30.01.2013 14:49
Bewerten
(0)

E.ON geht mit Vorsicht ins neue Jahr - 11.000 Stellen sollen weg

2012 im Rahmen der Erwartung: E.ON geht mit Vorsicht ins neue Jahr - 11.000 Stellen sollen weg | Nachricht | finanzen.net
2012 im Rahmen der Erwartung
Die Energiewende in Deutschland und die sinkende Stromnachfrage in Südeuropa hinterlassen bei dem Energiekonzern E.ON Spuren. Der Abbau von 11.000 Stellen soll die Kosten drastisch eindampfen.
Der DAX-Konzern rechnet für das laufende Jahr nur noch mit einem bereinigten Betriebsergebnis (EBITDA) zwischen 9,2 und 9,8 Milliarden Euro und einem nachhaltigen Konzerngewinn in der Spanne von 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro. Den ursprünglichen Ausblick für 2013 hatten die Düsseldorfer wegen hoher Belastungen durch die Energiewende und die Euro-Schuldenkrise im November einkassiert.

Das schwierige Umfeld hat E.ON bereits im Jahr 2012 Milliarden gekostet. Zwar stieg das EBITDA nach vorläufigen Berechnungen um rund 16 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro, das nachhaltige Konzernergebnis kletterte im vergangenen Jahr auf 4,3 von 2,5 Milliarden Euro. Dieses deutlich Plus ist allerdings vor allem optischer Natur: E.ON hatte 2011 wegen des beschleunigten Atomausstiegs Milliardenbeträge abgeschrieben. Das Unternehmen profitierte im vergangenen Jahr zudem von einem Einmaleffekt durch die Neuverhandlung von Gasbezugsverträgen.

Damit erreichte E.ON knapp die Erwartungen der Analysten, die im Mittel ein operatives Ergebnis von 10,83 Milliarden Euro und einen nachhaltigen Konzerngewinn von 4,34 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Der Ausblick auf das laufende Jahr fällt allerdings deutlich geringer aus als die zurückgenommene frühere Prognose. E.ON war noch bis November von einem EBITDA in der Spanne von 11,6 bis 12,3 Milliarden Euro und einem nachhaltigen Gewinn zwischen 3,2 und 3,7 Milliarden Euro ausgegangen.

E.ON leidet unter einer paradoxen Situation: Während Verbraucher wegen der Umlage für Erneuerbare Energien immer mehr für die Kilowattstunde Strom ausgeben müssen, sinken die Großhandelspreise. Die Nachfrage geht zurück, weil die Energieversorger vor allem in Südeuropa angesichts der dort schwächelnden Wirtschaft weniger Strom absetzen können.

Hinzu kommen Energie-Effizienzmaßnahmen, die in weiten Teilen Europas zusätzlich die Nachfrage drücken. In Deutschland belastet E.ON zudem die Energiewende: Schon rund ein Viertel des Stroms stammt aus den bei der Einspeisung bevorzugten Erneuerbaren Energien. Die auf einen Dauerbetrieb ausgelegten Gaskraftwerk sind deshalb immer seltener in Betrieb. Wie E.ON nun mitteilte, prüft das Unternehmen angesichts des Umfelds die Stilllegung von Kraftwerken in Europa. Der Konzern kündigte an, sich bei Investitionen auf Wachstumsfelder zu konzentrieren.

Bei der Dividende will E.ON von einem absoluten Ausschüttungsziel zu einer Quote zurückkehren. Die Dividende solle künftig 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Konzernüberschusses betragen, teilte das Unternehmen mit. Für das Jahr 2012 soll die Ausschüttung wie bislang vorgesehen bei 1,10 Euro je Aktie liegen.

E.ON forciert den Konzernumbau zudem weiter. Man will sich von noch mehr Randsparten trennen als bislang angekündigt. Insgesamt sollen jetzt Sparten mit einem Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro losgeschlagen werden, wie aus einer am Mittwoch in Düsseldorf veröffentlichten Analystenpräsentation hervorgeht. Bislang hatte E.ON mehr als 15 Milliarden als Ziel genannt. Allerdings kam E.ON bei der Abspaltung von Sparten schneller voran als gedacht, so dass der Konzern bereits Ende 2012 über diesem Wert gelegen hatte.

Konzernchef Johannes Teyssen kündigte an, sich bei den Investitionen noch stärker auf die Wachstumsfelder Dezentrale Energien, Erneuerbare und Märkte außerhalb Europas konzentrieren zu wollen. Der seit Mai 2010 amtierende E.ON-Chef will mit der Trennung von Sparten und dem Abbau von 11.000 Stellen die Kosten drastisch eindampfen. Bis 2015 sollen sie in den Bereichen, die weiterhin zum Unternehmen zählen, auf 8,3 Milliarden Euro sinken - das wären elf Prozent weniger als 2012.

Bildquellen: E.ON AG
Anzeige

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
    2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.04.2017EON SE HoldJefferies & Company Inc.
21.04.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
07.04.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
30.03.2017EON SE UnderperformBNP PARIBAS
30.03.2017EON SE NeutralUBS AG
21.04.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
07.04.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
21.03.2017EON SE buyGoldman Sachs Group Inc.
17.03.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
17.03.2017EON SE OutperformMacquarie Research
24.04.2017EON SE HoldJefferies & Company Inc.
30.03.2017EON SE NeutralUBS AG
27.03.2017EON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
24.03.2017EON SE HoldCommerzbank AG
24.03.2017EON SE HoldKepler Cheuvreux
30.03.2017EON SE UnderperformBNP PARIBAS
17.03.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
17.03.2017EON SE VerkaufenDZ BANK
15.03.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
15.03.2017EON SE VerkaufenDZ BANK

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX um Nulllinie -- Asiens Börsen im Plus -- Daimler hebt Prognose an -- AT&T erfüllt Erwartungen nur teilweise -- Credit Suisse mit Kapitalerhöhung -- LG mit Rekordgewinn

CTS-Eventim-Chef wirft 5 Prozent der Aktien auf den Markt. comdirect profitiert von Börsen-Höhenflug. Santander steigert Gewinn stärker als erwartet. Verizon-Deal bringt Yahoo-Chefin Mayer 186 Millionen Dollar ein. Ankündigung Trumps zu Steuerreform erwartet.

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Tops und Flops
So entwickelten sich die Rohstoffe im 1. Quartal 2017
Tops und Flops
So performten die DAX-Unternehmen im ersten Quartal 2017
Viel Geld bei wenig Stress
Diese relaxten Berufe werden gut bezahlt
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
Das machen Ex-Spitzensportler nach ihrer Karriere
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
AURELIUSA0JK2A
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Nordex AGA0D655
Allianz840400
BASFBASF11
AIXTRON SEA0WMPJ
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
Barrick Gold Corp.870450
BMW AG519000
Siemens AG723610
BayerBAY001