18.08.2006 19:29
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Wall Street Update: Dow Jones erholt sich, Dell belastet NASDAQ

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Aktienmärkte präsentieren sich am Freitagmittag New Yorker Zeit mit uneinheitlichen Tendenzen. Belastet von einem überraschend schwach ausgefallenen Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan rauschte die Wall Street kurz nach Handelsbeginn deutlich ins Minus. Im Handelsverlauf erholten sich die Märkte jedoch wieder. Negative Nachrichten bei Dell sorgen für Abschläge im Technologiesektor.

Der Dow Jones gewinnt aktuell 0,07 Prozent auf 11.342,73 Punkte, der S&P 500 legt 0,05 Prozent auf 1.298,07 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet aktuell dagegen ein Minus von 0,29 Prozent auf 2.151,30 Punkte.

Im Technologiesektor steht der PC-Hersteller Dell im Fokus. Der Konzern erlitt im vergangenen Quartal wie erwartet einen drastischen Gewinneinbruch, darüber hinaus teilte das Unternehmen mit, im Visier der Börsenaufsicht zu stehen. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 502 Mio. Dollar bzw. 22 Cents je Aktie, nach 1,02 Mrd. Dollar bzw. 41 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Auslöser waren hier starke Preissenkungen. Die Anleger reagieren äußerst verschnupft auf die Nachrichtenlage und schicken die Aktie um 6,2 Prozent in den Keller.

Ebenfalls nach Zahlen bröckeln Anteilsscheine des Softwarekonzerns Autodesk um über 4 Prozent ab. Zwar konnte der Hersteller der AutoCAD-Software beim Umsatz die Erwartungen übertreffen. Zum Gewinn machte das Unternehmen jedoch noch keine Angaben. Autodesk gab an, dass man zunächst die Vergabe von Aktienoptionen überprüfen werde.

Im Handelssektor sorgen heute die Zahlen von Gap für Enttäuschung. Der US-Bekleidungshändler musste für das zweite Quartal erneut einen Gewinneinbruch vermelden. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 128 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie, nach 272 Mio. Dollar bzw. 30 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Als Grund für den Einbruch gab Gap neben Abschreibungen hohe Marketingkosten an. Außerdem waren die Umsätze in den heißen Sommermonaten rückläufig. Die Aktie verliert derzeit über 4 Prozent.

Der Speicherspezialist Brocade Communications Systems Inc. (ISIN US1116211087/ WKN 922590) erzielte im dritten Quartal wieder einen Gewinn, nachdem man im Vorjahr noch einen Verlust verbucht hatte. Wie der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 24,5 Mio. Dollar bzw. 9 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 7,2 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 54 Prozent von 122,3 auf 188,9 Mio. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld ein Ergebnis von 9 Cents je Aktie sowie Erlöse in Höhe von 180,35 Mio. Dollar prognostiziert. Für das laufende Quartal gehen sie von einem EPS von 8 Cents sowie einem Umsatz von 188,87 Mio. Dollar aus.

Die US-Bekleidungskette AnnTaylor Stores Corp. (ISIN US0361151030/ WKN 881771) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund stark ausgefallener Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg und konnte dabei die Analystenprognosen übertreffen. Wie der Konzern heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 43,2 Mio. Dollar bzw. 59 Cents je Aktie, nach 7,1 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis beinhaltet dabei Sonderbelastungen in Höhe von 2 Cents je Aktie in Zusammenhang mit der Neubilanzierung von Aufwendungen für Aktienoptionen. Der Konzernumsatz kletterte von 508,7 Mio. Dollar auf 610,0 Mio. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 45 Cents sowie einen Umsatz von 606 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenerwartungen bei einem EPS von 51 Cents sowie einem Umsatz von 575 Mio. Dollar. AnnTaylor hob angesichts der positiven Ergebnisentwicklung die Jahresprognose auf einen Gewinn je Aktie im Bereich von 2,05 bis 2,10 Dollar an. Analysten gehen für das Gesamtjahr von einem EPS im Bereich von 1,96 Dollar aus.

Der amerikanische Automobilkonzern Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) will Presseangaben zufolge sein Restrukturierungsprogramm weiter verschärfen. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf einen Bericht des "Wall Street Journal" schreibt, plant der Automobilkonzern, seine Gehaltskosten um weitere 10 bis 30 Prozent zu senken. Konzernchef Bill Ford steht dabei angesichts eines Verlusts von 254 Mio. Dollar sowie schlechter als geplant ausgefallener Automobilabsatzzahlen in den USA unter Druck. Ford hatte im Januar im Rahmen des Plans angekündigt, dass 30.000 nordamerikanische Stellen gestrichen und bis 2012 insgesamt 14 Fabriken geschlossen werden sollten. Das Unternehmen wollte im Rahmen des Restrukturierungsplans 2007 und 2008 vier Fabriken schließen. Nun will Ford den Angaben zufolge die Schließung weiterer Fabriken prüfen. Ford prüft in Zusammenhang mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen noch weitere Einsparmöglichkeiten in den Bereichen Werbung, Marketing und bei den Produktplänen. (18.08.2006/ac/n/m)

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Dell 8,0 +1,8%
Brocade Communications Systems
Autodesk 11,8 -10,0%
Gap 9,6 -4,4%
AnnTaylor Stores 3,1 -7,8%
Ford Motor 2,2 +16,9%

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