ZertifikateJournal-Kolumne: Aufholjagd mit Puffer
Während der europäische EPRA Europe-Index, der S&P Homebuilding oder auch der S-BOX Dimax Deutschland seit Jahresbeginn in eine Seitwärtsphase schlenderten, rutschte der TSE REIT infolge der miesen Stimmung in Fernost noch mal kräftig ab. Erst Mitte März fand die Talfahrt ein Ende. Seitdem holt der Markt auf – 12,4 Prozent hat das Barometer in den letzten beiden Monaten zugelegt und dabei die Marke bei 1.400 Punkten genommen.
200 Zähler darüber lauert der nächste Widerstand. Sollte dieser über-wunden werden, ist der Weg bis zur 1.800er-Punkte-Marke zunächst frei. Folgt die Branche dem japanischen Gesamtmarkt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Hürde übersprungen ist. Denn der Nikkei 225 legte im letzten Monat mit 5,2 Prozent wesentlich stärker zu als der TSE REIT, der lediglich 1,5 Prozent schaffte. Fundamental stehen die Zeichen bei Japans Immobilien weiter auf Wachstum: Allein in Tokio sollen bis 2010 jährlich mehr als 700.000 Quadratmeter an neuen Büro- und Gewerbeflächen geschaffen werden, so aktuelle Hochrechnungen. Und auch die internationalen Investoren kehren zurück. Sie sollen sich in den letzten Monaten verstärkt in Japan engagiert haben.
Um auf eine Fortsetzung der Aufholjagd zu spekulieren, eignet sich ein Bonus-Zertifikat von ABN Amro. Das währungsgesicherte Papier verspricht bis März 2009 zwar nur eine Seitwärtsrendite von 3,6 Prozent oder 4,2 Prozent p.a. Dafür sind Anleger an Gewinnen oberhalb des Bonus-Niveaus, welches bei 1.650 Punkten ist, "eins zu eins" dabei. Und nach unten schützt ein auf die Restlaufzeit von zehn Monaten komfortabler Puffer von 33,4 Prozent.
Aufgrund der unterjährigen Laufzeit muss man den Gewinn mit dem Fiskus teilen. Mit Blick auf das Potential ist dies jedoch kein wirkliches Gegenargument. Vielmehr greifen Anleger jetzt zu und investieren in einen sehr aussichtsreichen Markt mit großem Risikopuffer, kleiner Sockelrendite aber unbegrenztem Potential nach oben.
Wolfgang Raum ist seit Mitte 2005 Chefredakteur des ZertifikateJournal Deutschland. Insgesamt kann Raum auf mehr als 15 Jahre Berufserfahrung im Kapitalmarkt-Journalismus verweisen. Unter anderem war der 41-Jährige mehr als fünf Jahre für das Anlegermagazin CAPITAL Depesche verantwortlich. Neben seiner wöchentlichen Kolumne in der „Euro am Sonntag“ ist er regelmäßig als Experte in TV-Shows zu Gast, beispielsweise bei Bloomberg.TV und der 3satBörse.
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