Deutsche Telekom 1 Aktie [WKN: 879530 / ISIN: US2515661054]

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16.06.2008 18:36
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'HB': Telekom-Mitarbeiter haben offenbar belastende Unterlagen zurückgehalten

        DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Mitarbeiter der Deutschen Telekom  haben nach einem Pressebericht in der Spitzel-Affäre offenbar wichtige Unterlagen zurückgehalten. Die Staatsanwaltschaft Bonn habe bei ihren Durchsuchungen weit mehr belastende Dokumente gefunden, als die Telekom bei ihren mehrwöchigen Nachforschungen selbst sichergestellt habe, schreibt das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Da haben einige ganz schön große Augen gemacht", sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel der Zeitung. "Wir haben mehr gefunden, als mancher sich vorstellen konnte." Laut Apostel ist es nicht ungewöhnlich, wenn Mitarbeiter bei internen Kontrollen zögerten, alle belastenden Unterlagen vorzulegen.

    Nach Informationen des Handelsblatts aus dem Umfeld der Telekom war die Staatsanwaltschaft auch bei der Suche nach an den Spitzeleien beteiligten Mitarbeitern erfolgreicher als der Konzern. Demnach hat sich schon mehr als ein halbes Dutzend Mitarbeiter der Konzernsicherheit bei der Staatsanwaltschaft selbst belastet.

    In der Affäre geht es um Telefon-Verbindungsdaten, die die Telekom ausgewertet hat, um undichte Stellen im eigenen Hause aufzuspüren. Der Konzern hat bereits eingeräumt, dass in den Jahren 2005 und 2006 ein Journalist auf diese Weise bespitzelt wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem gegen den damals amtierenden Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und den Ex-Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel. Insgesamt führt die Staatsanwaltschaft acht Verdächtige./das/zb

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