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,,User-Determined Computing" (Selbstbestimmte Computernutzung) definiert die Prioritäten in der Informationstechnologie laut einer Studie von Accenture neu
Wenn in Unternehmen Entscheidungen über Investitionen in die
Informationstechnologie (IT) anstehen, ist Umdenken angesagt: weg von
den Aktionären und hin zu den Anwendern und Verbrauchern, wenn Kunden
gehalten und neue Kunden hinzugewonnen werden sollen, so die Ergebnisse
einer weltweiten Umfrage unter Chief Information Officers (CIOs), die
heute von Accenture (NYSE: ACN) veröffentlicht wurde.
Die Ergebnisse der Studie von Accenture zeigen, dass Führungskräfte aus
dem Bereich der Betriebswirtschaft und der Technik –
unter dem Druck von Analysten und anderen Börsenbeobachtern –
oberflächliche Verbesserungen an ihren IT-Systemen vornehmen, statt
grundlegende Änderungen anzugehen, um den steigenden Anforderungen der
Anwender gerecht zu werden.
Die Anwender - also die Verbraucher, Geschäftskunden und im Fall von
Behörden die Bürger - haben höhere Ansprüche, da sie im Umgang mit der
Technik immer versierter und geübter sind. Das ist ein relativ neues
Phänomen, das Accenture "User-Determined
Computing" (Selbstbestimmte Computernutzung)
nennt.
Dieser Trend wird im Jahr 2008 bei CEOs und CIOs, die über
IT-Investitionen entscheiden, für ein Dilemma sorgen, so die Ergebnisse
der Umfrage. "CEOs und CIOs müssen sich
entscheiden, ob sie im Umgang mit dem Computer versierten Kunden neue,
wahrhaft außergewöhnliche Produkte und Dienstleistungsangebote bieten
möchten oder sich stattdessen lieber den kurzfristigen Applaus der
Investmentfond-Manager sichern möchten, weil sie die Ausgaben im Zaum
halten", so Bob Suh, leitender
Technologiestratege von Accenture.
Die Studie zeigt auch, dass die Kluft zwischen Anlegern auf der einen
Seite und den Anwendern und Verbrauchern auf der anderen Seite breit und
tief ist. Dabei gibt es wenig Anzeigen dafür, dass die Unternehmen und
Organisationen bestrebt sind, diese zu überbrücken. Gleichzeitig sorgen
multinationale Unternehmen aus Billiglohnländern und Schwellenländern
für ganz neue Erwartungen hinsichtlich Kundenzufriedenheit,
Beteiligungsmöglichkeiten, mobilem Zugang und Reaktionsgeschwindigkeit
in Echtzeit.
Die Studie zeigt außerdem, dass sich das "User-Determined
Computing" auch auf die Mitarbeiter von
Unternehmen auswirkt, die die Technik Tag für Tag bei der Arbeit
einsetzen. "Die Technik für Privatkunden
überholt mittlerweile die Technik für Unternehmen. Dadurch sind die
Mitarbeiter frustriert über die Unzulänglichkeiten der Technik, die sie
im Büro einsetzen", so Suh. "Infolgedessen
bringen die Mitarbeiter ihre privaten technischen Mittel an den
Arbeitsplatz mit, auch wenn diese nicht vom Unternehmen unterstützt
werden."
Die Studie, die auf detaillierten, online durchgeführten
Selbstbewertungen der leitenden IT-Führungskräfte von fast 300
Fortune-1000-Unternehmen aus Nordamerika, Europa, Asien/Pazifik und
Südamerika mit einem jährlichen Gesamtumsatzerlös von of 5,3 Billionen
US-Dollar beruht, erbrachte mehrere Ergebnisse, die die Tiefe der Kluft
zwischen Anlegern und Anwendern / Verbrauchern illustrieren:
In IT-Abteilungen werden noch immer 40 % der gesamten Arbeitszeit für
die Ausführung und Wartung vorhandener Systeme aufgewendet, eine Zahl,
die seit der ersten globalen IT-Studie von Accenture vom Juli 2005 im
Wesentlichen unverändert blieb. Dies ist die Folge vieler Altsysteme,
für die nach über einem Jahrzehnt noch immer Support geleistet werden
muss, und der mangelnden Bereitschaft, veraltete Systeme auszumustern.
So waren im Schnitt über 60 % aller in der Studie berücksichtigten
Unternehmenssysteme voll abgeschrieben.
Im Schnitt werden nur 22 % der Interaktionsvorgänge mit Kunden, 19 %
der Interaktionsvorgänge mit Zulieferern und 33 % der
Interaktionsvorgänge mit Mitarbeitern online durchgeführt und
automatisch verarbeitet.
Nur 11 % der Schnittstellen von Informationssystemen sind
kundenzentriert.
Etwa 80 % der Unternehmen versäumen es, sehr detaillierte Kundendaten
zu erfassen, 84 % der Unternehmen versäumen es, die Daten den
Entscheidungsträgern und der Belegschaft leicht zugänglich zu machen.
Nur 35 % der Unternehmen weltweit setzen für einen Großteil ihrer
Geschäftstätigkeit mobile Anwendungen ein, und nur ein Bruchteil der
Unternehmen beschäftigt sich ernsthaft mit Kooperationstools wie etwa
Wikis für die Mitarbeiter, die auf Fachwissen zurückgreifen müssen.
Top-Unternehmen
Ein weiteres Ziel der Studie galt der Fragestellung, wie Großunternehmen
ihre Investitionen in die Informationstechnologie steuern und welche
Verhaltensweisen und Merkmale Top-Unternehmen im Allgemeinen zugrunde
liegen. Im Folgenden werden einige Ergebnisse aufgeführt, die sich auf
Top-Unternehmen beziehen, welche Accenture folgendermaßen definiert:
Unternehmen, die ihre Konkurrenten hinsichtlich Umsatzerlös,
Gewinnwachstum und Gesamtperformance für Aktionäre beständig übertreffen.
Über 25 % der Anwendungsschnittstellen von Top-Unternehmen sind
kundenzentriert, im Vergleich zu nur 15 % bei Unternehmen mit
unterdurchschnittlichen und durchschnittlichen Ergebnissen. Über die
Hälfte aller CIOs äußern jedoch, dass sie die Priorität der
Kundenzentrierung von Echtzeit-Schnittstellen steigern müssen.
Führende IT-Innovatoren nutzen bereits die serviceorientierte
Architektur (SOA) (SOA) für die Integration von Altsystemen und sind
heute beim Aufbau neuer SOA-Anwendungen führend. Die Studie zeigt,
dass 38 % des Anwendungsportfolios von Top-Unternehmen aus
zusammengesetzten Applikationen bestehen, die mithilfe der SOA
erstellt wurden, und dass 45 % der neuen Anwendungsfunktionen aus
dieser Gruppe ausgehend von der Nutzung/Wiederverwendung vorhandener
Services erstellt wurden.
Die führenden Köpfe bei der IT-Nutzung, die in den letzten Jahren
streng strukturierte Konzepte zur Steigerung der Standardisierung und
Zentralisierung ihrer IT-Funktionen umgesetzt haben, wenden im Schnitt
19 % weniger Zeit für den Betrieb (also für Ausführung und Wartung)
auf als andere CIOs.
Die Top-Unternehmen haben die meisten der Alttechnologien
ausgemustert. Sie melden die aktuellsten Anwendungsportfolios. Wenn es
um die Migration von Anwendungen geht, so melden über zwei Drittel der
Top-Unternehmen, dass sie nach Alternativen für herkömmliche
Unternehmensanwendungen im Bereich der nach außen gerichteten
Anwendungen suchen, wie sie etwa für Vertrieb, Marketing und
Kundendienst eingesetzt werden. Zudem sucht mehr als ein Drittel der
Top-Unternehmen nach On-Demand- und SaaS-Anwendungen (Software as a
Service) für die Bereiche Logistik und Vertrieb, Forschung und
Entwicklung, Personalwesen, Finanzwesen und Buchführung.
Über die Umfrage
Seit 2005 untersucht Accenture die Leistungsfaktoren für die Steuerung
und Nutzung der Informationstechnologie. Im Rahmen dieses weltweiten
Forschungsprogramms wird untersucht, wie die weltweit größten
Unternehmen und die Organisationen des öffentlichen Sektors ihre
Investitionen und Prozesse im Bereich der Informationstechnologie
hinsichtlich der grundlegenden IT-Funktionen steuern und ausführen.
Viele Studien untersuchen die Trends bei den Investitionen für die
Informationstechnologie, vernachlässigen aber die Qualität der
Investitionen. Welche Leistungen erbringt die Informationstechnologie
heute? Welche Leistungen wird sie in der Zukunft erbringen? Die
Antworten auf diese Fragen können aussagekräftige Indikatoren über den
Wert der Informationstechnologie und deren Funktion im Unternehmen zur
Steigerung der Performance liefern.
Bisher haben über 700 Chief Information Officers aus 22 Ländern an
diesem laufenden Forschungsprogramm teilgenommen.
Über Accenture
Accenture ist ein globales Unternehmen für Managementberatung,
Technologiedienstleistungen und Outsourcing. Mit seiner unübertroffenen
Erfahrung, umfassender Kompetenz in allen Branchen und
Unternehmensfunktionen sowie dank umfangreicher Forschungsprogramme über
die weltweit erfolgreichsten Unternehmen arbeitet Accenture mit seinen
öffentlichen und privaten Kunden zusammen, um sie bei der Realisierung
höchster Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Die über 175.000
Mitarbeiter des Unternehmens in 49 Ländern erwirtschafteten im
Geschäftsjahr, das am 31. August 2007 endete, Nettoerlöse von 19,70 Mrd.
US-Dollar. Die Website von Accenture finden Sie unter www.accenture.com/home.asp.
Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist
die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur
besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im
Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb
Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.
| 31.03.2008 | Accenture outperform | Cowen and Company, LLC | |
| 31.03.2008 | Accenture outperform | Credit Suisse Group | |
| 25.09.2007 | Accenture neues Kursziel | Stifel, Nicolaus & Co., Inc. | |
| 19.06.2007 | Accenture neues Kursziel | Bear Stearns | |
| 30.05.2007 | Accenture market perform | Wachovia Sec |
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