Herzogenrath (aktiencheck.de AG) - Der Technologiekonzern AIXTRON SE musste im dritten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch ausweisen.
Wie der Technologiekonzern am Donnerstag verkündete, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 89,8 Mio. Euro um 49 Prozent unter dem Vorjahreswert von 175,6 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) brach auf 0,6 Mio. Euro ein, nachdem man im Vorjahreszeitraum hier noch einen Gewinn von 54,3 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Dieser EBIT-Rückgang ist den Angaben zufolge vorwiegend zurückzuführen auf das gesunkene Umsatzniveau bei einer zuvor geplanten höheren Kostenbasis sowie auf nachteilige Währungskurseffekte, die am Quartalsende des dritten Quartals anhand der Mark-to-Market Bewertungsmethode für ausstehende Absicherungsmaßnahmen und Kundenanzahlungen ermittelt wurden. Um diese Währungseffekte bereinigt lag das Betriebsergebnis im dritten Quartal bei 13,0 Mio. Euro.
Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Break Even erzielt, nach einem Gewinn von 38,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Zur Begründung für den deutlichen Umsatz- und Ergebniseinbruch verwies AIXTRON unter anderem auf den unerwartet starken Rückgang der hohen Investitionsaktivitäten der asiatischen LED-Hersteller. Dies lasse sich vor allem damit begründen, dass der LED-Markt noch nicht ausreichend entwickelt sei. Darüber hinaus spüren die asiatischen LED-Hersteller Finanzierungsengpässe, u.a. durch eine zunehmende Kreditklemme in dieser Region.
Trotz der aktuell beobachteten Marktkorrekturen ist der AIXTRON Vorstand weiterhin davon überzeugt, dass sich die LED-Beleuchtungsindustrie nach dieser vorübergehenden Phase der Unsicherheit nachhaltig weiterentwickeln wird. Paul Hyland, Vorstandsvorsitzender der AIXTRON SE, hierzu: "Niemand zweifelt daran, dass der nächste Investitionszyklus für LED-Beleuchtung kommt und dass dieser Zyklus die bislang größte Marktchance bietet, die unsere Branche bislang gesehen hat. Die Frage lautet nicht "ob" die LED-Beleuchtung kommt, sondern "wann". Selbstverständlich haben wir auf die aktuell schwierigen Marktbedingungen reagiert und nutzen unsere operative Flexibilität. Wir haben bereits Maßnahmen zur sofortigen Kostenreduzierung getroffen um sicherzustellen, dass die Auswirkung niedrigerer Umsatzvolumina auf unsere Margen so gering wie möglich bleibt. Diese eher kurzfristigen Herausforderungen werden uns jedoch nicht von unseren hervorragenden langfristigen Aussichten ablenken. Wir investieren weiterhin stark in Forschung & Entwicklung und arbeiten so an einer ganzen Reihe von Anlagenentwicklungen, die unseren Kunden auch zukünftig die Herstellung von Produkten höchster Qualität bei niedrigen Betriebskosten ermöglichen werden. Ich bin mir sicher, dass wir mit diesen neuen Anlagen unsere traditionell starke Marktposition weiter stärken können."
Der Vorstand bestätigt die am 15. September 2011 gegebene Prognose für das Berichtsjahr 2011 und geht davon aus, Umsatzerlöse in Höhe von 600 bis 650 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von ca. 25-30 Prozent zu erwirtschaften.
Die Aktie von AIXTRON notiert aktuell mit einem Plus von 4,79 Prozent bei 10,94 Euro. (27.10.2011/ac/n/t)