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Wall Street Update: Kräftige Abschläge, Amazon und Ford im Fokus
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 19. Juli 2008 deutlich verschlechtert. So kletterte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 34.000 auf 406.000, während Volkswirte im Vorfeld nur einen Zuwachs auf 380.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 366.000 auf 372.000 nach oben korrigiert.
Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Eigenheime ist im Juni 2008 stärker als erwartet geschrumpft. So verringerte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 2,6 Prozent auf 4,86 Millionen. Volkswirte hatten mit einem geringeren Rückgang auf 4,95 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Mai auf 4,99 Millionen belaufen hatte.
Der Dow Jones verliert derzeit 1,35 Prozent auf 11.475,81 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 1,19 Prozent auf 1.266,94 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 0,98 Prozent auf 2.303,15 Punkte.
Die Aktie von Amazon legt im Mittagshandel knapp 15 Prozent zu. Wie der weltweit größte Online-Einzelhändler am Vorabend erklärte, konnte er seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal dank deutlich verbesserter Erlöse mehr als verdoppeln und damit die Erwartungen übertreffen.
Papiere von 3M legen 2,5 Prozent zu. Der Mischkonzern hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal leicht gesteigert und seinen Ausblick bekräftigt. Außerdem wurden die Erwartungen des Marktes geschlagen.
Abschläge von mehr als einem Prozent sind dagegen bei Dow Chemical auszumachen. Zuvor wurde bekannt, dass der Chemiekonzern im abgelaufenen zweiten Quartal weniger als von Analysten erwartet verdient hat.
Bristol-Myers Squibb tendieren wiederum 2 Prozent fester, nachdem der Pharmakonzern heute Zahlen auf den Tisch gelegt hat, die keine großen Überraschungen bargen.
Der Pharmakonzern Eli Lilly konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 44 Prozent steigern, was das Ergebnis eines soliden Umsatzwachstums ist. Die Jahresprognose wurde indes nach unten korrigiert. Dennoch legt der Titel 0,6 Prozent zu.
Ford knicken mehr als 11 Prozent ein. Der Automobilhersteller meldete heute, dass er im zweiten Quartal angesichts hoher Sonderbelastungen einen Verlust von fast 9 Mrd. Dollar erwirtschaftet hat. Dabei fiel auch der Verlust aus dem laufenden Geschäft vor Einmaleffekten höher als von Analysten befürchtet aus. Titel des Branchenkollegen GM verlieren annähernd 8 Prozent.
Im Finanzsektor stehen Sallie Mae im Blick. Der größte US-Anbieter von Studentendarlehen musste im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um 72 Prozent verbuchen. Der Wert gibt 10 Prozent ab. (24.07.2008/ac/n/m)
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