08.05.2008 10:06
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XETRA-START/Leichter - Negative Vorgaben und Ölpreis belasten

   FRANKFURT (Dow Jones)--Leichter ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag in den Handel gestartet. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen aufgrund der schwachen Vorlagen von Wall Street und aus Asien. Zudem laste der hohe Ölpreis weiterhin auf den Kursen. Dieser notiert weiterhin über der Marke von 123 USD. Gegen 10.03 Uhr verliert der DAX 0,6% bzw 40 Punkte auf 7.036.

   Nach dem misslungenen Ausbruchsversuch über das Februar-Hochs bei 7.060 bis 7.080 Punkte rücke nun die 7.000er Marke und das jüngste Zwischen-Tief knapp darunter in den Fokus, heißt es mit Blick auf die technische Situation.

   Vor den Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittag sorgt der Fortgang der Berichtssaison für die Impulse am Markt. Negativ reagieren Deutsche Telekom auf die Erstquartalszahlen: Die Titel geben um 1,1% auf 11,39 EUR nach. FrankfurtFinanz-Stratege Heino Ruland verweist zwar auf eine gute Entwicklung des US-Geschäfts und die hohe Dividendenrendite. Allerdings sei der Verlust bei den Festnetzanschlüssen im Inland weiter hoch.

   Bankaktien geraten mit Ausnahme von Deutsche Postbank im frühen Geschäft unter Druck. Finanztitel hätten bereits in den USA den Abschwung angeführt und notierten auch in Japan mit negativen Vorzeichen, heißt es. Noch handele es sich aber lediglich um eine Korrektur der aufgelaufenen Gewinne. Commerzbank und Deutsche Bank verlieren jeweils 1,3% auf 23,36 EUR bzw 76,92 EUR. Hypo Real Estate halten sich mit minus 0,1% auf 23,02 EUR relativ gut.

   Dagegen präsentieren sich Deutsche Postbank nach Zahlenvorlage mit einem deutlichen Plus von 2,7% auf 59,76 EUR uns setzen sich an die Spitze des DAX. Positiv ist laut einem Händler das Nettoergebnis zu werten, das etwas über den Schätzungen liege. Die bestätigte Prognose sollte die Anleger ebenfalls beruhigen.

   Münchener Rück zeigen sich nach Bekanntgabe als schwach bezeichneter Zahlen für das erste Quartal mit einem Abschlag von knapp 2% auf 122,19 EUR. Ein Teilnehmer verweist auf enttäuschende Bruttoprämieneinnahmen. Auch das Anlageergebnis habe sich schwach entwickelt.

   Zum Abwarten raten Händler bei TUI. Die Aktie verliert 2,8% auf 18,15 EUR. Rund die Hälfte des Kursverlustes ist allerdings auf den Dividendenabschlag zurückzuführen. Marktteilnehmer zeigten sich jedoch enttäuscht, hätten sie doch auf eine Abwahl von AR-Chef Jürgen Krumnow gesetzt und damit auf eine Niederlage von TUI-CEO Michael Frenzel, heißt es. adidas klettern um 0,8% auf 43,65 EUR. Die Analysten von Goldman Sachs haben die Aktie auf "Neutral" von "Sell" hochgestuft.

   In der zweiten Reihe profitieren IVG Immobilien und Demag Cranes von ihren Quartalsberichten. Gegen den allgemeinen Trend gewinnen IVG 1,4% auf 17,22 EUR und Demag 0,9% auf 36,68 EUR. Bei der IVG loben Händler den Ausblick, bei Demag wird unter anderem der Auftragseingang hervorgehoben. Trotz eines ebenfalls als stark bezeichneten Auftragseingangs brechen Aixtron um 13% auf 8,95 EUR ein. UniCredit weist darauf hin, dass Aixtron selbst eine Verlangsamung der Auftragseingänge sieht. Tognum rutschen um 4,5% auf 18,57 EUR ab. Händler verweisen auf leicht verfehlte Prognosen, wobei der Markt auf eine positive Überraschung spekuliert habe. Während der MDAX 1,1% abgibt, verliert der TecDAX 1,3%.

DJG/eyh/hru/ros (END) Dow Jones Newswires

   May 08, 2008 04:04 ET (08:04 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 04 AM EDT 05-08-08

Aktien in diesem Artikel

Deutsche Postbank 57,6 -0,4%
Hypo Real Estate 22,3 -0,8%
Commerzbank 22,8 -0,1%
Deutsche Bank 76,5 +1,1%
Demag Cranes 37,0 +2,8%
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft 122,4 +0,5%
TUI 17,6 +0,9%
Tognum 17,9 +2,2%
IVG Immobilien 17,0 -1,3%
Deutsche Telekom 12,0 +1,2%
AIXTRON 9,3 +3,2%
adidas 44,7 +0,8%

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