03.01.2008 18:22
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XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Air-Berlin-Aktie hebt ab

   FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag etwas leichter, aber deutlich über Tagestief geschlossen. Der DAX fiel um 0,5% oder 41 auf 7.908 Punkte, nachdem er im Tagestief bereits 7.858 Zähler erreicht hatte. Umgesetzt wurden Aktien für 6,6 Mrd (Vortag 5,1 Mrd) EUR. Händler sprachen von einem insgesamt eher richtungslosen Geschäft in der verkürzten Handelswoche. Die Gewinne im frühen US-Geschäft hätten am Nachmittag für eine teilweise Erholung gesorgt.

   Die US-Konjunkturdaten am Berichtstag sorgten phasenweise für zumindest etwas Erleichterung. Zum einen waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem Minus von 21.000 besser ausgefallen als mit minus 4.000 erwartet. Zum anderen ist nach einem Bericht des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Dezember die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor der USA um 40.000 Stellen gewachsen. Die Daten wurden von einigen Akteuren dahingehend interpretiert, dass der wichtige monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag möglicherweise keine große negative Überraschung beinhalten wird.

   Höher als erwartet ausgefallenen US-Industrieaufträgen im November maßen Teilnehmer wegen des zeitlichen Abstands keine allzu große Bedeutung bei, denn die Aussichten für die nächsten Monate hätten sich mit Blick auf den US-Einkaufsmanagerindex vom Vortag, der kräftig nachgegeben hatte und auf eine Kontraktion im Verarbeitenden Gewerbe hinweist, deutlich eingetrübt. Auch das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung in den USA förderte Rezessionsängste. Zudem belastete der hohe Ölpreis, der von schwachen Lagerbestandsdaten auf über 100 USD getrieben wurde.

   Unter Druck standen Deutsche Börse trotz eines erneuten Umsatzrekords an der Eurex. Allerdings spiegelten diese Zahlen nur die Entwicklung in der Vergangenheit wider, hieß es. Der Markt spiele dagegen nachlassendes Wachstum des Börsenbetreibers im laufenden Jahr. Deutsche Börse verloren 3,2% auf 124,47 EUR. Unter Druck standen vor allem zyklische Titel, die vom hohen Eurokurs, dem Ölpreis und Konjunktursorgen in die Mangel genommen werden. Daimler fielen um 2,7% auf 62,91 EUR und MAN gaben um 4,3% auf 106,17 EUR nach.

   Gegen den Trend stemmten sich die Versorger. Neben ihrem defensiven Charakter profitierten die Aktien auch von positiven Studien der Citigroup und von Lehman Brothers. Letztere hoben das Kursziel für E.ON auf 165 von 140 EUR an, was die Aktie mit einem Gewinn von 2,2% auf 146,44 EUR dankte. RWE kletterten um 2,8% auf 97,93 EUR. Deutsche Postbank konnten sich mit einem Plus von 2,7% auf 63,02 EUR gegen den Abwärtstrend bei den Banken stemmen. Hier stützten anhaltenden Spekulationen nach Aussagen von Post-Chef Zumwinkel, dass sich die Post früher oder später von ihrem Postbank-Anteil trennen wird.

   adidas profitierten vom Bericht eines Börsenbriefs, wonach ein russischer Investor bei dem Sportartikelhersteller einsteigen will. Die Aktie kletterte um 0,2% auf 50,09 EUR. Im MDAX, der von zyklischen Werten dominiert wird, kam es zu teilweise deutlichen Abschlägen. K+S bildeten eine Ausnahmen und stiegen um 1,6% auf 170,06 EUR. Händler verwiesen auf gute Zahlen und eine zuversichtliche Prognose des Branchenprimus Monasanto in den USA. Bei ADVA, die 10,6% auf 2,78 EUR abrutschten, sprachen Händler von charttechnisch motivierten Verkaufen des angeschlagenen Wertes. Dagegen kletterten Aixtron um 3,3% auf 10,18 EUR.

   Air Berlin hoben um 9,9% auf 13,52 EUR ab. Die Beteiligungsgesellschaft Vatas wird größter Einzelaktionär der Fluggesellschaft. Über die Tochterfirma Haarlem One halte die Berliner Vatas Holding knapp über 15,4 Prozent der Anteile, hatte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft mitgeteilt.

DJG/mif/gos (END) Dow Jones Newswires

   January 03, 2008 12:19 ET (17:19 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 19 PM EST 01-03-08

Aktien in diesem Artikel

MAN 40,8 -6,1%
Daimler 27,4 -13,3%
ADVA 1,5 -9,0%
K+S 36,8 -13,3%
EON Aktiengesellschaft EO
Deutsche Postbank 30,0 -5,3%
RWE vz 50,6 -2,7%
Air Berlin 2,9 -5,5%
AIXTRON 3,7 -12,2%
adidas 34,5 -7,0%
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