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XETRA-SCHLUSS/Schwach - US-Unternehmenserhgebnisse belasten
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach äußerst dünnem Handel leichter geschlossen. Der DAX verlor 0,7% oder 49 auf 6.772 Punkte, endete damit aber deutlich über dem Tagestief bei 6.724. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 115,5 (Vortag 114,4) Mio Aktien im Wert von rund 4,51 (Vortag 4,72) Mrd EUR.
Nach den kräftigen Aufschlägen der vergangenen Handelstage kam es nun zu Gewinnmitnahmen. Schwache Vorgaben der Börsen in Übersee zeichneten hierfür verantwortlich. Darüber hinaus wurde der deutsche Aktienmarkt durch den weiter anziehenden Ölpreis sowie den enttäuschenden Start in die US-Berichtssaison belastet.
Am Montag hatte der Aluminiumhersteller Alcoa als traditionell erstes US-Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und die Märkte enttäuscht. Daneben sorgte die Umsatzwarnung des Chip-Herstellers AMD für eine negative Überraschung. Auch die Nachricht, dass die südkoreanische Halbleiterschmiede Hynix lediglich bei einigen Kunden marginale Preiserhöhungen für ihre DRAM-Bausteine durchsetzen konnte, wurde negativ aufgenommen.
Infineon verbilligten sich nach der Rally der zurückliegenden Handelstage denn auch um 6,7% auf 4,74 EUR. Deutsche Postbank gaben um 3,7% auf 58,69 EUR nach. Die Papiere wurden von einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" belastet, dem zufolge die Deutsche Post keine sonderliche Eile beim Verkauf ihrer Tochtergesellschaft hat. Auch andere Finanzwerte gaben nach: Commerzbank verbilligten sich um 1,7% auf 22,08 EUR und Deutsche Börse gaben um 5,6% auf 98,62 EUR nach.
Hier belasteten Geschäftszahlen von Clearstream. Im März wurden 2,33 Mio internationale Transaktionen bearbeitet, was einem Rückgang von 27 Prozent gegenüber März 2007 entspricht. Die Zahl der Transaktionen auf dem deutschen Inlandsmarkt erreichte 6,63 Mio, was ein Minus von 20,7 Prozent gegenüber März 2007 bedeutet.
Laut Händlern wurde der Bankensektor am Berichtstag auch von den Aussagen des CEO von BNP Paribas belastet. Zwar bestätigte die Bank ihr Einnahmenziel für das laufende Jahr im Bereich Corporate and Investment Banking, bezeichnete dies allerdings als eine "Herausforderung".
ThyssenKrupp litten unter schlechten Nachrichten aus Asien: Dort hat der südkoreanische Stahlhersteller Posco Preiserhöhungen für Kohle von 205% bis 210% zugestimmt. Zudem hat das Unternehmen die angekündigten Preiserhöhungen für Stahlprodukte noch nicht durchgesetzt. ThyssenKrupp verloren 1,9% auf 36,77 EUR.
Besser schlugen sich dagegen defensive Werte wie Bayer, E.ON und RWE. Volkswagen wurden durch das Absatzplus im ersten Quartal von 8,4% gegenüber dem Vorjahr gestützt und verloren lediglich 0,2% auf 185,15 EUR.
Der Rückzug von J.P.Morgan belastete laut Händlern den Kurs von Arques. J.P. organ reduzierte den Anteil auf weniger als 3%. Außerdem reduzierten die Analysten des Bankhauses Lampe das Kursziel auf 7,50 EUR. Die Aktie fiel um 11,3% auf 8,31 EUR.
ProSiebenSat.1 Group sanken lediglich um 1,2% auf 14,68 EUR. Der Sender hat mit der International Business Machines Corp (IBM) einen Outsourcing-Vertrag unterzeichnet. Er habe eine Laufzeit von zehn Jahren und ein Volumen von über 200 Mio EUR, teilte der Medienkonzern aus Unterföhring am Dienstag mit. Der in Armonk ansässige Computerkonzern werde alle IT-Business-Applikationen, die IT- und Mediensysteme von ProSiebenSat.1 Produktion übernehmen und ausbauen.
MLP profitierten mit einem Aufschlag von 0,6% auf 10,75 EUR von erneut aufgekommenen Übernahmespekulationen, die allerdings dementiert wurden. Die Heidelberger gelten bereits seit einiger Zeit als Aquisitionskandidat. Größte Verlierer im TecDAX waren die Solarwerte. Solon verbilligten sich um 5,6% auf 49,16 EUR.
DJG/mif/raz (END) Dow Jones NewswiresApril 08, 2008 12:06 ET (16:06 GMT)
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