18.04.2006 19:15
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Wall Street Update: Deutliche Zugewinne, Ölpreisanstieg belastet nicht

Die US-Märkte verzeichnen am Dienstagmittag New Yorker Zeit kräftige Zugewinne. Besonders die Aussagen der Präsidentin der Fed San Francisco, Janet Yellen, über die US-Wirtschaft sorgen derzeit für gute Stimmung. Dagegen gab das Arbeitsministerium mit +0,5 Prozent einen stärkeren Zuwachs bei den Erzeugerpreisen als erwartet bekannt, bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise erhöhten sich die Preise in der Kernrate allerdings nur um 0,1 Prozent, was unter dem erwarteten Anstieg von 0,2 Prozent lag. Daneben verkündete das Handelsministerium einen stärker als prognostizierten Rückgang bei den erteilten Baugenehmigungen, was die Stimmung aber nicht eintrübt. Der auf neue Rekordhöhen gestiegene Ölpreis belastet ebenso wenig die Stimmung.

Johnson & Johnson legen leicht zu, nachdem der Konsumgüter- und Gesundheitskonzern einen stärker als prognostizierten Gewinnsprung für das erste Quartal präsentierte. Im Fokus der Anleger steht des Weiteren Merrill Lynch. Die Investmentbank musste im abgelaufenen Quartal aufgrund von Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte die Erwartungen des Marktes aber dennoch übertreffen. In der Folge rückt der Titel um ein halbes Prozent vor.

Einen satten Kurssprung von über 8 Prozent verzeichnen Papiere des Zeitarbeits-Spezialisten Manpower, nachdem dieser bekannt gab, im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht zu haben. Die Papiere von Boston Scientific legen derzeit 1,4 Prozent zu. Zwar erlitt der Medizintechnikkonzern im vergangenen Jahresviertel einen Gewinnrückgang, konnte die Schätzungen der Analysten aber dennoch übertreffen. Dagegen verlieren Papiere von NVIDIA nach einer Abstufung durch Friedman Billings rund 3,6 Prozent.

Der Dow Jones notiert im New Yorker Mittagshandel mit einem Plus von 1,21 Prozent bei 11.207,9 Punkten. Der Technologieindex NASDAQ Composite gewinnt aktuell 1,41 Zähler auf 2.343,8 Zähler.

Der Konsumgüter- und Gesundheitskonzern Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) konnte Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal 2006 verbessern. Wie das Unternehmen heute verkündete, kletterten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,2 Prozent auf 13,0 Mrd. Dollar. Sie wurden dabei von Wechselkurseffekten mit 2,3 Prozent belastet. Zudem legte der Nettogewinn von 2,84 Mrd. Dollar oder 94 Cents je Aktie auf nun 3,3 Mrd. Dollar bzw. 1,10 Dollar pro Aktie zu. Bereinigt um Sondereffekte betrug der Gewinn 99 Cents pro Anteilschein, während Analysten durchschnittlich nur ein EPS von 98 Cents erwartet hatten. Für das laufende zweite Quartal 2006 rechnen Analysten mit einem Gewinn pro Aktie von 97 Cents sowie Umsatzerlösen in Höhe von 13,35 Mrd. Dollar.

Die Investmentbank Merrill Lynch & Co. Inc. (ISIN US5901881087/ WKN 852935) musste im ersten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen in Zusammenhang mit einer Umstellung der Bilanzierungsstandards für Mitarbeiteroptionen sowie aktienbasierten Pensionsprogrammen einen Gewinnrückgang ausweisen. Wie der Finanzkonzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 475 Mio. Dollar bzw. 44 Cents je Aktie. Bereinigt um Sonderbelastungen in Höhe von 1,2 Mrd. Dollar nach Steuern lag der Gewinn bei 1,65 Dollar je Aktie, nach 1,21 Mrd. Dollar bzw. einem EPS von 1,21 Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich aufgrund starker Zuwachsraten im Bereich Investmentbanking sowie im Privatkundengeschäft deutlich von 6,23 Mrd. Dollar auf 7,96 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 32 Cents sowie einen Umsatz von 7,33 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Marktprognosen bei einem EPS von 1,50 Dollar sowie Umsatzerlösen in Höhe von 7,25 Mrd. Dollar.

Die Zeitarbeits-Spezialist Manpower Inc. (ISIN US56418H1005/ WKN 881964) verbuchte im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg. Wie der weltweit zweitgrößte Anbieter in diesem Bereich heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 52,6 Mio. Dollar bzw. 59 Cents je Aktie, nach 32,2 Mio. Dollar bzw. 35 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 3,76 Mrd. Dollar auf 3,93 Mrd. Dollar. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatte die starke operative Entwicklung in den USA, Japan, Italien und Deutschland, teilte Manpower weiter mit. Analysten hatten zuvor ein EPS von 38 Cents sowie einen Umsatz von 3,87 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 76 Cents sowie einem Umsatz von 4,24 Mrd. Dollar.

Der amerikanische Wohnbaukonzern D.R. Horton Inc. (ISIN US23331A1097/ WKN 884312) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund der anhaltend starken Baunachfrage einen Gewinnanstieg. Wie der größte amerikanische Wohnungsbaukonzern am Dienstag erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 352,8 Mio. Dollar bzw. 1,11 Dollar je Aktie, nach 294,0 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Konzernumsatz verzeichnete D.R. Horton aufgrund der gestiegenen Zahl fertig gestellter Wohnhäuser einen Anstieg von 2,9 Mrd. Dollar auf 3,6 Mrd. Dollar. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 12.570 Wohnungen übergeben, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (10.601 Wohnungen) einem Anstieg von 19 Prozent entspricht. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,11 Dollar sowie Umsatzerlöse von 3,42 Mrd. Dollar erwartet. Angesichts des Auftragsbestands von 7,1 Mrd. Dollar geht D.R. Horton für das Gesamtjahr weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. So erwartet der Konzern Umsatzerlöse von mehr als 15,5 Mrd. Dollar sowie ein EPS im Bereich von 5,25 bis 5,35 Dollar. Analysten erwarten für das Gesamtjahr ein EPS von 5,38 Dollar sowie einen Umsatz von 15,9 Mrd. Dollar.

Der US-Medizintechnikkonzern Boston Scientific Corp. (ISIN US1011371077/ WKN 884113), der zurzeit die Guidant Inc. (ISIN US4016981056/ WKN 893513) übernimmt, meldete heute, dass er einen leichten Gewinnrückgang verbuchen musste. Der Nettogewinn belief sich auf 332 Mio. Dollar bzw. 40 Cents pro Aktie, nach 358 Mio. Dollar bzw. 42 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 46 Cents pro Aktie. Der Umsatz erreichte mit 1,62 Mrd. Dollar das Vorjahresniveau. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 45 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 1,60 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal prognostizieren sie ein EPS von 46 Cents bei Erlösen von 1,61 Mrd. Dollar.

Der Einzelhandelskonzern SUPERVALU Inc. (ISIN US8685361037/ WKN 856456) musste im vierten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Schlussquartal bei 6 Mio. Dollar bzw. 4 Cents je Aktie, nach 92,9 Mio. Dollar bzw. 69 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis beinhaltet dabei Sonderbelastungen in Höhe von 51 Cents je Aktie in Zusammenhang mit dem Verkauf einiger Niederlassungen. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 4,59 Mrd. Dollar auf 4,64 Mrd. Dollar. Analysten waren zuvor von einem EPS von 56 Cents sowie einem Umsatz von 4,69 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal gehen Marktbeobachter von einem EPS von 68 Cents sowie einem Umsatz von 6,07 Mrd. Dollar aus.

Die Target Corp. (ISIN US87612E1064/ WKN 856243), der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, meldete am Dienstag, dass sie für den Berichtszeitraum April mit einem Wachstum der vergleichbaren Umsätze von 10 Prozent rechnet. Der vergleichsweise starke Zuwachs wird mit dem Osterfest begründet.
Zuletzt hatte der Konzern ein Plus bei den so genannten Same-Store Sales von 9 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt. Für die Doppel-Berichtsperiode März/April geht Target indes von einer Steigerung der vergleichbaren Umsätze von 5 Prozent aus.

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Merrill LynchCo 8,9 -13,4%
Manpower 22,6 -7,6%
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Boston Scientific 4,6 -3,8%
Guidant
SUPERVALU 8,6 -6,8%
Target 23,1 -12,0%

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