03.08.2006 19:27
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Wall Street Update: Freundlicher Mittagshandel

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Märkte können sich am Donnerstagmittag New Yorker Zeit ins Plus retten. Zuvor war die Wall Street angesichts schwächerer Quartalszahlen mit schwachen Auftakt in den vorletzten Handelstag gestartet. Vorbörslich teilte das Arbeitsministerium mit, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 14.000 auf 315.000 gestiegen ist, während Volkswirte lediglich einen Anstieg auf 308.000 Erstanträge erwartet hatten. Zudem fiel der ISM-Service-Index erneut stärker als erwartet auf 54,8 Punkte.

Der Dow Jones gewinnt aktuell 0,46 Prozent auf 11.251,56 Punkte, der S&P 500 legt 0,13 Prozent auf 1.280,18 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet aktuell ein Plus von 0,48 Prozent auf 2.088,87 Punkte.

Ford-Aktien verlieren derzeit 1,4 Prozent. Am Vorabend gab der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA bekannt, dass er sein kürzlich gemeldetes Ergebnis im zweiten Quartal korrigieren muss. Aufgrund höher als erwarteter Pensionskosten wurde der Nettoverlust nun auf mehr als das Doppelte angepasst.

Wesentlich härter trifft es die Papiere des Mobilfunkbetreibers Sprint Nextel, der im vergangenen Quartal einen Gewinnrückgang verbuchen musste und die Erwartungen verfehlte. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 370 Mio. Dollar bzw. 12 Cents pro Aktie, nach 600 Mio. Dollar bzw. 40 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn aus dem laufenden Geschäft bei 32 Cents (Vorjahr: 30 Cents) pro Aktie. Zwar kündigte der Konzern daneben ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 6 Mrd. Dollar an, dennoch bricht der Titel aktuell um über 15 Prozent ein.

Die Kaffeehauskette Starbucks gewährte ebenfalls einen Blick in ihre Bücher und konnte die Gewinnerwartungen übertreffen. Der Nettogewinn stieg demnach von 125,5 Dollar bzw. 16 Cents je Aktie auf 145,0 Dollar bzw. 18 Cents je Aktie. Enttäuscht zeigen sich die Anleger jedoch über die gemeldeten Umsatzerlöse für den Monat Juli, infolge dessen knickt der Wert derzeit um fast 8 Prozent ein.

Im Technologiesektor sorgt eine Übernahme für Bewegung. Nachdem der Computerkonzern IBM die Übernahme von MRO Software für 740 Mio. Dollar ankündigte, schießen Papiere des Softwareunternehmens um fast 18 Prozent in die Höhe. IBM-Papiere legen hingegen nur leicht zu.

Die Einzelhandelskonzerne Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853) und Target Corp. (ISIN US87612E1064/ WKN 856243) gaben heute jeweils eine Steigerung der vergleichbare Umsätze im Juli bekannt. Der weltgrößte Einzelhandelskonzern konnte die so genannten Same-Store Sales um 2,4 Prozent steigern. Analysten waren hier von einem Plus von 2,2 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz in den vier Wochen zum 28. Juli kletterte um 12,5 Prozent auf 25,66 Mrd. Dollar. Für August rechnet der Konzern mit einem Wachstum der Same-Store Sales um 1 bis 3 Prozent. Target, der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, steigerte seine vergleichbaren Umsätze im letzten Monat um 3,1 Prozent und damit am unteren Ende der eigenen, gesenkten Planung (3 bis 4 Prozent). Zuvor hatten Analysten mit einem Wachstum von 3,8 Prozent gerechnet. Der Gesamtumsatz in den vier Wochen zum 29. Juli erhöhte sich um 9,6 Prozent auf 3,94 Mrd. Dollar. Im August sollen die vergleichbaren Umsätze laut Target um 2 bis 4 Prozent zulegen.

Die Warner Music Group Corp. (ISIN US9345501046/ WKN A0EAC8), die weltweit viertgrößte Plattenfirma nach UMG, Sony BMG und EMI, gab am Donnerstag bekannt, dass sie ihren Verlust im dritten Quartal drastisch reduzieren konnte, was auf starke Umsatzzuwächse zurückzuführen ist. Der Nettoverlust belief sich auf 14 Mio. Dollar bzw. 10 Cents pro Aktie, gegenüber einem Fehlbetrag von 179 Mio. Dollar bzw. 1,41 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich von 742 Mio. Dollar auf 822 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 19 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 784,2 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal prognostizieren sie ein EPS von 1 Cent bei Erlösen von 916,5 Mio. Dollar.

Die Prudential Financial Inc. (ISIN US7443201022/ WKN 764959) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2006 veröffentlicht. Dabei musste der zweitgrößte US-Lebensversicherer einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen, was mit realisierten Verlusten aus Investments zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 424 Mio. Dollar bzw. 0,89 Dollar je Aktie, nach 754 Mio. Dollar bzw. 1,48 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt belief sich das EPS auf 1,40 Dollar. Die Analysten hatten im Vorfeld ein Ergebnis von 1,44 Dollar je Aktie erwartet. Für das derzeit laufende dritte Quartal 2006 erwarten die Analysten ein Ergebnis von 1,49 Dollar je Aktie.

Der Pharmagroßhändler Cardinal Health Inc. (ISIN US14149Y1082/ WKN 880206) gab heute bekannt, dass er im vierten Quartal einen Gewinnzuwachs von 25 Prozent verbuchen konnte, was auf geringere Steuern und höhere Umsätze zurückzuführen ist. Der Nettogewinn lag bei 321 Mio. Dollar bzw. 76 Cents pro Aktie, nach 257,7 Mio. Dollar bzw. 60 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft vor Einmaleffekten betrug 87 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 12 Prozent auf 21,71 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 87 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 20,93 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS von 79 Cents und Erlöse von 21,03 Mrd. Dollar in Aussicht. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2007 bestätigte der Konzern seine EPS-Schätzung von 3,50 bis 3,70 Dollar vor Einmaleffekten, während die durchschnittliche Markterwartung hier bei 3,66 Dollar liegt. Darüber hinaus hat der Konzern sein Aktienrückkauf-Programm um 1,5 Mrd. Dollar auf 2 Mrd. Dollar aufgestockt. Abgeschlossen werden soll das neue Programm in den nächsten zwei Jahren. (03.08.2006/ac/n/m)

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Warner Music Group 2,0 -9,8%
IBM 62,3 -0,1%
Wal-Mart 42,3 -1,2%
Target 23,1 -12,0%
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