12.03.2013 08:56
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Munich Re bleibt bei Ausblick vorsichtig

3 Milliarden Gewinn erwartet: Munich Re bleibt bei Ausblick vorsichtig | Nachricht | finanzen.net
3 Milliarden Gewinn erwartet
Die Munich Re traut sich im laufenden Jahr den Gewinn von 2012 nicht zu und bleibt bei ihrer Prognose zunächst vorsichtig.
Der weltgrößte Rückversicherer kündigte bei Vorlage der Bilanz 2012 an, in diesem Jahr einen Konzerngewinn nach Steuern von annähernd 3 Milliarden Euro erzielen zu wollen. Damit würde der Konzern 200 Millionen Euro weniger verdienen als 2012. Allerdings liegt die Prognose über den Erwartungen der Analysten, die mit einem Wert von 2,7 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Die Munich Re ist bei ihrem Ausblick meist vorsichtig, weil sich schwer abschätzen lässt, wie etwa die Hurrikan-Saison in den USA verläuft und ob es größere Naturkatastrophen gibt. 2012 hatte der Konzern zum Jahresbeginn einen Konzerngewinn von 2,5 Milliarden Euro als Zielmarke ausgegeben, diese Prognose dann im Jahresverlauf deutlich auf einen Gewinn von über 3 Milliarden Euro angehoben.

Auch die geringe Renditeerwartung bei den Kapitalanlagen ist für Munich Re ein weiterer Grund zur Vorsicht. Der Rückversicherer rechnet hier nicht mit einer Steigerung der Kapitalmarktzinsen. Deswegen wird die Anlagerendite voraussichtlich bei 3,3 Prozent liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Konzern noch eine Rendite von 3,9 Prozent erwirtschaften.

Der weltweit größte Rückversicherer überraschte zudem mit der Ankündigung, dass der Vertrag von Vorstandsmitglied Wolfgang Strassl nicht verlängert wird. Die Gründe nannte der Konzern dafür nicht. Allerdings ist Strassl unter anderem für das Munich-Re-Sorgenkind Munich Health zuständig. Der Bereich lieferte 2012 einen Verlust von 92 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr noch einen schmalen Gewinn von 36 Millionen Euro gebracht hatte. Künftig wird der Bereich zur Chefsache: Konzernchef Nikolaus von Bomhard wird künftig den Bereich unter seine Fittiche nehmen.

Bereits Anfang Februar hatte der Rückversicherungskonzern vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Weil es deutlich weniger Naturkatastrophen gab als im Vorjahr, die den Gewinn belasteten, konnte der weltgrößte Rückversicherer nach Prämien seinen Gewinn auf 3,2 Milliarden Euro fast vervierfachen. Und das, obwohl Wirbelsturm Sandy den Konzern im vierten Quartal kräftig drückte.

Neben Wirbelsturm Sandy, der mit insgesamt 800 Millionen das Geschäft der Münchener im vierten Quartal belastete, gehörte 2012 auch das gesunkene Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" zu den größeren Schäden. Auf rund 80 Millionen Euro beziffert der Konzern hier die Belastungen aus dem Schaden. Für das Gesamtjahr lag die Schaden-Kosten-Quote in dem Segment bei 91,0 Prozent - ein sehr guter Wert gegenüber dem Vorjahr, als die Quote noch 113,8 Prozent betrug.

Damit haben sich die Münchener besser als Konkurrent Hannover Rück geschlagen. Die Hannoveraner haben am vergangenen Donnerstag ihre Zahlen vorgelegt. Sie präsentierten dabei eine Schaden-Kosten-Quote von 95,8 Prozent nach 104,3 Prozent im Vorjahr. Die Schaden-Kosten-Quote gibt Aufschluss darüber, ob ein Unternehmen im Kernversicherungsgeschäft profitabel ist. Quoten unter 100 Prozent sind gut, darüber zahlt der Konzern drauf.

Munich Re kündigte zudem an, die Dividende für das vergangene Jahr um 75 Cent auf 7 Euro anzuheben. Auch die Konkurrenten Hannover Rück und Swiss Re planen ihre Dividenden anzuheben. Sie stellen ihren Anlegern sogar noch zusätzliche Bonuszahlungen in Aussicht. Hannover Rück will für 2012 eine Dividende von 2,60 Euro je Aktie plus 0,40 Euro Bonus zahlen. Im Vorjahr gab es 2,10 Euro je Aktie. Swiss Re will die Dividende auf 3,50 Schweizer Franken von 3,00 Franken im Vorjahr aufstocken. Zudem soll eine Sonderdividende von 4,00 Franken je Aktie gezahlt werden.

Von Alexandra Edinger

Kontakt zur Autorin: alexandra.edinger@wsj.com

DJG/aed/cbr

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March 12, 2013 03:25 ET (07:25 GMT)

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