27.02.2008 19:17
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Wall Street Update: Deutliche Zugewinne, Microsoft im Fokus

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Mittwochmittag New Yorker Zeit mit deutlichen Zugewinnen. Im Fokus stehen unter anderem der Rekordölpreis sowie das Dollar-Tief. Wie das Handelsministerium vor Handelsstart mitteilte, verzeichnete man im Januar beim Auftragseingang langlebiger Güter einen kräftigen Rückgang. Demnach sank bei Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren die Zahl der Bestellungen binnen Monatsfrist um 5,3 Prozent, während Volkswirte lediglich ein Minus von 4,0 Prozent prognostiziert hatten. Für Aufsehen dürfte im weiteren Handelsverlauf auch eine Rede von Fed-Chef Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus sorgen.

Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,40 Prozent auf 12.736,13 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 0,35 Prozent auf 1.386,08 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 0,62 Prozent auf 2.359,51 Punkte.

Zur Wochenmitte findet sich die Aktie von Microsoft im Blick. Wie die EU-Kommission heute mitteilte, hat sie gegen den Software-Riesen ein Rekordstrafgeld in Höhe von 899 Mio. Euro verhängt. Der Wert verliert derzeit leicht.

Für Anteilsscheine von Nortel Networks geht es indes um mehr als 13 Prozent nach unten. Der kanadische Netzwerkausrüster ist im abgelaufenen Quartal angesichts einer hohen Sonderbelastung noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Gleichzeitig kündigte der Konzern den Abbau von rund 2.100 Arbeitsplätzen an.

Autodesk, der Hersteller der Design-Software AutoCAD, hat am Vorabend einen Blick in seine Bilanzen gewährt. Dabei hat der Konzern die Schätzungen der Analysten verfehlt, zudem enttäuschte der Ausblick. Die Aktie bricht in der Folge um knapp 15 Prozent ein.

DreamWorks legen unterdessen mehr als 5 Prozent zu. Das US-Filmstudio konnte Umsatz und Ergebnis im vergangenen Vierteljahr deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen.

Papiere des Hypothekenfinanzierers Fannie Mae, der für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Milliardenverlust ausweisen musste, verbessern sich um mehr als 3 Prozent. Der größte Hypothekenfinanzierer in den USA hatte trotz des Einbruchs am US-Häusermarkt die Erwartungen geschlagen.

Anteilsscheine von Toll Brothers stehen ebenfalls auf der Einkaufliste der Anleger und gewinnen 3,6 Prozent. Angesichts hoher Abschreibungen musste der Baukonzern im ersten Quartal einen Verlust verbuchen. Vor Einmaleffekten wurde indes überraschend ein Gewinn verbucht.

Der kanadische Automobilzulieferer Magna International meldete für das vierte Quartal einen leichten Gewinnrückgang. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn unter den Prognosen des Marktes. Aktuell verliert der Titel 0,7 Prozent.

Der Computerspiele-Hersteller Electronic Arts schließt nach Angaben der "New York Post" ein feindliches Übernahmeangebot für seinen Konkurrenten Take-Two Interactive Software nicht aus. Electronic Arts hatte am Sonntag ein unaufgefordertes Übernahmeangebot in Höhe von 2 Mrd. Dollar für Take-Two vorgelegt. Beide Aktien verlieren derzeit deutlich. (27.02.2008/ac/n/m)

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