24.07.2008 19:12
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'HB': Schaefflers Chancen im Übernahmepoker um Conti steigen ab 80 Euro

        DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Im Übernahmepoker um Continental schwenkt ein wichtiger Anleger einem Pressebericht zufolge auf die Seite der Schaeffler-Gruppe. „Liegt das Gebot bei mehr als 80 Euro pro Aktie, kann ich mir vorstellen, dass wir darauf eingehen“, sagte der Vertreter eines führenden institutionellen Anlegers in Deutschland, der mehrere Millionen Conti-Aktien hält, dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). „Bei den derzeitigen Unsicherheiten im Automarkt wäre das attraktiv.“          Wennemer fährt mehrgleisig: Außer möglichen Verhandlung en mit Schaeffler treibt er Abwehrmaßnahmen wie die Suche nach einem Weißen Ritter voran, hieß es laut Zeitung in Aufsichtsratskreisen. Demnach sei er in Gesprächen mit mehreren Industrieunternehmen, die als Weißer Ritter in Frage kämen. Um einem solchen Partner den Einstieg zu erleichtern, könnte Wennemer auf eine von der Hauptversammlung bereits genehmigte Kapitalerhöhung zurückgreifen, schreibt die Zeitung.          Liegt Schaefflers Angebot Conti vor, hat die Konzernspitze bis zu vier Wochen Zeit, ein Urteil abzugeben. Der Vorstand könnte sich allerdings durch Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung weitere sechs Wochen Luft verschaffen. Aufsichtsratskreise bestätigten dem Handelsblatt entsprechende Überlegungen. Diese Option könnte als Abwehrmaßnahme gewählt werden, wenn Schaefflers Offerte nicht den Vorstellungen von Vorstand und Aufsichtsrat genügen sollte, hieß es.          Wennemer und sein Finanzchef Alan Hippe sind dabei, außer Goldman Sachs weitere Investmentbanken zu verpflichten, die später ein ausführliches Schaeffler-Angebot bewerten sollen. Wie das Handelsblatt erfuhr, hat der Ausichtsrat dazu die Spezialisten des angelsächsischen Beratungsunternehmens Perella Weinberg verpflichtet Die Anwälte von Freshfields Bruckhaus Deringer haben für Conti unterdessen auf mehr als 250 Seiten Indizien zusammengestellt, die belegen sollen, dass die Konstruktion der Swap-Geschäfte von Schaeffler nicht rechtens sei, schreibt die Zeitung. Die Akte ging Mittwoch bei der Finanzaufsicht BaFin ein./sk          

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