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XETRA-SCHLUSS/Etwas fester - US-Verbraucherpreise stützen
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit einer etwas festeren Tendenz geschlossen. Der DAX gewann 0,3% oder 23 auf 7.083 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 135,2 (Vortag: 141,4) Mio Aktien im Wert von rund 4,87 (Vortag: 4,2) Mrd EUR. Händler sprachen von einem insgesamt eher zurückhaltenden Geschäft. Angesichts der Flut von Quartalszahlen habe der Markt nicht so recht eine Richtung gefunden. Erst die besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten am Nachmittag und die darauf hin steigenden US-Börsen hätten dann für einen leichten Gewinn gesorgt.
Aus charttechnischer Sicht trifft der DAX am oberen Rand seiner Trading Range im Bereich von 7.100 Punkten auf Widerstand. Unterstützt ist das Kursbarometer der heimischen Standardwerte im Bereich der unteren Begrenzung bei 7.000 Zählern. Nach Einschätzung technischer Analysten dürfte die Überwindung der signifikanten Widerstände im DAX nicht leicht fallen.
Die zahlreichen Quartalszahlen fielen insgesamt durchwachsen, wenn auch keineswegs enttäuschend aus. Positive Überraschungen gab es allerdings eher im MDAX denn im DAX, was auch die stärkeren Gewinne in der zweiten Reihe erklärt. ThyssenKrupp etwa verfehlten mit dem Vorsteuerergebnis die Erwartungen der Commerzbank Corporates & Markets geringfüg, ebenso die Konsensprognose. Die Aktie sei trotz des etwas schwächeren Quartalsergebnisses fundamental aber attraktiv. Zudem wurde der Wert von den guten Vorgaben der europäischen Rohstofftitel gestützt, was ihm einen Gewinn von 1,8% auf 45,39 EUR bescherte.
E.ON konnten sich trotz mäßiger Zahlen dank des steigenden Gesamtmarktes bis zum Handelsende wieder um 0,5% auf 129,82 EUR erholen. Das EBIT habe etwas unter den Prognosen gelegen, was auf Margendruck hindeute, so ein Marktteilnehmer. Der Nettogewinn sei enttäuschend ausgefallen. Deutsche Post konnten sich nach den leicht unter den Prognosen liegenden Zahlen für das abgelaufene Quartal ebenfalls wieder erholen. Nach Einschätzung von Analysten wurden die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Zuversichtliche Aussagen von Finanzvorstand John Allan im Rahmen einer Analysten-Konferenz am Nachmittag ließen die Aktie dann aber um 2,3% auf 20,82 EUR steigen.
Deutschen Telekom reagierten mit Aufschlägen auf die Einigung über die OTE mit der griechischen Regierung. "Die Telekom erhält danach die Managementkontrolle. Das war der Knackpunkt bei dem Geschäft und ist somit natürlich positiv zu sehen", meinte ein Analyst. Der Verkaufspreis des dreiprozentigen Anteils von 29,75 EUR je Aktie sei zwar hoch, doch zu erwarten gewesen. Insgesamt betrachtet sei das Geschäft wegen der guten Positionierung von OTE in Griechenland sowie in einigen osteuropäischen Ländern strategisch sinnvoll für die Telekom. Die T-Aktie legte um 1,5% auf 11,83 EUR zu.
VW und MAN waren mit Zuwächsen von 1,8% bzw 2,6% ebenfalls gesucht. "Hier steht immer die Spekulation über eine Allianz von VW, MAN und Scania im Hintergrund", sagte ein Händler. Die EU Kommission will am 13. Juni über die Genehmigung eines Mehrheitsanteils von VW an Scania entscheiden. Zudem spreche die technische Situation bei MAN und VW für prozyklische Käufe, meinte ein Händler. Hypo Real Estate büßten dagegen 1,3% auf 21,81 EUR ein; Teilnehmer verwiesen hier auf schwächere Sektorvorlagen für Banken. Bei Henkel, die um 1,6% auf 28,87 EUR fielen, und bei FMC, die um 1,4% auf 35,15 EUR nachgaben, war von technisch bedingten Verkäufen die Rede.
Im MDAX ging es nach "hervorragenden" Zahlen für K+S um 7,6% auf 318,18 EUR nach oben. K+S habe im ersten Quartal 2008 die Erwartungen klar übertroffen, so M.M. Warburg. Wesentlicher Treiber für die gute Geschäftsentwicklung sei die Kalisalz- und Magnesiumsparte gewesen.
Bilfinger Berger legten nach ihrem Quartalsausweis um 5,6% auf 57,34 EUR zu. Der Baukonzern habe mit den Erstquartalszahlen über den eigenen und den Markterwartungen gelegen, wie die Analysten der UniCredit befanden. Der Nettogewinn bewege sich mit 31 Mio EUR klar über dem Vorjahreswert von 7 Mio und der UniCredit-Prognose von 22 Mio EUR.
Auch Lanxess habe mit den Zahlen zum ersten Quartal die Erwartungen übertroffen, so Commerzbank Corporates & Markets. Die hohe Nachfrage besonders aus Asien habe es dem Unternehmen ermöglicht, hohe Rohstoffkosten und negative Wechselkurseffekte zu kompensieren. Lanxess kletterten um 9,1% auf 28,60 EUR.
Aareal verloren dagegen 5% auf 22,90 EUR. Das Neugeschäft entwickelte sich laut Händlern enttäuschend. Deutsche Euroshop büßten 3,2% auf 27,50 EUR ein. Die Zahlen lagen laut Analysten im Rahmen der Erwartungen, bestätigten allerdings die solide Aufstellung des Unternehmens. Auch im ersten Quartal habe sich Deutsche Euroshop als sicherer Hafen für seine Aktionäre erwiesen.
Im TecDAX überraschte das Zahlenwerk von Q-Cells positiv. Vor allem beim EBIT seien die "ohnehin schon hohen Erwartungen" mit 58,9 Mio EUR deutlich übertroffen worden, meinten Marktteilnehmer. Auch der Umsatz habe mit 270 Mio EUR klar über der Prognose von rund 250 Mio EUR gelegen. Q-Cells stiegen um 8,7% auf 77,90 EUR. Auch Solon überzeugten mit ihren Zahlen und legten um 1,6% auf 48,26 EUR zu. Bei anderen Solarwerten kam es ebenfalls zu mehr oder minder starken Gewinnen. Carl-Zeiss setzten die Aufwärtsbewegung vom Vortag fort und gewannen weitere 9,5% auf 11,78 EUR.
DJG/mif/ros (END) Dow Jones NewswiresMay 14, 2008 12:23 ET (16:23 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 23 PM EDT 05-14-08
Aktien in diesem Artikel
| MAN vz | 82,7 | +4,3% | |
| SOLON | 43,6 | -2,7% | |
| ThyssenKrupp | 34,7 | +3,1% | |
| Aareal Bank | 14,3 | +2,1% | |
| Carl Zeiss Meditec | 10,4 | +3,0% | |
| EON Aktiengesellschaft EO | % | ||
| Deutsche Post | 16,1 | +2,0% | |
| Deutsche EuroShop | 24,5 | +1,9% | |
| Hypo Real Estate | 16,5 | +3,7% | |
| LANXESS | 25,7 | +1,8% | |
| Q-Cells | 55,7 | +0,4% | |
| Volkswagen vz | 87,1 | +0,1% | |
| Bilfinger Berger | 54,7 | +4,4% | |
| Henkel vz | 25,5 | +2,0% | |
| Deutsche Telekom | 11,3 | +2,2% | |
| Fresenius Medical Care | % |
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