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Zwei Jahre nach Katastrophe: Transrapid darf wieder fahren
In der Genehmigung seien alle Erkenntnisse aus der Katastrophe berücksichtigt worden, betonte ein Sprecher des Ministeriums. Die Betreiberin der Testanlage - die Industrieanlagen- Betriebsgesellschaft mbH (IABG) aus Ottobrunn bei München - habe das Regelwerk vollkommen überarbeitet. "Damit liegen jetzt die Voraussetzungen für einen Neuanfang vor", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP). Aus verwaltungstechnischen Gründen ist die Genehmigung zunächst bis Ende 2008 begrenzt.
Zu dem Unglück kam es, weil versehentlich die Fahrt für den Magnetschwebezug freigegeben wurde, obwohl noch ein Wartungsfahrzeug auf der Strecke stand. Im Mai wurden zwei frühere Betriebsleiter der Anlage vom Osnabrücker Landgericht wegen fahrlässiger Tötung zu Geldstrafen verurteilt. Bei den meisten getöteten Passagiere handelte es sich um Ausflügler. Fahrten von Touristen sind auch nach der neuen Genehmigung weiterhin verboten. Insgesamt waren auf der Teststrecke bereits mehr als eine halbe Million Menschen mit dem Transrapid unterwegs.
Nach den neuen Regeln sei der gleichzeitige Einsatz von Radfahrzeugen und Magnetzug auf dem Hauptfahrweg grundsätzlich untersagt, hieß es aus dem Ministerium. Ein Vertreter der für die Genehmigung zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte im Gerichtsverfahren erklärt, durch ein elektronisches Schlüssel-Schloss-Prinzip sei künftig ein Unfall wie der im September 2006 nach menschlichem Ermessen auszuschließen.
Politiker aus der Region begrüßten die Entscheidung. Die Verkehrsexperten der Opposition im niedersächsischen Landtag bewerteten die Betriebsgenehmigung skeptisch. Die Wiederaufnahme der Versuchsfahrten sei verfrüht, sagte der SPD-Abgeordnete Gerd Will. Der Grünen-Abgeordnete Enno Hagenah forderte, der Bund solle die Vergabe von Fördermitteln für die Teststrecke stoppen./eks/DP/stw
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