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XETRA-SCHLUSS/Fester - Dollar-Erholung treibt die Kurse
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist mit festeren Kursen aus dem Freitag gegangen. Der DAX gewann 1,1% oder 75 auf 6.897 Punkte. Gestützt wurde die Stimmung laut Händlern von der kräftigen Erholung des Dollar, die für Nachfrage und deutlich steigende Kurse in ausgewählten währungsabhängigen Titeln sorgte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 155,8 (Vortag: 156,9) Mio Aktien im Wert von rund 6,4 (Vortag: 6,6) Mrd EUR.
Gute Ergebnisse von der Berichtssaison zum ersten Quartal stützten ebenfalls die Stimmung, hieß es im Handel. Die bisherigen Ergebnisse deuteten überwiegend darauf hin, dass die Wirtschaftsschwäche in den USA noch nicht in Europa angekommen sei. Zuletzt haben Lufthansa und MAN sowie, in Europa, Ericsson und Volvo gute Ergebnisse veröffentlicht.
Angetrieben wurde der DAX laut Händlern auch von technisch orientierten Käufen. Mit dem Sprung über den Widerstand bei 6.850 Punkten habe der DAX ein Kaufsignal gegeben, das ihn mittelfristig an die Februar-Hochs bei 7.060 bis 7.080 Punkten führen könnte. Unterstützt sei der DAX nun bei 6.750 und bei 6.700 Punkten, hieß es am Markt.
Das Tageshoch bei 6.949 Punkten konnte der DAX allerdings nicht verteidigen. Im späten Geschäft kamen Gewinnmitnahmen auf, auch weil der Ölpreis nach vorübergehenden Abschlägen wieder kräftig nach oben drehte und sich wieder der Marke von 120 USD je Barrel näherte.
Angeführt wurden die Gewinner im DAX von BMW. Die Titel stiegen um 4,3% auf 35,02 EUR und profitierten nach Aussage aus dem Handel vor allem vom festen Dollar. Unter den deutschen Autobauern gelten die Münchner als besonders dollarsensitiv.
Lufthansa gewannen nach der Vorlage weiterer Quartalszahlen 4,1% auf 18,08 EUR. Die Aktie hatte bereits am Donnerstagnachmittag nach Ausweis erster Eckdaten positiv reagiert. Nach Ansicht der Analysten des UniCredit besteht für Lufthansa die realistische Chance, das operative Ergebnis des Vorjahres zu halten und sogar zu verbessern.
Gewinner Nummer drei waren Bayer mit einem Plus von gut 3,1% auf 55,36 EUR. Sie profitierten weiterhin von den guten Quartalszahlen, die sie am Donnerstag vorgelegt hatten. Deutsche Börse erholten sich um 3,1% auf 94,25 EUR. Die Aktie habe seit Jahresstart rund 35% verloren, so dass es mit der Aufwärtsbewegung im breiten Markt nun zu Eindeckungen gekommen sei, hieß es im Markt. Auch Continental setzten ihre Erholung zur Hauptversammlung fort und gewannen mit der Bestätigung des Jahresziels 2,3% auf 78,30 EUR.
MAN wiederum konnten sich nach einem Plus von 2% zum Handelsstart schließlich gut behaupten und stiegen um 0,3% auf 95,20 EUR. Das Unternehmen hat für das laufende Jahr sowohl die Umsatzprognose als auch das Margenziel erhöht und mit den vorgelegten Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen. Aleksander Kuntz von der SEB Bank hat die Empfehlung "Strong Buy" für die Aktie und das Kursziel von 120 EUR daraufhin bekräftigt. Marktteilnehmer meinten, leichte Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg der Aktie in den Vortagen hätten größere Aufschläge verhindert.
BASF schlossen nur optisch im Minus. Die Aktie gab um 4% oder 3,78 EUR auf 90,05 EUR nach, handelte aber bereinigt um die Dividende von 3,90 EUR je Aktie gut behauptet. Deutsche Postbank, die am Vortag noch von neuerlichen Spekulationen um einen in Kürze bevorstehende Übernahme durch die Deutsche Bank angestachelt wurden, verloren 0,5% auf 57,66 EUR.
ThyssenKrupp litten wie einige andere Titel der Branche unter einem schwachen Ausblick von Nippon Steel und fielen um 1,4% auf 39,36 EUR. Auch die als dollar- und konjunkturunabhängig bewerteten Versorger E.ON und RWE blieben zurück und schlossen kaum verändert.
Negative Schlagzeilen kamen von ProSiebenSat.1 aus dem MDAX. Die Aktie brach um 26,4% auf 9,99 EUR ein. Ein schwaches Geschäft in Deutschland hat das Ergebnis des Medienkonzerns im ersten Quartal stark beeinträchtigt. Das zuständige Vorstandsmitglied Peter Christmann übernahm die Verantwortung für die Geschäftsentwicklung und wird die Senderkette im Juni verlassen.
Von einem großen Vertrauensverlust sprach Sonia Rabussier von Sal. Oppenheim. "Das Management hat bei der Analystenkonferenz im Januar noch deutlich zuversichtlicher geklungen", sagte die Analystin. Das Marktumfeld, vor allem mit Blick auf die Werbeeinnahmen, habe sich stark eingetrübt. Parallel dazu sinke die Profitabilität, und das Unternehmen sei hoch verschuldet. Gleichzeitig werde "aus der Substanz viel Geld an die Investoren ausgeschüttet". Rabussier sprach von einem "Teufelskreis".
Auf der anderen Seite gewannen EADS, Kuka und Gildemeister jeweils etwa 5%, alle diese Werte gelten als währungssensitiv. Bilfinger stiegen nach einer Präsentation des Unternehmens vor Investoren in Paris um 6,5% auf 55,86 EUR. Der MDAX stieg um 1%, der TecDAX konnte sich gut behaupten.
DJG/hru/reh (END) Dow Jones NewswiresApril 25, 2008 12:07 ET (16:07 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 07 PM EDT 04-25-08
Aktien in diesem Artikel
| MAN vz | 107,0 | +2,2% | |
| ThyssenKrupp | 45,9 | +2,3% | |
| Deutsche Börse | 105,8 | +1,2% | |
| EON Aktiengesellschaft EO | % | ||
| European Aeronautic Defence and Space | 16,9 | +0,1% | |
| ProSiebenSat1 Media vz | 10,2 | +1,5% | |
| Deutsche Postbank | 60,0 | +1,2% | |
| RWE | 77,6 | +0,4% | |
| BASF SE | 92,8 | +1,3% | |
| Bayer | % | ||
| Bayerische Motoren Werke | 36,9 | +0,5% | |
| Bilfinger Berger | 59,5 | +2,7% | |
| Deutsche Lufthansa | 17,1 | +1,4% | |
| GILDEMEISTER | 21,8 | -0,1% | |
| KUKA | 21,9 | -0,3% |
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