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Wall Street: Uneinheitlich, Wal-Mart und Yahoo im Blick, Millennium im Aufwind
Neben zahlreichen Unternehmensmeldungen liegen auch einige Konjunkturdaten vor. Wie das Arbeitsministerium erklärte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche unerwartet stark verbessert. Dagegen hat sich das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen im Februar überraschend um 5,7 Prozent auf 62,3 Mrd. Dollar vergrößert. Dies teilte das Handelsministerium mit.
Anteilsscheine von Wal-Mart legen im frühen Handel über 1 Prozent zu, nachdem der weltweit führende Supermarktbetreiber die Ergebnisprognose für das erste Quartal angehoben hat. Für Bed Bath & Beyond geht es um gut 1 Prozent nach unten. Der Sanitärausrüster hat im vergangenen Quartal mehr als von Analysten erwartet verdient, aber beim Ausblick gepatzt. Rite Aid knicken um knapp 6 Prozent ein. Die Drugstore-Kette musste im vergangenen Quartal aufgrund negativer Einmaleffekte einen deutlichen Verlust ausweisen und hat die Schätzungen verfehlt.
Bei Titeln von Yahoo ist indes ein Plus von annähernd 2 Prozent auszumachen. Presseangaben zufolge prüft Yahoo einen Zusammenschluss mit dem Wettbewerber AOL, um sich gegen die drohende Microsoft-Übernahme zu wehren. Microsoft wiederum führe derzeit Verhandlungen mit dem Medienkonzern News Corp., um ein gemeinsames Übernahmeangebot für den Internet-Medienkonzern vorzulegen. Microsoft liegen knapp behauptet im Handel.
Gute Nachrichten kommen von DuPont. Der zweitgrößte Chemiekonzern in den USA hat seine Gewinnprognose für das erste Quartal nach oben korrigiert. Der Wert zieht daraufhin um ein knappes Prozent an. Millennium Pharmaceuticals stechen mit einem satten Plus von rund 50 Prozent aus dem Rahmen. Der japanische Pharmariese Takeda kündigte heute die Übernahme des Biotechnologiekonzerns für 8,8 Mrd. Dollar an.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. (ISIN US5249081002/ WKN 891041) hat drei Investmentfonds geschlossen. Wie die amerikanische Investmentbank heute im Rahmen einer Mitteilung an die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde SEC erklärte, mussten die Investmentfonds im Gesamtwert von 1 Mrd. Dollar aufgrund der Verwerfungen an den internationalen Finanz- und Kreditmärkten geschlossen werden.
Die amerikanische Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853) hat heute die Ergebnisprognose für das erste Quartal angehoben. Wie der weltweit führende Supermarktbetreiber erklärte, geht man für das laufende Quartal nunmehr von einem Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft im Bereich von 74 bis 76 Cents aus, nachdem man zuvor ein EPS von 70 bis 74 Cents in Aussicht gestellt hatte. Analysten gehen für das erste Quartal von einem EPS von 72 Cents aus. Wie Wal-Mart weiter ausführte, konnten die Umsatzerlöse im Monat März auf Konzernebene von 34,26 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 36,97 Mrd. Dollar verbessert werden. Die vergleichbaren Filialumsätze bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, verbesserten sich um 0,7 Prozent, hieß es weiter.
Die E. I. Du Pont de Nemours and Co. (DuPont) (ISIN US2635341090/ WKN 852046), der zweitgrößte Chemiekonzern in den USA, meldete heute, dass sie ihre Gewinnprognose für das erste Quartal nach oben korrigiert hat, was mit einem starken Wachstum in ihren landwirtschaftlichen Aktivitäten und in den Emerging Markets zusammenhängt. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn von rund 1,29 Dollar pro Aktie im ersten Quartal, nach einem ursprünglich erwarteten Ergebnis von 1,14 bis 1,19 Dollar pro Aktie. Analysten prognostizieren hier ein EPS-Ergebnis von 1,17 Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr wurde das untere Ende des bisherigen Plankorridors um 5 Cents pro Aktie erhöht.
Die Rite Aid Corp. (ISIN US7677541044/ WKN 857022) musste im vierten Quartal aufgrund negativer Einmaleffekte einen deutlichen Verlust ausweisen. Wie die Drugstore-Kette heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum um 50,3 Prozent. Dass Plus resultierte dabei aus der Konsolidierung der im Vorjahr übernommenen Filialen der Drogeriemarktkette Brooks Eckerd. Beim Nettoergebnis wurde ein deutlicher Verlust ausgewiesen, nachdem im Vorjahresquartal ein Nettogewinn ausgewiesen worden war. Dabei hatten negative Einmaleffekte das Ergebnis belastet. Die Erwartungen der Analysten wurden aber dennoch verfehlt. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern einen Nettoverlust von 34 bis 48 Cents je Aktie. Analysten gehen für das laufende Geschäftsjahr von einem Verlust von 18 Cents je Aktie aus.
Die Bed Bath & Beyond Inc. (ISIN US0758961009/ WKN 884304) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2007/08 vorgelegt. Dabei musste der US-Sanitärausrüster einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, konnte aber die Ergebniserwartungen übertreffen. Analysten erwarten für das laufende erste Fiskalquartal ein durchschnittliches EPS von 36 Cents und Umsatzerlöse von 1,65 Mrd. Dollar. Bed Bath & Beyond selbst erwartet ein EPS von 26 bis 30 Cents.
Die Takeda Pharmaceutical Co. Ltd. (ISIN JP3463000004/ WKN 853849), der größte Pharmakonzern in Japan, übernimmt den amerikanischen Biotechnologiekonzern Millennium Pharmaceuticals Inc. (ISIN US5999021034/ WKN 900625) für rund 8,8 Mrd. Dollar. Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Donnerstag hervorgeht, erhalten die Aktionäre von Millennium Pharmaceuticals im Rahmen der Offerte 25,00 Dollar in bar für jeden Anteilsschein. Dies entspricht einer Prämie von 53 Prozent auf den Schlusskurs der Aktie vom Mittwoch. Die Boards of Directors beider Unternehmen haben der Transaktion bereits zugestimmt.
Der amerikanische Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E1047/ WKN A0DLJU) führt derzeit ernsthafte Verhandlungen mit dem Software-Giganten Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747), um ein gemeinsames Übernahmeangebot für den Internet-Medienkonzern Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) vorzulegen. Dies berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe. Der Yahoo-Konzern gab am Montag bekannt, dass er prinzipiell nicht gegen eine Transaktion mit Microsoft ist, jedoch bessere Bedingungen für eine solche fordert. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, prüft Yahoo indes einen Zusammenschluss mit dem Wettbewerber AOL, um sich gegen die drohende Microsoft-Übernahme zu wehren. Diskutiert werde, dass die AOL-Mutter Time Warner Inc. (ISIN US8873171057/ WKN 592629) ihre Internet-Sparte in Yahoo einbringt und danach 20 Prozent der Aktien des fusionierten Unternehmens erwirbt. Darüber hinaus gab Yahoo am Mittwoch bekannt, dass man mit dem AdSense for Search-Service des Internet-Suchmaschinen-Betreibers Google Inc. (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) einen limitierten Test durchführen will. Der geplante Werbe-Test werde bis zu zwei Wochen dauern. (10.04.2008/ac/n/m)
| 03.04.2008 | Lehman Brothers halten | Wertpapier | |
| 20.03.2008 | Lehman Brothers neutral | UBS AG | |
| 20.03.2008 | Lehman Brothers buy | Punk Ziegel & Company | |
| 20.09.2007 | Lehman Brothers buy | UBS AG | |
| 14.09.2007 | Lehman Brothers spekulativ kaufen | Der Aktionärsbrief |
Aktien in diesem Artikel
| Lehman Brothers | 28,5 | +5,3% | |
| Wal-Mart Stores | 36,5 | -1,0% | |
| E I DuPont de Nemours and | 31,7 | -1,3% | |
| Rite Aid | 1,5 | -2,0% | |
| Bed BathBeyond | 22,2 | +1,3% | |
| Takeda Pharmaceutical | 36,2 | -1,4% | |
| Millennium Pharmaceuticals | 15,9 | -0,8% | |
| The News a | 12,6 | +4,2% | |
| Microsoft | 19,2 | -2,0% | |
| Yahoo! | 17,7 | +0,4% | |
| Time Warner | 10,5 | -1,0% |
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