06.08.2013 15:58
Bewerten
 (3)

K+S gibt Gewinnwarnung heraus

"Erhebliche Unsicherheit"
K+S hält aufgrund wachsender Unsicherheit am Kalimarkt nicht mehr an den ursprünglichen Prognosen für 2013 und 2014 fest. Die Aktie kommt weiter unter die Räder.
Aufgrund der Ankündigung des Austritts der russischen Uralkali aus der mit der weißrussischen Belaruskali gemeinsam betriebenen Vertriebsorganisation BPC und der damit verbundenen Aussage seitens Uralkali, die Produktion auszuweiten, ist eine erhebliche Unsicherheit über die weitere Mengen- und Preisentwicklung im Markt für Kalidüngemittel entstanden, so K+S in einer Adhoc-Meldung.

Vor diesem Hintergrund wolle der Konzern an seiner Prognose für das Jahr 2013, das operative Ergebnis EBIT I im Vergleich zum Jahr 2012 (EUR 804,1 Mio) leicht steigern zu können, nicht festhalten. Es ist wahrscheinlich, dass die erwartete Ergebnisverbesserung im Geschäftsbereich Salz nicht ausreicht, den Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auszugleichen, heißt es weiter.

Auch die im Finanzbericht 2012 genannte Aussicht auf eine weitere leichte Steigerung des operativen Ergebnisses im Jahr 2014 ist möglicherweise nicht länger gegeben, so K+S.

Das Großprojekt in Kanada zur Erschließung einer neuen Kalimiene will das Unternehmen trotz der angespannten Lage nicht aufgeben. "Unser Legacy-Projekt liegt im Plan. Wir werden dieses wichtige Vorhaben aufgrund bloßer Spekulationen nicht in Frage stellen", sagte K+S-Chef Norbert Steiner.

An der Börse hat die Gewinnwarnung keine Auswirkung auf den Aktienkurs von K+S, die Aktie lag schon vor der Gewinnwarnung erneut deutlich im Minus. "Die Gewinnwarnung ist ja nur die Vollzugsmeldung dessen, womit am Markt jeder rechnen musste", sagt ein Händler. Dass das EBIT in diesem Jahr steigen würde, sei im Aktienkurs ebenso ausgepreist wie eine Steigerung des operativen Gewinns im kommenden Jahr. "Die Analysten rechnen 2013 und auch 2014 mit sinkenden Gewinnen. Frühestens 2015 ist wieder eine Steigerung drin."

Der russische Kalikonzern Uralkali hatte kürzlich eine einschneidende Strategieänderung angekündigt. Das Unternehmen verlässt das BPC-Exportkartell und will selbst mit Vollauslastung produzieren. Analysten sprechen von einem Paradigmenwechsel in der Branche: Die Preisdisziplin wird aufgegeben, im Fokus steht künftig das Absatzwachstum.

Die neue Strategie von Uralkali schüttelt die gesamte Branche seit einigen Tagen durch. An der Börse haben Aktien von Düngemittelherstellern, wie die der Kasseler K+S, massiv an Wert verloren. Die Angst geht um, dass es zu einem Preisverfall bei Kali kommt, was die Gewinne massiv belasten würde. Das Papier der Kasseler hat seit der Ankündigung von Uralkali rund 40 Prozent an Wert verloren.

Bildquellen: ZVG
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu K+S AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu K+S AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.12.2014K+S HoldS&P Capital IQ
16.12.2014K+S overweightJP Morgan Chase & Co.
12.12.2014K+S UnderweightMorgan Stanley
09.12.2014K+S overweightJP Morgan Chase & Co.
08.12.2014K+S SellGoldman Sachs Group Inc.
16.12.2014K+S overweightJP Morgan Chase & Co.
09.12.2014K+S overweightJP Morgan Chase & Co.
28.11.2014K+S kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
20.11.2014K+S buyCommerzbank AG
19.11.2014K+S buyWarburg Research
17.12.2014K+S HoldS&P Capital IQ
17.11.2014K+S NeutralNomura
17.11.2014K+S HoldCommerzbank AG
13.11.2014K+S HoldHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
13.11.2014K+S HoldCommerzbank AG
12.12.2014K+S UnderweightMorgan Stanley
08.12.2014K+S SellGoldman Sachs Group Inc.
03.12.2014K+S SellUBS AG
01.12.2014K+S SellDeutsche Bank AG
21.11.2014K+S UnderperformBernstein Research
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für K+S AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr K+S AG Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- MorphoSys-Aktie und Roche-Aktie fallen kräftig -- US-Börsen in der Gewinnzone -- GfK-Konsumklima auf höchstem Stand seit acht Jahren

BayernLB verklagt Ecclestone. Euro gibt leicht nach. Studio Babelsberg erwartet für 2014 Millionenverlust. Sartorius verkauft Sparte. Ölpreise deutlich gestiegen. Verdi ruft an vier Amazon-Standorten zu Streiks bis Heiligabend auf. Allianz stimmt Vergleich nach Amoklauf von Winnenden zu. Facebook will mehr über Datenschutz informieren.

Themen in diesem Artikel

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Unternehmen sind am attraktivsten für Informatiker?

Diese Flughäfen werden hoch frequentiert

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?