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Wall Street Update: Deutliche Abschläge, Automobilwerte im Fokus
Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Juli 2008 verschlechtert. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 5,7 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 5,5 Prozent gelegen hatte. Das ist der höchste Stand seit vier Jahren. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 5,6 Prozent gerechnet.
Die Bauausgaben in den USA verzeichneten im Juni 2008 erneut einen Rückgang. Demnach fielen die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten ein Minus von 0,3 Prozent prognostiziert, nach einem Rückgang um 0,4 Prozent im Vormonat.
Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich laut ISM im Juli 2008 geringfügig verschlechtert. So fiel der ISM-Index von 50,2 Zählern im Juni auf nun 50,0 Zähler. Volkswirte waren von einer stärkeren Abnahme auf 49,2 Punkte ausgegangen.
Der Dow Jones verliert derzeit 0,52 Prozent auf 11.318,34 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,56 Prozent auf 1.260,32 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 0,74 Prozent auf 2.308,29 Punkte.
Im Blickpunkt stehen zum Wochenschluss die Automobilwerte. Branchenführer General Motors hat im zweiten Quartal angesichts rückläufiger Absatzzahlen in Nordamerika sowie hoher Sonderbelastungen einen Verlust von über 15 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Auch vor Einmaleffekten wurde ein milliardenschwerer Verlust ausgewiesen. Ferner war der Umsatz deutlich rückläufig. Insgesamt konnte das Zahlenwerk alles andere als überzeugen, die Aktie verliert im Mittagshandel mehr als 5 Prozent. Papiere des Mitbewerbers Ford geben nur leicht ab. Hier fielen die vor kurzem veröffentlichten Absatzzahlen nicht ganz so schlimm aus wie befürchtet. GM wird seine Absatzzahlen für Juli noch veröffentlichen.
Bei Chevron schlägt ein Minus von einem halben Prozent zu Buche. Der zweitgrößte US-Ölkonzern konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 11 Prozent steigern. Die Erwartungen wurden damit jedoch verfehlt.
Im Finanzsektor stehen mitunter Lehman Brothers im Blick. Einem Bericht der "New York Post" zufolge verhandelt die Investmentbank derzeit mit potenziellen Käufern über den Verkauf von schwer zu bewertenden Wertpapieren im Volumen von rund 30 Mrd. Dollar. Die Aktie gibt gut 1,4 Prozent zu.
Anteilsscheine des Krankenversicherers CIGNA geben nach Zahlen fast 5 Prozent ab, obwohl der Konzern im vergangenen Quartal unerwartet gut verdient und seinen Ausblick angehoben hat.
Der bereinigte Gewinn des Technologiekonzerns Sun Microsystems ist im abgelaufenen Quartal weniger stark als von Analysten erwartet gefallen. Ferner wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Dennoch verliert der Wert rund 12,5 Prozent.
Titel des kanadischen Telekommunikationsausrüsters Nortel Networks brechen nach Ergebnissen um fast 15 Prozent ein. Der Konzern musste im zweiten Quartal aufgrund von Sonderbelastungen einen deutlich höheren Verlust ausweisen.
Schering-Plough liegen aktuell mit 4 Prozent im Minus, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA einem von dem Pharmakonzern zur Zulassung eingereichtes Medikament zunächst keine Genehmigung erteilet hat.
Der auf den Bermudas ansässige Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand meldete heute, dass sein Gewinn im zweiten Quartal drastisch gesunken ist, was mit bereits verkauften Geschäftsbereichen zusammenhängt. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft konnte die Erwartungen jedoch übertreffen. Die Aktie kann derzeit 4,4 Prozent zulegen. (01.08.2008/ac/n/m)
| 26.11.2008 | General Motors verkaufen | Der Aktionär | |
| 25.11.2008 | General Motors verkaufen | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 20.11.2008 | General Motors sell | Citigroup Corp. | |
| 14.11.2008 | General Motors Downgrade | JP Morgan Chase & Co. | |
| 11.11.2008 | General Motors neues Kursziel | Credit Suisse Group |
Aktien in diesem Artikel
| General Motors | 3,8 | +2,7% | |
| Chevron | 57,8 | -2,7% | |
| Lehman Brothers | 0,0 | -2,9% | |
| CIGNA | 8,8 | -6,5% | |
| Nortel Networks | 0,5 | -3,8% | |
| Ingersoll-Rand | 12,1 | +7,9% | |
| Schering-Plough | 12,3 | -4,1% |
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