ZertifikateReport: Deutsche Bank-Fallschirm-Zertifikat auf Währungsindex - DB-Balanced Currency Harvest (EUR) Index in Kombination mit Airbag-Zertifikat
Als Basiswert für das Zertifikat mit einer Laufzeit von vier Jahren fungiert der DB-Balanced Currency Harvest (EUR) Index. Dieser selektiert vierteljährlich fünf Währungen mit hohem Zinsniveau und ebenso viele mit niedrigem Zinsniveau aus einem vorgegebenen Pool. Dieser Pool umfasst derzeit 20 Währungen, die bestimmte Liquiditätsanforderungen erfüllen müssen. Der Index stellt den Wert von fiktiven Long- und Short-Positionen auf die zehn ermittelten Währungen dar, wobei jene mit hohem Zinsniveau in Form von 3-Monats-Terminkontrakten gekauft und jene mit niedrigem Zinsniveau verkauft werden. Die strategische Erwartung dabei ist, dass hochverzinsliche Währungen stärker aufwerten beziehungsweise weniger stark abwerten als niedrigverzinsliche Währungen.
Am Laufzeitende nimmt der Anleger mit 130 bis 150 Prozent (endgültiger Wert wird am Emissionstag festgelegt) an einer positiven Entwicklung des Index teil. Ist die Entwicklung negativ, tritt der Fallschirm-Mechanismus in Kraft: Selbst bei einem Indexrückgang von bis zu 15 Prozent erhält der Anleger sein eingesetztes Nennkapital in voller Höhe zurück gezahlt. Einen Verlust erleidet er erst, wenn der Balanced Currency Harvest (EUR) Index mehr als 15 Prozent gegenüber seinem Anfangswert verloren hat. Durch den Fallschirm-Mechanismus werden darüber hinausgehende Verluste jedoch stets abgefedert. Hat sich der Indexstand beispielsweise um 30 Prozent vermindert, steht das Zertifikat mit minus 17,65 Prozent um ein gutes Stück weniger weit in den roten Zahlen.
Das Fallschirm-Zertifikat auf den DB Balanced Currency Harvest (EUR) Index der Deutsche Bank, ISIN: DE000DB1VKV2, mit Fälligkeit am 17.4.12, kann noch bis 10.4.08 zu 1.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Ausgabeaufschlag gezeichnet werden.
ZertifikateReport-Fazit: Dieses Zertifikat bietet sich für jene Anleger an, die von der Strategie einer Investition in Währungen gemäß den Zinsdifferenzen verschiedener Länder überzeugt sind. Durch den Fallschirm-Mechanismus und die gehebelte Partizipation ist der Anleger in jedem Fall (Ausnahme Totalverlust) mit dem Zertifikat besser gestellt als bei einer Direktanlage in den Index. Im Gegenzug dazu muss er sich mit dem üppigen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent anfreunden.
Autor: Christian Raba, C&F Certificates and Funds
Walter Kozubek ist Herausgeber des ZertifikateReports. Dieser kostenlose PDF-Newsletter erscheint zwei bis drei Mal im Monat. Zusätzlich ist Herr Kozubek auch Herausgeber des HebelprodukteReports, sowie einer der Betreiber des Internetratgebers www.geld.com
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