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Wall Street Update: Leichte Zugewinne, Chemiesektor im Fokus
Bernanke hat sich in einer Rede für schärfere Kontrollen der Behörden in Zusammenhang mit der aktuellen Finanzkrise ausgesprochen. Nach Ansicht des Fed-Chefs haben sich die derzeitigen Verwerfungen an den internationalen Kreditmärkten negativ auf die bisherigen Kontrollmechanismen an den Finanzmärkten sowie die Realwirtschaft ausgewirkt. Vor diesem Hintergrund forderte Bernanke eine Erweiterung der Befugnisse für die zuständigen Aufsichtsbehörden, wie etwa dem Kongress.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 5. Juli 2008 verbessert. So fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 58.000 auf 346.000, während Volkswirte im Vorfeld 395.000 Erstanträge prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 404.000 Erstanträgen bestätigt.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,37 Prozent auf 11.188,64 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 0,33 Prozent auf 1.248,73 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 0,80 Prozent auf 2.252,77 Punkte.
Hauptgesprächsthema ist eine milliardenschwere Übernahme im Chemiesektor. Wie der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical heute mitteilte, wird er seinen heimischen Konkurrenten Rohm and Haas für rund 15,3 Mrd. Dollar übernehmen. Einschließlich Verbindlichkeiten beläuft sich das Transaktionsvolumen auf 18,8 Mrd. Dollar. Die Aktie von Rohm and Haas reagiert mit einem Plus von 65 Prozent auf die Ankündigung, während Papiere von Dow Chemical knapp 4,5 Prozent verlieren.
Anteilsscheine von Wal-Mart geben ein halbes Prozent nach. Der Einzelhandelsriese hat seine Umsätze auf vergleichbarer Fläche im Juni deutlich gesteigert und im Anschluss seine Ergebnisprognose für das zweite Quartal angehoben.
Bei Boeing ist ein leichtes Plus auszumachen. Der Flugzeughersteller kündigte zuvor für das zweite Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von rund 250 Mio. Dollar an. Dennoch hält der Konzern an seiner Gesamtjahresprognose fest.
Die Aktie des Hotelkonzerns Marriott, dessen Gewinn im zweiten Quartal um 24 Prozent gesunken ist, gibt 6 Prozent ab. Der größte Hotelbetreiber in den USA führte den Gewinnrückgang auf schwächere wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den USA zurück.
Im Finanzsektor verlieren Wachovia fast 6 Prozent. Die Bankgesellschaft schockte ihre Anleger am Vorabend mit einer Ankündigung, wonach das Ergebnis im zweiten Quartal überraschend bei -2,6 bis -2,8 Mrd. Dollar liegen soll.
Titel von Fannie Mae und Freddie Mac sind ebenfalls einen Blick wert. Hier steht ein Bericht des "Wall Street Journal" im Blick, demzufolge die Bush-Administration derzeit darüber debattiert, was im Falle eines Scheiterns der beiden größten US-Hypothekenfinanzierer zu tun sei. Demnach geht die Regierung zwar nicht davon aus, dass dieser Fall eintritt, dennoch seien die Diskussionen angesichts der Finanzprobleme bei den beiden Unternehmen ernster geworden. Während Fannie Mae um knapp 12 Prozent einbrechen, geht es bei Freddie Mac um fast 23 Prozent nach unten. (10.07.2008/ac/n/m)
| 11.07.2008 | Dow Chemical hold | BB&T Capital Markets | |
| 18.03.2008 | Dow Chemical neues Kursziel | Lehman Brothers Inc. | |
| 16.05.2007 | Dow Chemical kaufen | Wertpapier | |
| 11.04.2007 | Dow Chemical verkaufen | Hamburger Sparkasse | |
| 12.12.2006 | Dow Chemical neutral | Banc of America Sec. |
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