Infineon Technologies Aktie [WKN: 936207 / ISIN: US45662N1037]

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06.03.2008 18:13
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XETRA-SCHLUSS/Schwach - EZB und US-Daten belasten den DAX

   FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach ist der DAX am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Eine Reihe schwacher Konjunkturdaten aus den USA und belastende Aussagen der Europäischen Zentralbank drückten den DAX um 1,4% oder 92 auf 6.591 Punkte. E.ON überzeugten zwar mit guten Geschäftszahlen, Infineon fielen jedoch auf ein neues Allzeittief. Auch das neue Rekordhoch des Euro nach den Aussagen des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet verdarben die Laune.

   "Die EZB hat deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie zunächst einmal gar nichts machen wird", sagte ein Volkswirt. Sie habe die Inflationsrisiken explizit betont und somit Markterwartungen, dass in den kommenden Monaten eine Zinssenkung erfolgen könnte, eine klare Absage erteilt. Zudem erhöhte die EZB ihre Inflationsprognose für Europa auf 2,9% für das Jahr 2008. Nur der unveränderte Leitzinssatz bei 4% war im Markt erwartet worden.

   Auch aus den USA kamen nur belastende Konjunkturdaten: Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen zwar besser als erwartet aus, erreichten jedoch auf Zweieinhalbjahresbasis ein neues Hoch. Zudem schossen die Zwangsversteigerungen nach Berichten der Mortgage Bankers Association auf 5,8% aller Darlehensnehmer. Technisch konnte der DAX die Unterstützung bei 6.580 Punkten verteidigen, sagen Techniker. Ein Widerstand liegt bei 6.800 Punkten.

   Finanztitel standen europaweit unter Druck. Im späten US-Handel am Mittwoch war der Kurs des Anleiheversicherers Ambac um knapp 19% eingebrochen, nachdem das Unternehmen eine Kapitalerhöhung angekündigt hatte. Der Markt hatte dagegen auf eine Kapitalspritze durch eine Bankengruppe gehofft.

   Diese Kapitalmaßnahme könne Ambac ihre guten Kredit-Ratings kosten - womit wiederum Wertberichtigungen bei Ambac-Kunden verbunden wären. Hierzu zählen etliche deutsche und europäische Finanzhäuser. Allianz fielen daher um 2,8% auf 112,83 EUR, Commerzbank um 3,4% auf 18,65 EUR und Deutsche Bank um 2% auf 71,52 EUR. Hypo Real Estate brachen nach den US-Immobiliendaten sogar um 6,3% auf 17,16 EUR ein.

   Infineon fielen um 3,9% auf 4,92 EUR. Die Aktien des Halbleiter-Herstellers schlossen damit auf einem neuen Allzeittief. Infineon wurden von Aussagen des Intel-CEO Paul Otellini belastet, der von stark fallenden Preisen für NAND-Speicherchips gesprochen hatte.

   Nur Geschäftszahlen der DAX-Werte sorgten für steigende Kurse: Bei Deutsche Post fürhtne sie zu einem Plus von 1,1% auf 22,03 EUR. Die Banken Sal. Oppenheim und Landesbank Baden-Württemberg bestätigten danach ihre Einstufungen "Strong Buy" bzw "Kaufen". E.ON kletterten um 1,3% auf 123,33 EUR. Dank ihrer hohen Gewichtung von 10,2% im DAX bewahrten die Zahlen von E.ON auch den Index vor noch größeren Verlusten. Fundamental wertete Ingo Becker von Kepler Equities vor allem den Ausblick von E.ON auf ein Gewinnwachstum von 5% bis 10% im laufenden Jahr als positiv.

   Tagesgewinner TUI sprangen um 3,4% auf 16,95 EUR. Laut der "Welt" wird die Aufspaltung des TUI-Konzerns in Touristik und die Containerschifffahrt immer wahrscheinlicher.

   "Besser als erwartet", kommentierte Michael Broeker, Stahlanalyst von Steubing, die Salzgitter-Zahlen für 2007. Der Ausblick auf das laufende Jahr sei aber "zu konservativ". Trotzdem gaben die Aktien mit Gewinnmitnahmen um 1,1% auf 115,25 EUR nach.

   Die überraschend vorgelegten vorläufigen Zahlen von Stada wurden von Analysten gut aufgenommen. Trotz Einmaleffekten habe der Generikahersteller operativ überzeugt, hieß es zum Beispiel von HSBC Trinkaus. Die Aktie stieg um 0,9% auf 46,12 EUR.

DJG/mod/reh (END) Dow Jones Newswires

   March 06, 2008 12:08 ET (17:08 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 08 PM EST 03-06-08

Aktien in diesem Artikel

Infineon Technologies 5,0 +0,8%
EON Aktiengesellschaft EO %
Deutsche Post 15,9 -2,3%
Hypo Real Estate 17,4 +0,2%
Commerzbank 21,9 -1,0%
Deutsche Bank 59,2 -1,3%
TUI 15,2 -1,4%
STADA Arzneimittel 48,4 +0,4%
Allianz SE 113,5 -2,0%
Salzgitter 95,7 -3,3%
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