11.06.2008 12:18
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'FT': Societe Generale wusste von fingierten Geschäften ihres Händlers Kerviel

        PARIS (dpa-AFX) - Die französische Bank Societe Generale hat laut einem Pressebericht von den fingierten Handelsgeschäften ihres Aktienhändlers Jerome Kerviel gewusst. Dies sei dem Unternehmen mehrere Monate vor den Milliardenverlusten bekannt gewesen, berichtet die "Financial Times" (Mittwoch) unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Im April 2007 seien intern Bedenken wegen Kerviels Vorgehen geäußert worden, allerdings habe es keine Konsequenzen gegeben.

    Die Societe Generale hatte durch die unerlaubten Spekulationsgeschäfte Kerviels 4,9 Milliarden Euro verloren. Er hatte seit 2005 unerlaubt hoch auf Aktienindizes spekuliert und war Mitte Januar 2008 aufgeflogen. Das ist der höchste derartige Verlust, den je ein Kreditinstitut verkraften musste. Kerviel und sein 23-jähriger Assistent wurden entlassen, und Kerviel muss sich vor der Justiz verantworten. Ein interner Prüfbericht war zu dem Ergebnis gekommen, dass Kerviels Vorgesetzte ihrer Kontrollpflicht nicht genügt hätten./FX/stw/ne/sc

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