17.07.2008 09:57
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XETRA-START/Fester - Finanzwerte gesucht - FMC sehr schwach

   FRANKFURT (Dow Jones)--Angesichts der sehr guten Vorgaben der US-Börsen und des weiter nachgebenden Ölpreises ist der deutsche Aktienmarkt wie erwartet fest in den Donnerstag gestartet. Befeuert von einer Erleichterungs-Rally bei den Finanzwerten nach dem Zahlenwerk der viertgrößten US-Bank Wells Fargo für das zweite Quartal hatte Wall Street die kräftigsten Kursgewinne seit rund drei Monaten verbucht. Gegen 9.40 Uhr steigt der DAX um 1,3% oder 83 Punkte auf 6.239. Noch kräftiger als im DAX fallen die Kursgewinne in der zweiten Reihe aus. Der MDAX legt um 2,7% bzw 219 Zähler auf 8.444 zu, für den TecDAX geht es um 2,9% oder 20 Stellen auf 722 nach oben. Hier macht sich das größere Erholungspotenzial nach den zuletzt deutlicher als bei den Standardwerten ausgefallen Kursverlusten bemerkbar.

   Nach Ansicht charttechnisch orientierter Analysten hat sich die Situation des Kursbarometers nach der Trendumkehr im Vortageshandel verbessert. Die Rückkehr über das März-Tief bei 6.167 Punkten sei ein positives Zeichen. Für Staud Research hat sich die Chance auf eine nennenswerte Erholung bis in den Bereich um 6.390 Punkte gebessert.

   Neue Impulse für das Handelsgeschehen könnten am Mittag von den Zahlen des Mobilfunkendgeräteherstellers Nokia für das zweite Quartal ausgehen, heißt es am Markt. Daneben warten Händler, ob die Geschäftsberichte von J.P. Morgan und Merrill Lynch die Erholung im Finanzsektor stützen werden. Außerdem werden Daten zum US-Immobilienmarkt veröffentlicht sowie der so genannte Philly-Fed-Index, der Konjunkturindex der US-Notenbankfiliale in Philadelphia.

   Zu den Outperformern gehören im donnerstäglichen frühen Geschäft die zuletzt stark gebeutelten Finanzwerte. Für Deutsche Börse geht es um 5,6% auf 68,81 EUR nach oben, Commerzbank verteuern sich um 5,4% auf 19,71 EUR. Deutsche Bank ziehen um 4,1% an auf 52,95 EUR. Neben den US-Vorgaben wird der Sektor auch weiter durch die Spekulationen auf die Konsolidierung der deutschen Bankenlandschaft gestützt. Erhalte die Commerzbank den Zuschlag für die Allianz-Tochter Dresdner Bank, könne der Kurs der Aktie zu relativer Schwäche neigen, sagt ein Marktteilnehmer. Dann müsse man sich die Finanzierung anschauen. Allianz legen um 5,2% auf 106,23 EUR zu.

   Für den in den vergangenen Tagen geradezu ausgebombten Halbleiterhersteller Infineon geht es um 5,6% auf 4,73 EUR nach oben. Verluste weisen hingegen die Papiere aus als eher defensiv geltenden Sektoren auf: Für RWE geht es um 0,6% auf 76,69 EUR nach unten, für Deutsche Telekom um 0,4% auf 10,62 EUR. Bayer geben um 1,7% auf 52,93 EUR nach, VW um 1,6% auf 184,52 EUR.

   Die rote Laterne unter den heimischen Standardwerten haben nach Zahlen für das zweite Quartal Fresenius, die sich um 2,6% auf 34,26 EUR verbilligen. Wie erwartet habe das unvorteilhafte Wechselkursverhältnis von Euro zu Dollar die Umsätze des Unternehmens belastet, heißt es in einer ersten Einschätzung von equinet. Auch die zum Erwerb von APP angekündigte Wandelanleihe belaste, heißt es am Markt. Fresenius verlieren 0,8% auf 51,33 EUR.

   In der zweiten Reihe profitieren die Papiere des immer wieder als Übernahmekandidat gehandelten Generikaherstellers Stada vom Bericht eines israelischen Wirtschaftsblatts, wonach Teva ein Gebot für den US-Rivalen Barr in Höhe von rund 5 Mrd USD erwägt. Für Stada geht es um 1,7% auf 48,07 EUR nach oben.

DJG/jej/gos (END) Dow Jones Newswires

   July 17, 2008 03:55 ET (07:55 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 55 AM EDT 07-17-08

Aktien in diesem Artikel

Fresenius SE Vz 55,1 -1,9%
Deutsche Boerse 64,3 -5,3%
RWE 69,7 -2,9%
Bayer 1
Commerzbank 17,3 -2,2%
Volkswagen vz 103,1 -0,4%
Deutsche Telekom 11,2 -3,5%
Fresenius Medical Care vz 34,5 -0,9%
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