20.12.2012 12:48
Bewerten
 (1)

Siemens streicht in Energiesparte weitere Stellen

1.100 Jobs betroffen: Siemens streicht in Energiesparte weitere Stellen | Nachricht | finanzen.net
1.100 Jobs betroffen

Der Technologiekonzern Siemens setzt zur Umsetzung seiner Einsparziele erneut auf den Abbau von Mitarbeitern. Bis Ende 2014 sollen im Energiesektor knapp 1.100 Stellen wegfallen.

Betroffen sind die Divisionen Fossil Power Generation sowie Oil & Gas. Nach Angaben eines Siemens-Sprechers steht kein bestimmter Standort im Fokus. Vielmehr seien die Arbeitsplätze über ganz Deutschland verteilt. Drei Viertel der Stellen entfallen auf Fossil Power Generation, das übrige Viertel auf Oil & Gas.

   Medienberichte, wonach mindestens 100, aber weniger als 200 der insgesamt 3.500 Stellen im Gasturbinenwerk Berlin wegfallen sollen, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Er betonte lediglich, die Zahl von 200 sei "deutlich zu hoch gegriffen". Es sei lediglich ein "minimaler Abbau" von Stellen in Berlin geplant. Siemens hatte dort in den vergangenen drei Jahren 700 Stellen aufgebaut. In dem Werk hatte Siemens im November seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr per Ende September vorgestellt.

   Zittern müssen auch die Beschäftigten im Spandauer Messgerätewerk. Die Gewerkschaft fürchtet, dass dort bis 2015 bis zu 200 Stellen nach Indien verlagert werden könnten. Siemens verweigerte dazu jeglichen Kommentar. Er werde sich zu einzelnen Standorten nicht äußern, sagte ein weiterer Sprecher.

   Der angekündigte Stellenabbau kommt nicht überraschend. Bei einer Investorenkonferenz Mitte Dezember hatte Siemens angekündigt, der Konzern könnte sich aus dem Bau nicht-nuklearer Teile von Kernkraftwerken verabschieden. Zudem sollte das Geschäft mit Komplettlösungen für Dampfturbinenkraftwerke evaluiert werden. In genau diesen Bereichen sollen nun die Stellen gestrichen werden. Der Abbau soll so sozial wie möglich erfolgen.

   Die Divisionen Fossil Power Generation und Oil & Gas beschäftigen derzeit rund 10.400 beziehungsweise 3.200 Mitarbeiter in Deutschland.

   Die Division Oil & Gas musste im vergangenen Quartal Belastungen in Höhe von 275 Millionen Euro für Neubewertungen von Forderungen und Kreditrisiken aus der Abarbeitung von Altverträgen mit dem Iran verbuchen. In diesem Zusammenhang sowie mit Blick auf die schwache Markt- und Auftragseingang-Entwicklung sei nun eine Anpassung der Kapazitäten in der Turboverdichterfertigung geplant.

   Die Division Fossil plant nach Konzernangaben zwei Änderungen, mit denen auf die Entwicklungen in den Märkten vor allem für reine Dampfturbinenkraftwerke (Kohle- oder Kernkraftwerke) reagiert werden soll. Zum einen soll das Geschäft mit Komplettlösungen für Dampfturbinenkraftwerke "heruntergefahren" werden. Zudem sollen nach dem bereits im September 2011 kommunizierten Ausstieg von Siemens aus der Kerntechnik jetzt auch die verbliebenen Aktivitäten im Bereich der konventionellen Kraftwerkstechnik für Kernkraftwerke "zurückgefahren" werden.

   Neben dem konzernweiten Einkauf hat Siemens den Energiesektor als zweiten Pfeiler des geplanten Spar- und Effizienzprogramms identifiziert. Während ein effizienterer Einkauf binnen zwei Jahren drei Milliarden Euro sparen helfen soll, sieht Siemens das Potenzial zur Produktivitätssteigerung im Energiebereich sogar bei 3,2 Milliarden Euro, darin sind allerdings bereits positive Beiträge von Seiten des Einkaufs enthalten.

   Der größte Teil der geplanten Maßnahmen im Energiebereich umfasst Kosteneinsparungen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Neben dem Einkauf will Siemens auch bei der Fertigung und Projektabwicklung ansetzen. Mehr Ausschreibungen via Internet sollen die Kosten um weitere 100 Millionen Euro reduzieren.

   Die Sektormarge soll von zuletzt 7,8 Prozent bis 2013/14 auf mindestens 12 Prozent steigen. Derzeit tragen die einzelnen Divisionen höchst unterschiedlich zur Energy-Marge bei. Spitzenreiter ist mit 18,1 der Bereich Fossil Power Generation, in dem Siemens zum Beispiel Gasturbinen herstellt. Schlusslicht ist das Energieübertragungsgeschäft mit mageren 4,3 Prozent.

Dow Jones Newswires

Bildquellen: Siemens-Pressebild, Siemens AG

Nachrichten zu Siemens AG

  • Relevant1
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Siemens AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.01.2017Siemens buyCitigroup Corp.
16.01.2017Siemens HoldCommerzbank AG
11.01.2017Siemens buyJefferies & Company Inc.
11.01.2017Siemens HoldDeutsche Bank AG
11.01.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
18.01.2017Siemens buyCitigroup Corp.
11.01.2017Siemens buyJefferies & Company Inc.
10.01.2017Siemens buySociété Générale Group S.A. (SG)
10.01.2017Siemens buyUBS AG
04.01.2017Siemens buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
16.01.2017Siemens HoldCommerzbank AG
11.01.2017Siemens HoldDeutsche Bank AG
09.01.2017Siemens Equal weightBarclays Capital
05.01.2017Siemens HoldCommerzbank AG
04.01.2017Siemens NeutralJP Morgan Chase & Co.
11.01.2017Siemens SellGoldman Sachs Group Inc.
20.01.2016Siemens UnderweightBarclays Capital
09.12.2015Siemens UnderweightBarclays Capital
13.11.2015Siemens UnderweightMorgan Stanley
13.11.2015Siemens UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Siemens AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins Wochenende -- Wall Street reagiert verhalten auf Amtsantritt von US-Präsident Trump -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen: US-Geldpolitik auf Kurs -- GE im Fokus

Buffett-Investment BYD träumt vom Gigaerfolg in den USA. AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los. Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
BASF BASF11
Bayer BAY001
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Commerzbank CBK100
Apple Inc. 865985
AMD Inc. (Advanced Micro Devices) 863186
E.ON SE ENAG99
Deutsche Telekom AG 555750
Allianz 840400
Scout24 AG A12DM8
BMW AG 519000
Siemens AG 723610
Facebook Inc. A1JWVX