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XETRA-START/Schwach - Finanzwerte in Markromarkt unter Druck
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einer kurzen Stipvisite in positivem Terrain zu Handelsbeginn drehen die deutschen Aktienmärkte am Dienstag im Verlauf des frühen Geschäfts deutlich ins Minus. Händler sprechen von einem Strohfeuer, das noch dazu von lediglich dünnen Volumina getragen wurde. "Die Unsicherheit über Dauer und Tiefe der Rezession bleibt das alles bestimmende Thema", sagt ein Marktteilnehmer. So lange es in dieser Hinsicht keine Klarheit gebe, sei auch nicht abzusehen, auf welchem Niveau die Kurse ein Boden ausbilden könnten.
Einmal mehr unterdurchschnittlich entwickeln sich dabei die Finanzwerte. Hier belastet unverändert die Ankündigung der Citigroup vom Vortag, rund 50.000 Stellen zu streichen. Hypo Real Estate geben zusätzlich von einer Reduzierung des Kursziels auf 1,00 EUR von 3,40 EUR durch DKIB unter Druck gesetzt um 12,8% auf 2,86 EUR nach. Commerzbank verbilligen sich um 4,2% auf 6,30 EUR.
In besserer Verfassung als der Gesamtmarkt zeigen sich hingegen die Papiere aus als defensiv geltenden Sektoren. E.ON steigen um 0,9% auf 27,07 EUR, Fresenius ziehen um 0,6% auf 35,99 EUR an. "Angesichts der ganz dünnen Nachrichtenlage ist das ein reiner Makromarkt", sagt ein Händler.
Für den DAX geht es bis 9.55 Uhr um 1,6% oder 71 Punkte auf 4.487 nach unten. Der Index notier damit nur rund zehn Punkte über seinem Tagestief. Das Tageshoch lag zur Eröffnung bei 4.602 Zählern. Der MDAX sinkt um 2,1% bzw 108 Stellen auf 5.145, der TecDAX gibt um 2,5% oder 13 Punkte auf 482 nach. Aus charttechnischer Perspektive ist der DAX zunächst im Bereich von rund 4.300 Zählern unterstützt, anschließend auf dem Niveau von 4.015 Stellen. Dort liegt das Jahrestief des DAX. Erst eine Rückkehr über die Marke von 4.800 Punkten würde das charttechnische Bild aufhellen.
Deutsche Telekom geraten nach einer Herabstufung unter Druck und verbilligen sich um 2,9% auf 10,80 EUR. Goldman Sachs hat die Einstufung der Papiere des Telekommunikatkionsdienstleisters auf "Neutral" von "Buy" gesenkt. Continental geben bei ausgesprochen dünnen Volumina um 5,7% auf 35,91 EUR nach. Auf der Gewinnerseite ziehen ThyssenKrupp um 0,9% auf 13,53 EUR an, Volkswagen legen um 0,8% auf 368 EUR zu.
Neue Impulse dürfte dem Handelsgeschehen am Nachmittag die Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise für den Monat Oktober geben. Sie werden anzeigen, ob die Federal Reserve aufgrund eines weiter nachlassenden Preisdrucks ihren geldpolitischen Lockerungskurs beibehalten kann. Volkswirte erwarten im Mittel ihrer Prognosen einen kräftigen Rückgang der Erzeugerpreise um 1,8% gegenüber dem Vormonat. Darüber hinaus werden sich eine ganze Reihe von Notenbankmitgliedern zur weltweiten konjunkturellen Entwicklung und der Lage an den Kapitalmärkten äußern.
DJG/jej/ros (END) Dow Jones NewswiresNovember 18, 2008 03:59 ET (08:59 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 59 AM EST 11-18-08
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Aktien in diesem Artikel
| ThyssenKrupp | 18,9 | +0,9% | |
| EON | 28,9 | +0,1% | |
| Hypo Real Estate | 2,7 | ||
| Commerzbank | 4,9 | -5,7% | |
| Volkswagen vz | 40,0 | -1,5% | |
| Deutsche Telekom | 10,9 | -0,1% | |
| Fresenius Medical Care vz | 32,7 | -0,1% | |
| Continental | 30,8 | -0,8% |
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