Wall Street schließt uneinheitlich - Ölpreis mit neuem Rekord
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Aktienmärkte haben sich am Freitag mit einer uneinheitlichen Tendenz aus der Woche verabschiedet. Auf der einen Seite seien der auf ein neues Rekordhoch von 127,82 USD geschossene Ölpreis und eine überraschend stark eingetrübte Verbraucherstimmung als Belastungsfaktoren auszumachen. Auf der anderen Seite hätten die rallierenden Öl- und andere Rohstofftitel den Gesamtmarkt gestützt, hieß es aus dem Handel.
Der Dow Jones Index für 30 Industriewerte (DJIA) verlor am Ende 5 Punkte auf 12.987. Der S&P-500-Index kletterte sogar um 0,1% oder 2 Punkte auf 1.425. Der Nasdaq-Composite-Index sank um 0,2% oder 5 Zähler auf 2.529. Umgesetzt wurden 1,31 Mrd (Donnerstag: 1,19 Mrd) Aktien. Dabei standen den 1.674 Kursgewinnern 1.460 -verlierer gegenüber. 117 Titel schlossen unverändert.
"Der Ölpreis macht viele nervös. Wenn man viel Geld für Wohnen, Benzin und Nahrungsmittel ausgibt, und dann den Wert seines Eigenheims sowie seiner Finanzanlagen dahinschwinden sieht, hat man seine melancholischen Momente", kommentierte ein Marktbeobachter die Stimmung. Vor diesem Hintergrund sei das von der Universität Michigan berechnete Sentiment-Barometer im Mai auf 59,5 Punkte und damit den niedrigsten Stand seit 1980 gefallen.
Die Aktien der US-Ölkonzerne profitierten allerdings von dem "siedenden" Ölpreis. Exxon Mobil verteuerten sich um 1,5% auf 92,67 USD und waren damit größter Gewinner im DJIA. Für Chevron ging es um 1,9% auf 100,38 USD nach oben. Gestiegene Notierungen für Kupfer, Silber und Gold kamen unterdessen den Minenbetreibern zu Gute. Goldproduzent Newmont Mining verteuerten sich beispielsweise um 4,6% auf 48,88 USD.
Wie vor dem Hintergrund des enttäuschenden Index der Verbraucherstimmung nicht anders zu erwarten, hatten die Aktien der Unternehmen aus dem zyklischen Konsumsektor die rote Laterne unter den Standardwerten inne. Für den Automobilhersteller General Motors ging es um 2,6% auf 20,68 USD nach unten. Damit waren die Papiere größter Verlierer im DJIA. Die Aktien des Einzelhändlers Home Depot fielen um 1,5% auf 29,10 USD zurück.
Auf den Konsumtiteln lasteten nicht zuletzt auch die schwachen Erstquartalszahlen des Einzelhändlers Kohl’s. Die Titel rutschten um 2,4% auf 49,27 USD ab.
Zu den prominenten Blue-Chip-Verlierern zählten General Electric, die um 0,7% auf 32,13 USD fielen. Der Mischkonzern denkt laut eigenem Bekunden über den Verkauf seiner Haushaltsgeräte-Sparte nach.
DJG/DJN/eyh (END) Dow Jones NewswiresMay 16, 2008 17:06 ET (21:06 GMT)
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