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Wall Street Update: Deutliche Abschläge nach Bernanke-Rede
Bernanke hat in seiner Rede erneut auf die derzeit schwierige Lage an den internationalen Finanzmärkten sowie die schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den USA hingewiesen. Insgesamt erwartet er zunächst eine Phase mit einem verhaltenen Wirtschaftswachstum, wobei er gegen Ende des Jahres von einer tendenziellen Erholung der US-Wirtschaft ausgeht. Dabei dürfe man jedoch laut Bernanke die nach wie vor bestehenden Risiken nicht unterschätzen, wobei die US-Notenbank falls notwendig weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Märkt ergreifen werde.
Wie das Handelsministerium vorbörslich mitteilte, hat sich das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen im Dezember 2007 deutlich reduziert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist um 6,9 Prozent auf 58,8 Mrd. Dollar verringert, während Volkswirte nur einen Rückgang auf 61,5 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Außerdem hat sich die Arbeitsmarktsituation in der Vorwoche verbessert. Laut dem Arbeitsministerium fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000 auf 348.000, während Volkswirte im Vorfeld nur einen Rückgang auf 350.000 prognostiziert hatten.
Der Dow Jones verliert derzeit 0,81 Prozent auf 12.450,55 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,77 Prozent auf 1.356,63 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 1,19 Prozent auf 2.345,69 Punkte.
Anteilsscheine von Marriott gewinnen derzeit 1,3 Prozent. Der größte Hotelbetreiber in den USA meldete zuvor, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 20 Prozent gesunken ist. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft traf zwar exakt die Prognosen, allerdings enttäuschte der Ausblick.
Die Aktie des Kabelnetzbetreibers Comcast, dessen Gewinn im vierten Quartal unerwartet deutlich um 54 Prozent gestiegen ist, verfestigt sich dagegen um rund 7 Prozent. Der größte US-Kabelnetzbetreiber führte den Gewinnsprung vor allem auf ein solides Umsatzwachstum als Folge verstärkter Kundenausgaben zurück.
Ingram Micro, der weltgrößte Großhändler für Produkte der Informationstechnologie, meldete am Vorabend Quartalszahlen. Zwar übertraf der Konzern die Erwartungen, enttäuschte jedoch mit dem Ausblick. Aktuell verliert die Aktie über 1,5 Prozent.
NVIDIA knicken um fast 13 Prozent ein. Der Grafikchip-Hersteller hat im letzten Vierteljahr mehr als erwartet verdient. Allerdings schauen die Anleger besorgt auf die Kostenseite.
Titel des Reifenherstellers Goodyear sind ebenfalls einen Blick wert. Der Konzern konnte im vierten Quartal dank verbesserter Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg vorweisen und hat die Erwartungen übertroffen. Der Wert zieht daraufhin um rund 6 Prozent an.
Titel der Bekleidungskette Liz Claiborne brechen nach einer Gewinnwarnung um 16 Prozent ein. So wird der Konzern die Erwartungen der Analysten im vierten Quartal verfehlen, was mit der schwachen Entwicklung einiger Marken zusammenhängt. Demnach rechnet man nun mit einem Gewinn von 15 bis 25 Cents pro Aktie vor Restrukturierungs- und anderen Kosten. (14.02.2008/ac/n/m)
| 13.09.2007 | Marriott buy | Stifel, Nicolaus & Co., Inc. | |
| 30.05.2007 | Marriott sector outperform | CIBC World Markets | |
| 20.04.2007 | Marriott outperform | Wachovia Sec | |
| 12.02.2007 | Marriott buy | Banc of America Sec. | |
| 12.02.2007 | Marriott market outperform | JMP Securities |
Aktien in diesem Artikel
| Marriott International | 23,0 | +1,2% | |
| Comcast | 14,2 | -1,3% | |
| Goodyear TireRubber | 18,6 | +1,9% | |
| Ingram Micro | 11,4 | +0,3% | |
| NVIDIA | 15,4 | +0,7% | |
| Liz Claiborne | 11,8 | -2,7% |
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