Nachdem das Unternehmen zuletzt seine Asien-Tochter AIA größtenteils verkauft hatte, um sich von der Staatshilfe zu lösen, kündigte es am Donnerstag an, sich am chinesischen Versicherer PICC zu beteiligen.
American International Group (AIG) wolle beim anstehenden PICC-Börsengang in Hongkong als Ankerinvestor auftreten und für rund 500 Millionen US-Dollar Aktien kaufen. Der US-Konzern ist bereits mit 9,9 Prozent an der Sach- und Unfallversicherungssparte der Chinesen beteiligt. AIG kündigte zudem an, mit PICC ein Gemeinschaftsunternehmen zum Vertrieb von Versicherungen in chinesischen Großstädten bilden zu wollen.
PICC will bei seinem Börsengang nach bisherigen Angaben bis zu 27,6 Milliarden Hongkong-Dollar (2,8 Mrd Euro) erlösen. Für rund die Hälfte des Betrages gebe es Zusagen von Ankeraktionären, berichte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Börsengang vertrauten Personen. Ankeraktionäre bekommen bei Börsengängen für ihre Zusage, Anteilsscheine über einen längeren Zeitraum zu halten, üblicherweise ein garantiertes Aktienpaket.
AIG liefert vier Jahre nach der Fast-Pleite inzwischen wieder stabile Gewinne. Nach 2,3 Milliarden Dollar im zweiten Quartal kamen im dritten Quartal unterm Strich 1,9 Milliarden Dollar heraus. AIG war einst der weltgrößte Versicherer. Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt brachten den Konzern jedoch an den Rand des Ruins. Der Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein. Es war die teuerste Rettungsaktion der Finanzkrise. Der US-Staat hält nach mehreren Verkaufsrunden heute noch 15,9 Prozent.
HONGKONG (dpa-AFX)
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