15.02.2006 19:11
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Wall Street Update: US-Börsen uneinheitlich, Dow mit leichten Verlusten

Die vorbörslich veröffentlichten Konjunkturdaten fielen gemischt aus. So ist die Industrieproduktion im Januar überraschend zurückgegangen. Der Empire State Index stieg indes leicht an, wohingegen am Markt eine Abnahme erwartet wurde.

Im Vorfeld der Rede des neuen Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus hielten sich die Marktteilnehmer indes zurück. Die Rede fiel aber moderat aus. Der Nachfolger von "Mr Fed- Alan Greenspan" sagte demnach vor dem US-Kongress, dass man zwar keine weitere Zinserhöhung ausschließe, jedoch wolle er, Bernanke, am geldpolitischen Kurs Greenspans festhalten.Weitere Zinserhöhungen könnten wegen der Inflationsrisiken notwendig sein, da vor allem von den hohen Energiepreisen eine gewisse Gefahr für die Preisstabilität ausgehe. Laut Bernanke will die Fed zudem künftig ihre Geldpolitik stärker von neuen Konjunkturdaten abhängig machen, wie es bisher der Fall war.

Nach dieser Rede präsentieren sich die US-Börsen an der Wall Street uneinheitlich, wenngleich der Dow Jones die 11.000er Marke weiter hält und nur 0,08 Prozent auf 11.019 Punkte verliert. Die NASDAQ hingegen gewinnt 0,14 Prozent auf 2.265 Punkte hinzu.

Im Fokus der Anleger findet sich die Fusion der Investment Management-Sparte von Merrill Lynch mit dem Vermögensverwalter BlackRock, die heute vorbörslich offiziell verkündet wurde. Im Rahmen der Transaktion wird Merrill Lynch einen Anteil von 49,8 Prozent an der neu formierten Gesellschaft halten und über 45 Prozent der Stimmrechte verfügen. Die neue Gesellschaft wird weiterhin unter der Bezeichnung BlackRock firmieren.Die Anleger reagieren durchweg positiv auf die Meldung, so legen Aktien von BlackRock kräftig um 8 Prozent zu.

Das amerikanische Biotech-Unternehmen Genzyme Corp. (ISIN US3729171047/ WKN 871137) teilte heute mit, dass es im vierten Quartal einen Gewinn erzielt hat. Im Vorjahr war noch ein Verlust ausgewiesen worden, der jedoch die Folge einer hohen Sonderbelastung war. Der Nettogewinn belief sich auf 106,6 Mio. Dollar bzw. 39 Cents pro Aktie, gegenüber einem Fehlbetrag von 157,3 Mio. Dollar bzw. 68 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten nahm der Gewinn pro Aktie von 52 Cents auf 60 Cents zu. Der Umsatz kletterte um 23 Prozent auf 728,7 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 60 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 726 Mio. Dollar ausgegangen.

Die Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719), der zweitgrößte Pharmakonzern in den USA, erzielte einen Fortschritt mit seinem Medikament Januvia. Wie der Konzern heute bekannt gab, akzeptierte die US-Gesundheitsbehörde FDA seinen Antrag auf Marktzulassung (New Drug Application) für das experimentelle Arzneimittel. Das Präparat soll zur Behandlung von Patienten mit Type 2 Diabetes freigegeben werden. Das Unternehmen rechnet eigenen Angaben zufolge damit, dass die Food and Drug Administration bis Mitte Oktober über den Antrag entscheiden wird.

Der amerikanische Pharmagroßhändler Caremark Rx Inc. (ISIN US1417051034/ WKN 899118) konnte beim Ergebnis im vierten Quartal aufgrund positiver Einmaleffekte aus dem Verkauf einer Unternehmensbeteiligung sowie der starken operativen Entwicklung einen Anstieg vorweisen. Wie der Gesundheitsdienstleister heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 290,66 Mio. Dollar bzw. 64 Cents je Aktie, nachdem im Vorjahresquartal ein Nettogewinn von 205,08 Mio. Dollar bzw. 45 Cents ausgewiesen werden konnte. Ohne die Berücksichtigung restrukturierungsbedingter Einmaleffekte sowie einem Einmalerlös aus dem Verkauf einer Beteiligung lag der Gewinn je Aktie im Schlussquartal 2005 bei 55 Cents.

Aktien in diesem Artikel

Merrill LynchCo 20,0 -1,5%
Genzyme 46,8 +1,0%
MerckCo 23,8 -2,5%
Caremark Rx %
Ingram Micro 10,7 +0,5%
RealNetworks 4,0 +0,3%
Microsoft 16,7 +1,0%
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