13.08.2008 09:48
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XETRA-START/Gewinnmitnahmen bei Banken und Autos - DAX leichter

   FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der DAX verliert um 9.44 Uhr MESZ 0,7% oder 44 Punkte auf 6.541. Angesichts der belastenden Nachrichten von den US-Finanzwerten und schwachen Vorgaben aus den USA und Asien werden Gewinne mitgenommen. Dabei stehen vor allem die Sektoren im Vordergrund, die sich zuletzt gut entwickelten: Banken- und Automobilwerte.

   Zudem stehen einmal mehr die Zahlen für das zweite Quartal am deutschen Markt im Mittelpunkt. Bisher habe die Berichtssaison nicht so stark enttäuscht, wie teilweise im Vorfeld erwartet, so ein Händler. Sollte sich die Entwicklung mit einem nachgebenden Ölpreis und dem festen Dollar fortsetzen, helle sich das Bild für die dollarsensitiven Unternehmen weiter auf. Charttechnisch ist der DAX bei 6.560 Punkten unterstützt, ein Widerstand wird bei 6.620 Punkten gesehen.

   Hypo Real Estate sind im frühen Handel der größte Verlierer und geben um 4,4% auf 17,83 EUR nach. Nach Ansicht von Konrad Becker, Analyst bei Merck Finck & Co., zeichnen die Hypo-Real-Estate-Zahlen zum zweiten Quartral das erwartete Bild einer Bank im Griff der Finanzkrise. "Das Institut ist dabei, die Trümmer wegzuräumen und die entsprechenden Abschreibungen vorzunehmen", so der Analyst. Hinsichtlich des operativen Gewinns liege das Zahlenwerk allerdings im Rahmen der Prognosen.

   Mit den belastenden Nachrichten von Wachovia und J.P. Morgan stehen einmel mehr die Finanzwerte unter Druck. Commerzbank verlieren 1,8% auf 21,65 EUR, Deutsche Bank 2% auf 62,30 EUR und Deutsche Postbank geben um 1,2% auf 42,70 EUR nach. Die Gewinner vom Vortag bieten zum Handelsbeginn eine gute Ausstiegsmöglichkeit, BMW verlieren 2,2% auf 30,51 EUR und Daimler fallen um 1,4% auf 42,76 EUR.

   Der Finanzdienstleister MLP stellt im frühen Handel den größten Gewinner im MDAX und legt um 4% auf 13,36 EUR zu. "Die Zeitungen haben die AWD-will-MLP-kaufen-Story von gestern weitergedreht", sagt ein Händler. Dies erkläre das kräftige Interesse an der Aktie. Die vorgelegten Zahlen des Finanzdienstleisters seien indes "in line bis leicht unter Erwartung" ausgefallen. Gut gefalle hingegen die Ankündigung einer steigenden EBIT-Marge und die bestätigte Jahresprognose 2008.

   Als "sensationell gut" stufen Händler die Zahlen von K+S ein. Die Aktie gewinnt 3,1% auf 71,12 EUR. "Es wurden sämtliche Prognosen sehr deutlich übertroffen", sagt ein Händler: "Als Konsequenz daraus müsste eigentlich die Jahresprognose erhöht werden und ein Spiel auf DAX-Aufnahme einsetzen". Bislang habe K+S die Gewinnprognose 2008 nur bestätigt.

   Auch der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co hat mit seinen Zahlen den Konsens deutlich übertroffen, lautet die Einschätzung im Handel. Allerdings sei ein sehr starkes, zweites Quartal erwartet worden. Während der Umsatz nur in line mit den Prognosen ausgefallen ist, lagen EBIT und Vorsteuerergebnis deutlich darüber. Die Aktie gewinnt 3,1% auf 28,83 EUR.

   Nach der Gewinnwarnung für 2008/09 verliert die Aktie von Arcandor 7,5% auf 7,40 EUR. Die Zahlen der ehemaligen KarstadtQuelle spiegelten die schlechte Lage von Konsum und Kaufhäusern wider, heißt es im Handel. Vor allem bei Karstadt sei das Ergebnis eingebrochen, jedoch auch der Umsatz im Gesamtkonzern gefallen. "Dass aber dann gleich eine Warnung nötig ist, hatten nicht viele erwartet", so ein Händler. Lanxess verlieren nach Zahlen 0,7% auf 26,60 EUR, Stada geben um 0,8% auf 33,15 EUR nach.

   Q-Cells gewinnen dagegen 2% auf 58,70 EUR , nachdem der Hersteller von Solarzellen die Prognosen für Umsatz- und Betriebsgewinn im Gesamtjahr angehoben hat. "Die höhere Prognose wurde zwar von dem einen oder anderen Analysten nicht ausgeschlossen, dürfte der Aktie aber dennoch Auftrieb geben", sagt ein Händler.

DJG/thl/ros (END) Dow Jones Newswires

   August 13, 2008 03:45 ET (07:45 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 45 AM EDT 08-13-08



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Daimler 21,1 +1,4%
KloecknerCo 7,9 +3,4%
K+S 28,3 +0,7%
Arcandor 1,8
Deutsche Postbank 14,7 -8,1%
Hypo Real Estate 2,3 +4,2%
MLP 9,6
LANXESS 11,4 +3,0%
BMW 18,9
Commerzbank 5,7 +0,8%
Deutsche Bank 19,9 +0,9%
Q-Cells 18,3 -0,6%
Stada 19,8 -0,1%

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