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XETRA-SCHLUSS/DAX schwächer - Nebenwerte brechen ein
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit schwächeren Kursen im DAX sowie erneut massiven Kursverlusten in den Nebenwerten ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Während festere Versorger den DAX nur 0,9% oder 67 auf 7.783 Punkte abgleiten ließen, brach der MDAX um 2,8% und der TecDAX sogar 3,8% ein. Wachstumssorgen in den USA und die möglichen weltweiten Folgen überschatten das Geschehen. Unter Druck standen vor allem die konjunkturabhängigen Werte, Pharmawerte und Versorger wurden hingegen kräftig gekauft. Mit Spannung wird nun die Bekanntgabe der Quartalszahlen von Alcoa erwartet.
Das Unternehmen eröffnet am Abend traditionell die Berichtssaison in den USA. An den US-Börsen hatten am Vortag vorsichtige Aussagen des CEO von AT&T zum Privatkundengeschäft neue Rezessionsängste geschürt. Sie wurden am Nachmittag verschärft, nachdem der US-Broker Goldman Sachs seine Erwartung bekanntgab, dass die US-Wirtschaft Mitte des Jahres in die Rezession rutschen wird. Sollte aus charttechnischer Sicht der Unterstützungsbereich im DAX um 7.760 Punkte fallen, sei Platz bis 7.545 Punkte, wo der mittelfristige Aufwärtstrend verlaufe, sagte ein Analyst.
Index-Schwergewicht Siemens fielen um 5,3% auf 98,13 EUR. Zwischenzeitliche Gerüchte über eine Gewinnwarnung für das abgelaufene erste Quartal 2007/08 drückten die Aktie noch teils tiefer. "Es gibt keine Gewinnwarnung", sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch Dow Jones Newswires, dennoch hielt sich die Aktie im tiefroten Bereich.
Metro brachen sogar um 5,4% ein auf 51,08 EUR, nachdem die britische Kaufhauskette Marks & Spencers eine Gewinnwarnung herausgebracht hatten. Tagesverlierer TUI fielen sogar um 6,8% auf 16,83 EUR. Die Angst vor einer Konjunkturabschwächung wirke vor allem auf die Container-Schiffahrts-Sparte, hieß es.
Als "Fluchtwährung" tituliert wurden hingegen die Pharma- und Chemiewerte. Bayer stiegen erneut 0,9% auf 65,68 EUR, BASF um 0,8% auf 104,82 EUR. Fast ein neues Allzeit-Hoch erreichten Fresenius Medical Care. Die Aktien stiegen 3,7% auf 39,10 EUR. Tagesgewinner waren Merck mit plus 5,4% auf 93,79 EUR. Auch die Umschichtungen zugunsten dividendenstarker, defensiver Werte setzen sich fort. Die gewichtigen E.ON stützten dank eines Zuwachses von 1,6% auf 151,58 EUR den Gesamtmarkt. Auch RWE schlossen im Plus.
Finanztitel knüpften nur noch etwas an ihre Vortagesschwäche an. In den USA musste der Sektor deutliche Abgaben hinnehmen, nachdem ein Bericht Spekulationen über eine mögliche Insolvenz beim Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial ausgelöst hatte. Das Unternehmen dementierte die Gerüchte zwar, doch verhinderte das den Kursrutsch des Finanzsektors nicht. Daneben hatte die Citigroup die Kursziele zahlreicher Bankinstitute gesenkt. Deutsche Bank verloren 1,5% auf 84,80 EUR.
Tagesverlierer waren sämtlich konjunkturabhängigen Titel. Die sogenannten "Zykliker" brachen teils kräftig ein. Im DAX verloren MAN 5% auf 93,77 EUR, Continental um 4% auf 74,89 EUR. Noch schlimmer erwischte es die Nebenwerte im MDAX. Hier brachen Gildemeister 8,4% ein auf 14,84 EUR, Kuka um 7,3% auf 22,24 EUR und Wincor Nixdorf um 5,7% auf 59,44 EUR. Die meisten MDAX-Titel schlossen mit Verlusten zwischen 3% und 5%. Händler verwiesen auf die VDMA-Zahlen für November, die zwar nicht schlecht ausgefallen waren, aber ein vermindertes Wachstumstempo zeigten.
Ähnlich zeigten sich die Titel im TecDAX: Die Solarwerte verloren 4% bis 6%. Nordex brachen sogar um 8,9% ein auf 27,92 EUR. Hier hatten Lehman Brothers die Aktie gleich doppelt herabgestuft von Over- auf Underweight und das Kursziel nahezu halbiert.
-Von Michael Otto Denzin, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 218; michael.denzin@dowjones.com DJG/mod/raz (END) Dow Jones NewswiresJanuary 09, 2008 12:18 ET (17:18 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 18 PM EST 01-09-08
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