17.12.2012 08:36
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US-Versicherer AIG will Rest seiner Asiensparte AIA losschlagen

6,5 Milliarden angepeilt
Der vom Staat gerettete US-Versicherer AIG will sich von den restlichen Anteilen seiner Asien-Sparte AIA trennen.
Angepeilt wird ein Erlös von bis zu 6,5 Milliarden US-Dollar (4,9 Mrd Euro), wie aus dem Verkaufsprospekt hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegt. American International Group (AIG) ist an dem Lebensversicherer AIA noch mit 13,7 Prozent beteiligt. Die verbliebenen rund 1,65 Milliarden Aktien sollen zu einem Preis von 29,65 bis 30,65 Hongkong-Dollar an den Mann gebracht werden. AIG-Chef Robert Benmosche will den Konzern nun auf das US-Lebensversicherungsgeschäft und die weltweite Schaden- und Unfallversicherung zurechtstutzen.

  Die Vereinigten Staaten hatten den einst weltgrößten Versicherer in der Finanzkrise im Jahr 2008 mit Garantien und Kapitalhilfen in einem Rahmen von 182 Milliarden Dollar vor dem Untergang bewahrt. Der einstige Vorzeigekonzern war anschließend praktisch komplett in Staatsbesitz. AIG gelang dann das Kunststück, die Staatshilfen wieder zurückzuzahlen. Dazu trennte sich das Unternehmen von mehreren Tochterfirmen.

   Erst vergangene Woche gab AIG den Verkauf des Flugzeugleasing-Geschäfts an chinesische Investoren bekannt. Der Verkauf von zunächst gut 80 Prozent der Anteile soll 4,2 Milliarden Dollar einbringen.

    Für die USA dürfte sich die Rettung am Ende ausgezahlt haben. Vergangene Woche kündigte das US-Finanzministerium den Ausstieg bei AIG an. Insgesamt hat die US-Regierung mit dem Verkauf von Aktien sowie Gebühren und Zinsen für die Hilfsmaßnahmen damit fast 23 Milliarden Dollar verdient.

    NEW YORK/HONGKONG (dpa-AFX)

Bildquellen: igor.stevanovic / Shutterstock.com
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