Vorsorglich sei das Flugzeug zunächst aus dem Verkehr gezogen worden, erklärte die Airline. Die heute aufgetretenen Risse unterschieden sich von den Vorkommnissen, die im Januar die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA zum Handeln bewogen hätte. Untersucht worden sei die Maschine, weil sie im Januar in Turbulenzen geraten war. Bei der nachfolgenden Überprüfung seien dann die Risse in den Flügeln entdeckt worden, die aber nicht auf die Turbulenzen selbst zurückgeführt werden. Laut Airbus seien die Risse nicht sicherheitsrelevant, betont Qantas. Die EADS-Tochter will die Risse nun genau untersuchen.
Unterdessen plant die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA, alle 68 im Flugdienst befindlichen Exemplare des A380 in die Werkstätten zurückzurufen. Bislang hatte die Behörde eine Überprüfung der Flügel nur bei den Maschinen angeordnet, die mehr als 1.300 Starts und Landungen absolviert haben.
Anfang Januar war bekannt geworden, dass an mehreren Flugzeugen des Typs Risse an den Rippen der Tragflächen aufgetreten waren. Daraufhin mussten 20 Modelle des doppelstöckigen A380 in die Inspektion. In den meisten der 20 untersuchten Flieger wurden Risse an den Tragflächen gefunden. Die Airbus-Mechaniker hatten bei diesen Maschinen vorläufig Reparaturen vorgenommen, und inzwischen fliegen einige der betroffen Modelle wieder auf ihren normalen Routen.
Von den Rissen waren bisher die Fluggesellschaften Qantas und Singapore Airlines sowie drei Testflugzeuge betroffen. Die Lufthansa hatte angegeben, bei ihren A380 keine Risse entdeckt zu haben. Auch die Fluggesellschaften Emirates, China Southern, Korean Air Lines und Air France-KLM haben die A380 im Einsatz.
SYDNEY (Dow Jones)
Bildquellen: Airbus