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Wall Street Update: Einzelhandelsumsätze und Automobilabsatzzahlen im Fokus
Der Dow Jones gewinnt aktuell 0,27 Prozent auf 11.198,73 Punkte, der S&P 500 legt 0,52 Prozent auf 1.276,72 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet aktuell ein Plus von 0,70 Prozent auf 2.194,23 Punkte.
Einen drastischen Kursrutsch von über 17 Prozent erleiden die Anteilsscheine von Novell, obwohl der Software-Hersteller Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen ablieferte. Demnach belief sich der Nettogewinn im zweiten Fiskalquartal 2005/06 auf 3,3 Mio. Dollar bzw. 1 Cent je Aktie, nach einem Verlust von 15,6 Mio. Dollar bzw. 4 Cents je Aktie im Vorjahr. Bereinigt um Einmal-Effekte belief sich das EPS auf 3 Cents, nach 1 Cent im Vorjahr.
Daneben büßen Papiere des Server- und Software-Herstellers Sun Microsystems, der den Abbau von 4.000 bis 5.000 Stellen ankündigte, fast 5 Prozent ein. Sun will damit nachhaltig in die Gewinnzone zurück kehren. Der Konzern, dessen Umsatz sich bereits seit vier Jahren in Folge rückläufig entwickelt, wird seine Belegschaft demnach in den nächsten sechs Monaten um 11 bis 13 Prozent reduzieren. Die Kosten, die sich in diesem Zusammenhang auf die nächsten Quartale verteilen, belaufen sich auf 340 bis 500 Mio. Dollar.
Papiere von Heinz rücken im Mittagshandel um ein knappes Prozent vor. Der Ketchup-Hersteller musste im vierten Quartal zwar einen Gewinnrückgang hinnehmen, konnte die Erwartungen des Marktes aber dennoch deutlich schlagen. Wie der Konzern erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 167,9 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie, nach 206,5 Mio. Dollar bzw. 59 Cents je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum.
Die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) veröffentlichte heute die US-Absatzzahlen für den Monat Mai. Dabei musste der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA einen leichten Absatzrückgang hinnehmen. So sank die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 1,9 Prozent auf 278.546 Einheiten. Der Absatz von Pkw stieg dabei um 6,4 Prozent, während der Absatz von Nutzfahrzeugen um 6,6 Prozent zurückging.
Die größte US-Kaufhauskette Federated Department Stores Inc. (ISIN US31410H1014/ WKN 883742) gab heute die Same-Store Sales für den Monat Mai bekannt. Wie die Mutter von Macy's and Bloomingdale's erklärte, stiegen die vergleichbaren Umsätze im Mai um 9,2 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen. Die gesamten Umsätze stiegen um 70,2 Prozent auf 2,03 Mrd. Dollar, was mit der Übernahme der May Department Stores im vergangenen Jahr zusammenhängt.
Der Einzelhandelskonzern Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853) konnte im Mai einen leichten Anstieg der vergleichbaren Umsatzerlöse vorweisen. Wie der weltweit größte Einzelhandelskonzern heute erklärte, verbesserten sich die Umsatzerlöse im Berichtsmonat bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent. Der Gesamtumsatz kletterte im Vorjahresvergleich um 12,2 Prozent auf 26,29 Mrd. Dollar. Für den laufenden Monat Juni geht Wal-Mart von einem Anstieg der vergleichbaren Filialumsätze im Bereich von 1 bis 3 Prozent aus.
Der Netzwerkausrüster Ciena Corp. (ISIN US1717791016/ WKN 905348) meldete heute, dass er seinen Verlust im zweiten Quartal fast vollständig eliminieren konnte, was mit einer starken Nachfrage nach seinen Produkten zusammenhängt. Der Nettoverlust betrug nur noch 1,9 Mio. Dollar bzw. 0 Cents pro Aktie, im Vergleich zu einem Fehlbetrag von 74,8 Mio. Dollar bzw. 13 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde ein Gewinn von 1 Cent pro Aktie erzielt. Der Umsatz legte um 26,3 Prozent auf 131,1 Mio. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 1 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 129,1 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie einen Break-Even beim EPS-Ergebnis sowie Erlöse von 137,6 Mio. Dollar in Aussicht.
Die Alcoa Inc. (ISIN US0138171014/ WKN 850206), der weltweit größte Aluminiumkonzern, meldete am Mittwoch, dass sie mit der Gewerkschaft United Steelworkers of America eine vorläufige Einigung bezüglich neuer Arbeitsverträge erzielt hat. Demnach wurde für 9.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter an 15 Standorten ein neuer Arbeitsvertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren vereinbart, womit ein Streik verhindert werden konnte. Der Vertrag muss jedoch noch von den Gewerkschaftsmitgliedern ratifiziert werden. Die 15 Standorte befinden sich in den US-Bundesstaaten Arkansas, Indiana, Iowa, Kentucky, New York, North Carolina, Virginia, Tennessee, Texas und Washington. In den USA sind 20 Prozent der Alcoa-Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert. Weltweit sind es jedoch nur 7 Prozent der Gesamtbelegschaft von 129.000 Mitarbeitern.
Der Call Center-Betreiber West Corp. (ISIN US9523551052/ WKN 903970) gab am Mittwoch bekannt, dass sie der Übernahme durch eine Investorengruppe unter der Führung der Private Equity-Firmen Thomas H. Lee Partners und Quadrangle Group LLC für rund 3,34 Mrd. Dollar zugestimmt hat. Den Angaben zufolge erhalten die Aktionäre, mit Ausnahme der Gründer Gary und Mary West, im Rahmen der Transaktion 48,75 Dollar in bar für jeden ihrer Anteilsscheine. Dies entspricht einer Prämie von 13 Prozent auf den Schlusskurs der West-Aktie vom Dienstag. Die West-Gründer, deren Unternehmensbeteiligung sich auf 56 Prozent beläuft, haben sich bereit erklärt, 85 Prozent ihrer Anteile gegen 42,83 Dollar pro Aktie in bar zu tauschen, während die restlichen Anteile in Aktien des neuen Unternehmens umgewandelt werden sollen.
| 27.11.2008 | Wal-Mart weiter kaufenswert | Der Aktionär | |
| 27.11.2008 | Wal-Mart ein Gewinner der Krise | Focus Money | |
| 25.11.2008 | Wal-Mart Stores outperform | William Blair | |
| 24.11.2008 | Wal-Mart kaufen | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 19.11.2008 | Wal-Mart relative Outperformance | DaxVestor |
Aktien in diesem Artikel
| Wal-Mart | 42,3 | -1,2% | |
| Federated Department Stores | |||
| Ford Motor | 2,2 | +17,5% | |
| Sun Microsystems | |||
| HJ Heinz | 28,7 | -6,2% | |
| Alcoa | 7,6 | -1,7% | |
| Novell | 3,2 | -5,3% | |
| West | |||
| CIENA | 5,1 | -1,9% |
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Aktuelle News
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