14.07.2008 16:54
Drucken |

Schrift:

Yahoo: Icahn kritisiert Board wegen Ablehnung von Microsoft-Offerte

Sunnyvale (aktiencheck.de AG) - Carl Icahn, der kritische Aktionär der Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103), hat das Board des Internet-Medienkonzerns heute scharf kritisiert, da es auch das jüngste Angebot der Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) abgelehnt hat. Zudem beschuldigte der Milliarden-Investor das Yahoo-Board, wichtige Details der Offerte nicht offenzulegen.

Der Yahoo-Konzern gab am Samstag bekannt, dass es einen gemeinsamen Vorschlag des weltgrößten Software-Herstellers und Icahn, der eine komplexe Restrukturierung und den Erweb des Such-Geschäfts durch Microsoft vorgesehen hätte, abgelehnt hat. Microsoft und Icahn hätten die Offerte am Freitagabend vorgelegt und Yahoo 24 Stunden Bedenkzeit gegeben. Zugleich teilte Yahoo mit, dass man Microsoft den Kauf des gesamten Unternehmens für 33 Dollar je Aktie angeboten habe. Auch sei man bereit, sich vom Such-Geschäft zu trennen, jedoch zu einem höheren Preis als von Microsoft geboten. Der Software-Hersteller habe beides abgelehnt, hieß es.

Wie Icahn am heutigen Montag in einer SEC-Mitteilung weiter bekannt gab, weist er im Gegenzug Anschuldigungen seitens Yahoo zurück, nach denen er nicht im besten Interesse der Yahoo-Aktionäre handele. Darüber hinaus betonte Icahn, dass Microsoft-CEO Steve Ballmer nicht gewillt ist, mit dem derzeitigen Yahoo-Board, das für eine Transaktion für das gesamte Unternehmen offen sei - zu verhandeln.

Icahn forderte Yahoo-Aktionäre noch einmal eindringlich auf, für seine neun Directors zu stimmen, die Mitglieder des aktuellen Yahoo-Boards ersetzen sollen. Mit einem neuen Board, so der Investor, könnte in kurzer Zeit eine Transaktion erreicht werden. Für den 1. August ist eine Hauptversammlung angesetzt, bei der Icahn die Kontrolle bei Yahoo übernehmen will.

Die Aktie von Yahoo notiert an der NASDAQ derzeit bei 22,30 Dollar (-5,39 Prozent), die von Microsoft bei 25,67 Dollar (+1,66 Prozent). (14.07.2008/ac/n/a)

Aktien in diesem Artikel

Wie beurteilen Sie die Leistung von Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück in der aktuellen Finanzkrise?
Sehr gut
Gut
Zufriedenstellend
Ausreichend
Mangelhaft
Ungenügend




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige