09.07.2008 17:33
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Wall Street im Verlauf kaum verändert - Defensive Werte gefragt

   NEW YORK (Dow Jones)--Nach einer kurzen Stipvisite auf positivem Terrain tendieren die bedeutenden US-Aktienindizes im frühen Verlauf am Mittwoch um ihre Schlussstände vom Dienstag. "Nach den zumeist aus Short-Eindeckungen resultierenden Kursgewinnen des Vortages ist nun wieder Defensive angesagt", erklärt ein Händler. Schließlich bestünden die großen Probleme wie die Furcht vor neuen Hiobsbotschaften der Kreditinstitute und die wackelige Konjunktur in den USA unverändert fort.

   Zusätzliches Störfeuer kam im frühen Verlauf der Sitzung zur Wochenmitte von den wöchentlichen Daten zu den US-Rohöllagerbeständen, die sich um 5,8 Mio Barrel verringert haben. Von Dow Jones befragte Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen lediglich mit einem Rückgang um 1,4 Mio Barrel gerechnet. Daraufhin legte der Preis für leichtes Rohöl um rund 1 USD zu, fiel danach jedoch wieder unter das vor der Veröffentlichung zu verzeichnende Niveau.

   Bis 17.20 Uhr MESZ steigt der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) um 0,1% bzw 8 Punkte auf 11.394. Der S&P-500 legt um 0,2% oder 2 Zähler auf 1.276 zu. Für den Nasdaq-Composite hingegen geht es um 0,1% bzw 2 Stellen auf 2.292 nach unten.

   Dabei sind die Rollen unter den US-Standardwerten klar verteilt: Auf der Verliererseite stehen konjunktursensitive Papiere wie Technologie-, Bank- und zyklische Konsumaktien, auf der Gewinnerseite hingegen als defensiv geltende Titel wie Pharma-, Telekom- und nichtzyklische Konsumwerte.

   Vor diesem Hintergrund verteuern sich Merck & Co um 2,2% auf 37,76 USD und Pfizer steigen um 1,7% auf 18,50 USD. Für Procter & Gamble geht es um 1,3% auf 64,48 USD nach oben. Allerdings steigen Boeing gegen den Trend bei den Zyklikern um 1,2% auf 66,71 USD. Hier wirke sich der vergleichsweise optimistische jährliche Ausblick des Flugzeugherstellers auf den Gesamtmarkt aus, heißt es. Zudem werde darauf spekuliert, dass US-Verteidigungsminster Robert Gates um 13.00 Uhr Ortszeit New York eine abermalige Ausschreibung des für Boeing zunächst verloren gegangenen Tankerauftrags der US-Luftwaffe verkünden werde.

   Auch bei Alcoa treibt eine Einzelnachricht den Kurs: Der Aluminiumhersteller hatte am Dienstag nach der Schlussglocke an Wall Street für das zweite Quartal einen Gewinn von 0,66 USD ausgewiesen und damit die Konsensprognose der von Dow Jones befragten Analysten von 0,64 USD übetroffen. Für die Papiere geht es um 1,1% auf 32,70 USD nach oben.

   Größter Verlierer unter den US-Standardwerten sind American Express, die sich um 2,0% auf 40,73 USD verbilligen. Intel geben als Frühzykliker um 1,8% auf 20,54 USD nach. Für die immer wieder als Gradmesser für die konjunkturelle Verfasung der größten Volkswirtschaft der Welt genannten Papiere der Baumarktkette Home Depot geht es um 0,9% auf 22,83 USD nach unten.

DJG/DJN/jej/ros (END) Dow Jones Newswires

   July 09, 2008 11:32 ET (15:32 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 32 AM EDT 07-09-08

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