02.12.2008 23:49
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Wall Street schließt sehr fest - Autowerte und GE im Fokus

   NEW YORK (Dow Jones)--Die Kurse an Wall Street haben am Dienstag ihre Verluste des Vortages teilweise wieder ausgeglichen und mit einer sehr festen Tendenz geschlossen. Vor allem die Aufschläge bei Ford und General Electric stützten das Sentiment. Nachdem die Indizes ihre Gewinne im Sitzungsverlauf zwischenzeitlich wieder fast komplett abgegeben hatten, kam es dann in der letzten Handelsstunde erneut zu einem Anstieg der Kurse, beflügelt vor allem durch die Bankenwerte.

   Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verbesserte sich um 3,3% bzw 270 Punkte auf 8.419 und schloss nur 18 Punkte unter seinem Tageshoch. Am Vortag hatte der Index noch den größten Prozentverlust seit dem 15. Oktober verzeichnet und 7,7% bzw 680 Punkte verloren. Der S&P-500 erhöhte sich um 4% bzw 33 Punkte auf 849. Der technologielastige Nasdaq-Composite stieg um 3,7% bzw 52 auf 1.450 Punkte. Das Umsatzvolumen lag bei 1,61 (Montag: 1,63) Mrd Aktien. Den 2.397 Kursgewinnern standen 645 -verlierer gegenüber. 62 Titel schlossen unverändert.

   Im Fokus standen vor allem die "Großen Drei" - General Motors (GM), Ford und Chrysler - die am Berichtstag nachgebesserte Anträge auf Regierungshilfe vorlegen mussten. So will sich Ford im Gegenzug für staatliche Hilfe zu einem strikten Sparkurs und zur Umstellung auf zukunftsfähige Energiespar-Modelle verpflichten. Ford legte dem US-Kongress einen Plan zur Umstrukturierung vor, in dem er um eine Finanzspritze in Höhe von 9 Mrd USD bittet. Ford gewannen 5,9% auf 2,70 USD.

   GM hatte zwar mitgeteilt, dass eine Insolvenz keine Option für das Unternehmen darstellt, doch die US-Gewerkschaft der Automobilarbeiter (UAW) befürchtet offenbar, dass GM noch vor Weihnachten Gläubigerschutz nach Chapter 11 anmelden muss, sollte der angeschlagene US-Automobilhersteller keine staatliche Hilfe bekommen. Das berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Zusätzlich wurden GM von schwachen US-Absatzzahlen belastet. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge ist im November um 41,3% eingebrochen. Die Aktie legte dennoch um 5,7% auf 4,85 USD zu.

   Zu den Gewinnern gehörten ebenfalls General Electric, die um 13,6% auf 17,61 USD stiegen. Der Mischkonzern hat eine Verkleinerung der Finanzsparte GE Capital angekündigt und rechnet für das vierte Quartal mit einem Gewinn am unteren Ende des ausgegebenen Zielkorridors. Allerdings geht General Electric weiterhin davon aus, eine Dividende von 1,24 USD je Aktie zahlen zu können. "Die Dividenden-Aussage war eindeutig positiv", hieß es von einem Teilnehmer.

   Gestützt wurde das Sentiment in der letzten Handelsstunde vor allem von den Aufschlägen bei den Bankenwerten. Hier sei es zu einer Erholung nach den jüngsten deutlichen Abgaben gekommen. So gewannen Citigroup 11,9% auf 7,22 USD und J.P.Morgan rückten um 9,2% auf 28,53 USD vor. Dagegen reduzierten sich Goldman Sachs um 1,2% auf glatt 65 USD. Hier wurde auf einen Bericht im "Wall Street Journal" verwiesen, wonach die Bank einen Quartalsverlust von 5 USD je Aktie eingefahren haben könnte. Damit würde der Verlust den Konsens um das Fünffache übersteigen. Bislang hatte Goldman Sachs die Krise an den Finanzmärkten - im Vergleich zu vielen Wettbewerbern - relativ schadlos überstanden.

DJG/DJN/ros (END) Dow Jones Newswires

   December 02, 2008 17:17 ET (22:17 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 17 PM EST 12-02-08



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