bieten laut Honeywell geringere Emissionen und eine verbesserte Treibstoffeffizienz. Der Auftrag hat (einschließlich Aftermarket) einen Gesamtwert von über 23 Mrd. Dollar.

Der US-Vermögensverwalter Legg Mason Inc. (ISIN US5249011058/ WKN 868079), ein Großaktionär der Yahoo Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103), ist Presseangaben zufolge bereit, die Bestrebungen des Internet-Medienkonzerns, unabhängig zu bleiben, zu unterstützen, sollte die Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) ihr Übernahmeangebot senken. Wie das "Wall Street Journal" heute unter Berufung auf ein Interview mit Legg Mason Portfolio-Manager Bill Miller berichtet, habe der weltgrößte Software-Konzern mit seinem Schreiben am Wochenende einen Fehler gemacht. Laut Miller könne man die Unterstützung der Aktionäre nicht dadurch erhalten, indem man drohe, ihnen etwas wegzunehmen. Nach Auffassung von Miller wird Microsoft letztlich den Betrag zahlen müssen, der erforderlich ist, um Yahoo zu besitzen. Der Yahoo-Konzern gab am Montag bekannt, dass er prinzipiell nicht gegen eine Transaktion mit Microsoft ist, jedoch bessere Bedingungen für eine solche fordert. (09.04.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

United Parcel Service 38,1 +4,2%
The Boeing 42,5 +3,9%
Circuit City Stores 1,6 +9,1%
Shaw Group 33,9 -3,8%
Honeywell International 32,7 +0,6%
Legg Mason 25,6 +10,5%
Yahoo! 15,6 +2,0%
Microsoft 16,3 -0,9%
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