11.01.2008 19:24
Drucken |

Schrift:

Wall Street Update: Kräftige Abschläge, Finanzwerte deutlich im Minus

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Freitagmittag New Yorker Zeit mit kräftigen Abschlägen. Dabei belasten weiterhin Sorgen um eine Ausweitung der Subprime-Krise. Wie das Handelsministerium vorbörslich mitteilte, nahm das Handelsbilanzdefizit im November um 9,3 Prozent auf 63,1 Mrd. Dollar zu und damit stärker als im Vorfeld von Volkswirten erwartet.

Der Dow Jones verliert derzeit 1,19 Prozent auf 12.700,68 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,59 Prozent auf 1.411,94 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 1,09 Prozent auf 2.461,45 Punkte.

Die Blicke richten sich insbesondere auf den Finanzsektor. Die Bank of America kündigte heute an, den angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial für rund 4 Mrd. Dollar in Aktien zu übernehmen. Angesichts eines entsprechenden Presseberichts konnte die Aktie von Countrywide aber bereits am Vortag deutlich zulegen, so dass es hier heute wieder um mehr als 14 Prozent in die Tiefe geht. Titel der Bank of America geben 0,4 Prozent ab.

Daneben sticht das Papier von American Express negativ hervor. Aufgrund geringerer Ausgaben der Kreditkarteninhaber und steigender Zahlungsausfälle rechnet der Kreditkartenanbieter mit einer Sonderbelastungen in Höhe von 440 Mio. Dollar vor Steuern für das vierte Quartal. Der Titel sackt daraufhin um rund 10 Prozent ab.

Anteilsscheine von Merrill Lynch verbessern sich gegen den Trend um fast 6 Prozent, obwohl der Investmentbank einem Bericht der "New York Times" zufolge in Zusammenhang mit der Subprime-Krise ein Verlust in Höhe von 15 Mrd. Dollar droht.

Außerhalb des Finanzsektors verlieren Best Buy fast 5 Prozent. Der größte US-Elektronikhändler verbuchte im Dezember einen deutlichen Umsatzanstieg. Die Same Store-Sales stiegen im 1,5 Prozent.

Regis, der weltweit größte Betreiber von Friseursalons, verbuchte im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg. Der Konzern erwartet, dass das Ergebnis im Berichtszeitraum trotz eines positiven Einmaleffekts am unteren Ende der eigenen Prognose von 51 bis 57 Cents je Aktie liegen wird. Daher verliert der Titel mehr als 5 Prozent.

Die Juwelierkette Tiffany & Co. verbuchte im Zeitraum von Anfang November bis Ende Dezember 2007 einen Umsatzanstieg. So verbesserte sich der Gesamtumsatz um 8 Prozent auf 867,2 Mio. Dollar. Dagegen sanken die vergleichbaren Umsatzerlöse bei Filialen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, um 2 Prozent. Angesichts einer leicht gesenkten Prognose verlieren die Titel derzeit mehr als 12 Prozent. (11.01.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Bank of America 20,9 -0,5%
Countrywide Financial 2,7
American Express 27,2 +1,4%
Merrill LynchCo 19,3 +5,2%
Best Buy 30,8 +2,7%
Regis 18,5 +3,4%
TiffanyCo 29,6 +7,5%
Wie beurteilen Sie Ihre aktuelle wirtschaftliche Situation?
Besser als vor einem Jahr
Schlechter als vor einem Jahr
Unverändert




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige