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XETRA-START/Etwas leichter - US-Berichtssaison belastet
FRANKFURT (Dow Jones)--Belastet von den schlechten Vorgaben durch die US-Berichtssaison ist der deutsche Aktienmarkt unter negativen Vorzeichen in den Dienstag gestartet. Die durch die Bank schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen sowie die Ausblicke der Unternehmen ließen auf eine deutliche Abschwächung des Privaten Verbrauchs in den USA schließen, heißt es im Handel.
Als besonders kritisch sei die Gewinnwarnung des Kreditkartenanbieters American Express zu bewerten, der eigentlich über eine überdurchschnittlich zahlungskräftige Klientel verfüge. Dies werde der Erholung bei den Finanzwerten zunächst ein Ende bereiten. Mit den Zahlenwerken von Wachovia und Washington Mutual stünden darüber hinaus im Verlauf des Tages noch Quartalsergebnisse von Banken auf der Agenda, die wesentlich stärker als etwa die Bank of America am US-Hypothekenmarkt engagiert gewesen seien.
Bis 9.40 Uhr sinkt der DAX um 0,4% oder 28 Punkte auf 6.397. Der MDAX gibt um 0,5% oder 38 Zähler auf 8.506 nach, für den TecDAX geht es um 0,4% bzw 3 Stellen auf 735 nach unten. Aus charttechnischer Perspektive ist das Kursbarometer der heimischen Standardwerte nunmehr im Bereich von 6.343 Punkten unterstützt, auf Widerstand trifft es auf dem Niveau von 6.465 Zählern.
Gegen den Trend gesucht sind am Dienstagmorgen die Papiere aus als eher defensiv geltenden Branchen. Für E.ON geht es um 1,3% auf 119,34 EUR nach oben, RWE verteuern sich um 1,0% auf 76,93 EUR. Neben diesen beiden Versorgerwerten entwickeln sich auch ThyssenKrupp überdurchschnittlich, die im Gleichschritt mit anderen europäischen Stahlkochern um 1,4% auf 33,68 EUR zulegen. Ein Marktteilnehmer verweist auf die nachbörslich veröffentlichten und besser als erwartet ausgefallenen Zahlen des US-Unternehmens Steel Dynamics zum zweiten Quartal von Vortag.
Kräftig nach unten geht es hingegen für die meisten zins- und konjunktursensitiven Werte. Besonders herb sind die Abgaben bei Infineon, die sich um 5,5% auf 4,95 EUR verbilligen und damit die rote Laterne unter den deutschen Standardwerten halten. Der Münchner Halbleiterhersteller sei als Zulieferer des iPhone 3G besonders stark von der unerwartet schwachen Apple-Prognose für das vierte Quartal betroffen, sagt ein Händler. Auch die Zahlenwerke von Texas Instruments und SanDisk seien als negativ zu werten.
Für Metro geht es um 3,5% auf 37,52 EUR nach unten. Für Abgabedruck bei den Aktien des Einzelhandelskonzerns sorgt eine Herabstufung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs, die ihre Empfehlung auf "Sell" von "Neutral" gesenkt hat. Deutsche Telekom geben im Sog der als enttäuschen aufgefassten Quartalszahlen und des gesenkten Ausblicks von Vodafone um 5,0% auf 10,52 EUR nach. "Die Briten haben als erster der europäischen Telekom-Blue-Chips Zahlen vorgelegt. Diese sind desaströs, Anleger preisen nun auch bei den Wettbewerbern niedrigere Gewinne ein", sagt ein Händler.
In der zweiten Reihe geben unter anderem die Bauwerte deutlich nach: Für Hochtief geht es um 3,8% auf 56,13 EUR nach unten, für Bilfinger Berger um 2,9% auf 55,41 EUR. Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat beide Papiere auf "Neutral" von "Buy" herabgestuft.
DJG/jej/raz (END) Dow Jones NewswiresJuly 22, 2008 03:56 ET (07:56 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 56 AM EDT 07-22-08
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Aktien in diesem Artikel
| ThyssenKrupp | 33,8 | +2,4% | |
| Infineon Technologies | 5,7 | +3,3% | |
| EON | 39,4 | +0,9% | |
| RWE | 72,1 | +0,7% | |
| Bilfinger Berger | 44,9 | +0,3% | |
| Deutsche Telekom | 10,9 | +0,5% | |
| METRO | 37,0 | -1,4% |
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