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XETRA-SCHLUSS/DAX schließt nach volatilem Handel über 7.000 Pkt.
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einem volatilen Handelsverlauf hat der DAX am Dienstag mit einem Plus von 0,5% oder 35 Punkten bei 7.002 und damit etwas fester den Tag beendet. Umgesetzt wurden dabei im DAX-Xetra-Handel 145 (Vortag: 116) Mio Aktien. "Momentan ist zu erkennen, dass die Investoren ihre Risikoaversion leicht ablegen", kommentierte ein Händler das Geschehen am Aktienmarkt. Auch werde inzwischen angefangen, im Bankensektor zu differenzieren. Denn nicht alle Banken haben im Zusammenhang mit der Krise an den Kreditmärkten Abschreibungen zu verkraften. So wurde in Europa die Credit Suisse von Anlegern abgestraft, nachdem überraschende Wertberichtigungen gemeldet wurden. Überzeugende Zahlen von Barclays führten dagegen zu Gewinnen in der Aktie.
Trotz der zwischenzeitlich gesehenen Gewinne, im Hoch hat der DAX bei 7.080 Punkten gehandelt, hat der deutsche Aktienmarkt seinen Ausbruch nach oben verpasst. So dürfte in den kommenden Tagen weiterhin die Marke bei 7.060 Punkten den Weg nach oben versperren. Eine erste Unterstützung wird im Bereich bei 6.800 Punkten gesehen.
Ganz oben auf der Gewinnerliste standen Hypo Real Estate, bei der die negativen Nachrichten der vergangenen Monate mehr als eingepreist zu sein scheinen. Dies belegen zudem die Kursziele der Analysten, die die Aktie teilweise deutlich über 20 EUR als fair bewertet einstufen. Hypo Real Estate beendeten den Handel mit einem Plus von 3,6% bei 18,80 EUR.
Wie schon am Vortag wurden Deutsche Postbank weiter gesucht, die von Übernahmespekulationen gestützt werden. Am Markt hieß es, ein Interessent werde wohl mindestens 70 EUR je Aktie zahlen müssen. Nachdem in den vergangenen Tagen die Commerzbank wie auch die Deutsche Bank als Interessenten genannt wurden, brachten Medien nun auch ausländische Wettbewerber als potenzielle Bieter ins Gespräch. Deutsche Postbank gewannen 2,2% auf 63,56 EUR.
Unter den Top 10 der Dax-Werte befanden sich gleich drei Aktien aus dem Automobilsektor. Nachdem der Sektor seit Jahresstart zu den "Underperformern" zählte, wird er momentan wiederentdeckt, war aus dem Handel zu hören. MAN legten um 1,8% auf 89,85 EUR zu, BMW gewannen 1,3% auf 36,36 EUR und Daimler legten um 1% auf 56,77 EUR zu.
Daneben hielten sich E.ON mit plus 1,1% auf 133,47 EUR noch recht gut. Der Versorger profitierte unter anderem von einer positiven Morgan-Stanley-Einschätzung. Größter DAX-Verlierer waren Metro, die um 2,5% auf 55,97 EUR fielen. Morgan Stanley hatte die Aktie auf "Underweight" gesenkt, da der Markt den abnehmenden Wert von Media Markt nicht berücksichtige.
In der zweiten Reihe stachen IKB mit einem Plus von 6,1% und Deutz mit 5,7% Plus heraus. IKB hatten am Montag fast ein Viertel ihres Werts eingebüßt, daher wird der Anstieg als reine Erholung gewertet. Händler meinten, von einem Ende der Krise könne noch keine Rede sein.
Deutz profitierten von ihrem Zahlenwerk, besonders auch von der Ankündigung der ersten Dividende seit 20 Jahren. Nach Ansicht der Analysten der Berenberg Bank haben die vorläufigen Zahlen von Deutz für das Geschäftsjahr 2007 den Prognosen entsprochen. Zum Ausblick einer sich verbessernden EBIT-Marge hieß es, dies lasse darauf schließen, dass die operativen Kosten im Griff seien und die Probleme hinsichtlich der Beschaffung von Spezialteilen der Vergangenheit angehörten. Der sehr gute Umsatzausblick beruhe auf einem solide hohen Auftragseingang.
Im Technologiewerte-Index gewannen Singulus 8,1% auf 10,97 EUR. Singulus profitierte von der Entscheidung Toshibas, sich von dem HD-DVD-Format zu trennen. Singulus stellt Spezialmaschinen für das Konkurrenzformat Blue-Ray her.
DJG/thl/ros (END) Dow Jones NewswiresFebruary 19, 2008 12:16 ET (17:16 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 16 PM EST 02-19-08
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