Anadarko Petroleum Aktie [WKN: 871766 / ISIN: US0325111070]

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23.06.2006 19:19
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Wall Street Update: Freundlicher Mittagshandel, Anadarko im Fokus

Westerburg, 23. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen melden am Freitagmittag New Yorker Zeit wieder Zugewinne. Nachdem die Wall Street bereits gestern zu Handelsschluss Verluste als Folge von Gewinnmitnahmen hinnehmen musste, verbuchte sie auch zum Auftakt am letzten Handelstag dieser Woche rote Vorzeichen. Da es mit Ausnahme der gestern nach Börsenschluss veröffentlichten Oracle-Ergebnisse keine wichtigen Quartalszahlen zu vermelden gibt, konzentrieren sich die Börsianer vor allem auf die Wirtschaftsdaten und die sonstigen Unternehmensmeldungen. Auf der Konjunkturseite stand vorbörslich nur der Auftragseingang auf der Agenda, der die Märkte belastet. Wie das US-Handelsministerium erklärte, wurde für Mai 2006 erneut ein Rückgang beim Auftragseingang langlebiger Güter verzeichnet, während Volkswirte einen Zuwachs erwartet hatten. Der Ölpreis tendiert trotz leichter Abschläge weiterhin über 70 Dollar pro Barrel.

Der Dow Jones gewinnt aktuell 0,36 Prozent auf 11.058,57 Punkte, der S&P 500 legt 0,43 Prozent auf 1.250,93 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet aktuell ein Plus von 0,55 Prozent auf 2.134,58 Punkte.

Schlagzeilen machte heute der Öl- und Gasproduzent Anadarko mit gleich zwei milliardenschweren Übernahmen. Demnach hat man beschlossen, sich für insgesamt über 21 Mrd. Dollar sowohl Kerr-McGee als auch Western Gas Resources einzuverleiben. Während es für Anadarko mehr als 7 Prozent abwärts geht, können Papiere von Kerr-McGee 36 Prozent und Anteilsscheine von Western Gas Resources 46 Prozent zulegen.

Ansonsten konnte der Software-Konzern Oracle gestern nachbörslich einen Gewinnsprung verzeichnen und die Erwartungen übertreffen. So erzielte man im vierten Fiskalquartal einen Nettogewinn von 1,3 Mrd. Dollar bzw. 24 Cents je Aktie, nach 1,02 Mrd. Dollar bzw. 20 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Aktie legt derzeit fast 5 Prozent zu.

Bei Goldman Sachs geht es dagegen kaum aufwärts. Ein Konsortium unter der Führung der US-Investmentbank gab heute die Übernahme von Associated British Ports (AB Ports), dem größten Hafenbetreiber in Großbritannien, bekannt. Die Transaktion hat dabei ein Volumen von knapp 2,8 Mrd. Britischen Pfund.

Die größte US-Kaufhauskette Federated Department Stores Inc. (ISIN US31410H1014/ WKN 883742) gab am Donnerstag bekannt, dass sie ihre Kette Lord & Taylor für knapp 1,2 Mrd. Dollar in bar verkaufen wird. Käufer ist die NRDC Equity Partners LLC, eine Partnerschaft der Private Equity-Gesellschaft Apollo Real Estate Advisors L.P. und der National Realty & Development Corp. (NRDC), eines Entwicklers von Einkaufszentren. Die Transaktion wird voraussichtlich im dritten Quartal abgeschlossen. Lord & Taylor soll den Angaben zufolge weiterhin als Modehändler operieren und von Jane Elfers (President und CEO) und ihrem Team geleitet werden. Die Transaktion umfasst den Verkauf von 48 Lord & Taylor-Geschäften, einschließlich der Fifth Avenue-Niederlassung in Manhattan, sowie ein Vertriebszentrum in Wilkes-Barre (Pennsylvania).

Der Technologiekonzern und Speicherspezialist EMC Corp. (ISIN US2686481027/ WKN 872526) meldete heute, dass er bis 2010 weitere 500 Mio. Dollar in China investieren wird. Im Rahmen der Investitionen ist im nächsten Monat die Errichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Shanghai geplant, so der Chairman und CEO Joe Tucci. Die Niederlassung soll bis Jahresende 100 Mitarbeiter beschäftigen, bis Ende 2008 sollen es 500 sein. Anfang der Woche hatte der US-Konzern angekündigt, seine Investitionen in Indien um zusätzliche 250 Mio. Dollar auf 500 Mio. Dollar bis 2010 zu verdoppeln.

Die Alcoa Inc. (ISIN US0138171014/ WKN 850206), der weltweit größte Aluminiumkonzern, meldete heute, dass die Mitglieder der Gewerkschaft United Steelworkers of America die neuen Arbeitsverträge ratifiziert haben. Demnach haben 9.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter an 15 Standorten für die neuen Arbeitsverträge mit einer Laufzeit von vier Jahren gestimmt, womit ein Streik nun endgültig verhindert werden konnte. Bereits Anfang des Monats war eine vorläufige Einigung erzielt worden. Aloca erwartet im Zusammenhang mit den neuen Verträgen, die jährliche Gehaltserhöhungen und von Mitarbeitern zu entrichtende Gesundheitsprämien vorsehen, eine Sonderbelastung in Höhe von 4 Cents pro Aktie, die im zweiten Quartal verbucht werden soll.

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