27.06.2008 10:03
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XETRA-START/DAX bricht mit Ölpreisrekord ein - Sehr schwach

   FRANKFURT (Dow Jones)--Nach nur moderaten Verlusten unmittelbar zur Eröffnung ist der DAX am Freitagmorgen wieder unter starken Abgabedruck geraten und unter die Marke von 6.400 Punkten gefallen. Es gehe "ohne Gegenwehr" nach unten, sagt ein Händler. Die Anleger sähen keine Notwendigkeit Aktien zu halten. Der Verkaufsdruck komme vor allem über die Kasse, heißt es. Ausgelöst wurde die Abwärtsbewegung unter anderem von Ölpreis, der kurz zuvor auf ein neues Rekordhoch von 141,71 USD je Barrel gestiegen ist.

   Der DAX verliert bis 9.58 Uhr 1,4% bzw 88 Punkte auf 6.371. Mit dem Unterschreiten der Unterstützungszone von 6.430 bis 6.380 Punkten drohe ein Abrutschen des DAX bis auf die Jahrestiefs von 6.168 Punkten, sagen charttechnisch orientierte Analysten.

   "Es ist noch immer viel Unsicherheit am Markt über den Trend im zweiten und dritten Quartal", kommentiert ein Händler. Den größten Einfluss auf die Kurse seitens der Konjunktur dürfte am Nachmittag noch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan im Juni haben.

   Deutsche Börse verlieren 5,1% auf 70,04 EUR. Laut der "Börsen-Zeitung" will die Deutsche Börse den Xetra-Handel künftig eine halbe Stunde früher um 8.30 Uhr beginnen lassen. Händler zeigen sich hiervon nicht begeistert angesichts der Aussicht, künftig noch eine halbe Stunde früher aufstehen zu müssen.

   Finanzwerte wie Hypo Real Estate, Deutsche Bank, Allianz und Münchener Rück geben kräftig nach, ebenso zyklische Aktien wie BMW und Infineon. Im MDAX trifft es Gildemeister und Heidelberger Druck. Am besten halten sich noch weniger konjunkturabhängigen Titel wie BASF - mit einem Aktiensplit von 1 zu 2 -, Merck, Fresenius Medical Care sowie die Versorger RWE und E.ON.

   Premiere steigen um 0,1% auf 13,93 EUR. Laut Händlern dürfte ein Bericht im "Wall Street Journal" (WSJ), dem zufolge die News Corp die Übernahme von Premiere und der spanischen Digital+ plant, die Aktie stützen. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Premiere mit 25,01% beteiligt.

   WireCard setzen den Kurssturz vom Donnerstag fort, die Aktien büßen weitere 14,8% auf 6,60 EUR ein. Am Vortag hatten Gerüchte um die Bilanzqualität die Aktie einbrechen lassen.

DJG/bek/reh (END) Dow Jones Newswires

   June 27, 2008 03:59 ET (07:59 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 59 AM EDT 06-27-08

Aktien in diesem Artikel

Infineon Technologies 6,0 +3,3%
Deutsche Boerse 64,1 +6,3%
EON 39,7 +0,4%
Wirecard 8,2 +6,9%
RWE 73,3 +0,4%
Hypo Real Estate 16,6 +1,7%
Premiere 12,3 +5,3%
Bayerische Motoren Werke 28,4 +2,3%
Deutsche Bank 58,2 +2,0%
Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft 105,9 +1,2%
Allianz S 10,9 -3,5%
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