DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Elf nordrhein-westfälische Kommunen sind in Düsseldorf gegen die WestLB-Nachfolgerin Portigon wegen über 70 Millionen Euro Verlusten durch Zinswetten vor Gericht gezogen. Die Verfahren starteten am Donnerstag am Düsseldorfer Landgericht. Die Kommunen behaupten, über Risiken und Interessenkonflikte nicht ausreichend aufgeklärt worden zu sein. Ein Sprecher der Bank wies dies zurück: Alle Kunden seien ordnungsgemäß aufgeklärt worden. Zudem habe man sich an die Vorgaben der Kommunalaufsicht gehalten. Mit Entscheidungen in den elf Verfahren ist frühestens in einigen Wochen zu rechnen.
Kreuztal geht es um 24 Millionen Euro Verlust, Übach-Palenberg um 23 Millionen, Hattingen um knapp 13 Millionen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis um fast sieben Millionen, und Wilnsdorf um eine knappe Million. Um Beträge zwischen 200.000 und 500.000 Euro geht es bei bei den Klagen von Lippstadt, Steinfurt, Freudenberg, Soest, Lünen und Kamp-Lintfort. Nach Angaben des Städte- und Gemeindebundes NRW sind sogar 50 Kommunen von entsprechenden Verlustgeschäften betroffen./hom/DP/stw