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Wall Street: Verluste nach Ölpreisanstieg, Apple unter Druck
Im Technologiesektor verlieren Apple-Aktien 1,2 Prozent. Einem Pressebericht zufolge gibt es weitere Unregelmäßigkeiten in Bezug auf Aktienoptionen. Deutlich rote Vorzeichen prägen das Bild zudem bei Anteilsscheinen des Erdgasproduzenten und Pipeline-Betreibers El Paso, obwohl dieser besser als erwartete Quartalsergebnisse auf den Tisch legte.
Dagegen verzeichnen Papiere des Energieversorgers AES, der im zweiten Quartal deutlich mehr als erwartet verdiente, einen satten Kursanstieg von mehr als 11 Prozent. Etwas schwächer starteten hingegen Aktien der Drogeriemarktkette CVS in den Tag. Der Konzern verbuchte im Juli aufgrund der Akquisition von insgesamt 701 Filialen der Ketten Sav-On und Osco einen deutlichen Umsatzanstieg.
Der US-Computerhersteller Apple Computer Inc. (ISIN US0378331005/ WKN 865985), der neben dem Macintosh (Mac) das mobile Musikabspielgerät iPod anbietet, hat mehreren Top-Managern Aktienoptionen gewährt, die auf Zeitpunkte jeweils kurz vor deutlichen Kurssprüngen zwischen 1997 und 2001 datiert waren. Dies berichtet das "Wall Street Journal" heute. Der Zeitung zufolge hat der Konzern beispielsweise Anfang 2001 insgesamt acht Millionen split-bereinigte Optionen an vier damalige Top-Manager vergeben, wobei sich CEO Steve Jobs nicht unter den betreffenden Personen befand. Der Ausübungspreis der Optionen entsprach den Angaben zufolge dem Schlusskurs der Apple-Aktie vom 17. Januar 2001. Nach Handelsschluss an diesem Tag hatte Apple seine Quartalszahlen veröffentlicht, über die sich einige Analysten sehr erfreut gezeigt hatten. Am nächsten Tag stiegen die Apple-Aktien um 11 Prozent, womit die genannten Manager einen Buchgewinn von 7,5 Mio. Dollar verzeichnen konnten, so die Zeitung weiter.
Das US-Versicherungskonglomerat Berkshire Hathaway Inc. (ISIN US0846701086/ WKN 854075), gab heute bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 62 Prozent gestiegen ist, was mit höheren Versicherungsprämien und Investment-Einnahmen zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 2,35 Mrd. Dollar bzw. 1.522 Dollar pro Aktie, nach 1,45 Mrd. Dollar bzw. 941 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 1.331 Dollar pro Aktie. Der Umsatz nahm um 33 Prozent auf 24,19 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1.259 Dollar pro Aktie ausgegangen. Der Konzern verfügte Ende des Berichtszeitraums über Barmittel in Höhe von 42,07 Mrd. Dollar, im Vergleich zu 42,86 Mrd. Dollar zum Ende des ersten Quartals.
Die amerikanische Drogeriemarktkette CVS Corp. (ISIN US1266501006/ WKN 859034) verbuchte im Juli aufgrund der Akquisition von insgesamt 701 Filialen der Ketten Sav-On und Osco einen deutlichen Umsatzanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Gesamtumsatz im Berichtsmonat bei 3,4 Mrd. Dollar, was im Vergleich zur Vorjahresperiode (2,7 Mrd. Dollar) einem Plus von 27,5 Prozent entspricht. Die Umsätze bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, verbesserten sich im Berichtsmonat aufgrund der höheren Absatzzahlen bei Medikamenten um 9,5 Prozent.
er amerikanische Energieversorger AES Corp. (ISIN US00130H1059/ WKN 882177) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund höherer Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 169 Mio. Dollar bzw. 25 Cents je Aktie, nach 85 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft wurde auf 31 Cents je Anteilsschein beziffert, während der um Sondereffekte bereinigte Gewinn bei 29 Cents je Aktie gelegen hatte. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatten dabei höhere Absatzpreise für Energie sowie ein positiver Ergebnisbeitrag aus dem Segment Alternative Energien, wobei hier insbesondere der Bereich Windenergie hervorgehobnen wurde. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 2,6 Mrd. Dollar auf 3,0 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 17 Cents sowie einen Umsatz von 3,01 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr geht AES angesichts der starken Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr von einem bereinigten Gewinn in Höhe von 1,01 Dollar je Aktie aus, nachdem man zuvor ein EPS von 0,97 Dollar in Aussicht gestellt hatte. Analysten erwarten für das laufende Fiskaljahr ein EPS von 1,01 Dollar sowie einen Umsatz von 11,64 Mrd. Dollar, während Marktbeobachter für das laufende Quartal ein EPS von 24 Cents sowie einen Umsatz von 3,10 Mrd. Dollar ausgehen.
Der Erdgasproduzent und Pipeline-Betreiber El Paso Corp. (ISIN US28336L1098/ WKN 915925) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund der deutlich gestiegenen Erdgaspreise einen kräftigen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 141 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie, nach einem Nettoverlust von 246 Mio. Dollar bzw. 38 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 1,17 Mrd. Dollar auf 1,21 Mrd. Dollar. Das Ergebnis des Vorjahresquartals hatte dabei unter hohen Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Wertberichtigungen gelitten. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 18 Cents sowie einen Umsatz von 1,16 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 19 Cents sowie einem Umsatz von 1,20 Mrd. Dollar.
Die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA, könnte Land Rover und Jaguar Presseangaben zufolge im Zuge einer Umstrukturierung ihrer britischen Marken verkaufen. Wie die "Sunday Times" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, zieht das Senior Management des Konzerns, das von Chairman und CEO Bill Ford Jr. angeführt wird, in Betracht, die beiden Marken als Paket mehrheitlich an einen Finanzinvestor zu veräußern. Es sei jedoch nicht sicher, so die Zeitung weiter, dass Ford und Jaguar wirklich getrennte Wege gehen. Man könnte auch an der Marke festhalten, jedoch mit reduzierter Produktion und einer Konzentration auf exklusive Luxus-Sportwagen. (07.08.2006/ac/n/m)
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